Kaum zu glauben: In einem Krankenhaus der niederländischen Hafenstadt Vlissingen hat ein Chirurg irrtümlicherweise das gesunde Bein eines Patienten amputiert.
Wie der Fehler bei einer Operation in der vorigen Woche geschehen konnte, werde noch untersucht, sagte Sprecher des Krankenhauses Walcheren. Das andere Bein werde der Patient nun aller Voraussicht nach auch noch verlieren.
Nach ersten Erkenntnissen habe eine Vielfalt von Faktoren trotz aller Sicherheitsvorschriften zu diesem verhängnisvollen Irrtum geführt. Der Arzt wurde vorläufig vom Dienst suspendiert.
da frag ich mich doch: welche vorkehrungen gibt es denn üblicherweise in einem krankenhaus, soetwas zu vermeiden???
Ich weiß, daß in manchen Krankenhäusern vorher mit dem Patienten die OP besprochen wird und die Operationsschnitte auf das Bein gezeichnet werden und dann sieht man das ja dem Bein eindeutig an.
da frag ich mich doch: welche vorkehrungen gibt es denn
üblicherweise in einem krankenhaus, soetwas zu vermeiden???
Ehrlich gesagt: Mir sind keine bekannt. So etwas wie „Checklisten“ bzw. standardisierte Protokolle und Flußdiagramme sind gerade erst am Entstehen.
Es obliegt dem Operateur, vor dem ersten Schnitt nochmal sicherzustellen, daß er sich auch an das richtige Bein heranmacht. Ansonsten muß er sich darauf verlassen, daß einer der Assistenten aufpaßt.
Rechts und Links werden nicht nur in der Medizin häufig verwechselt. Ein Arzt sollte sich eben antrainieren, immer besondere Sorgfalt walten zu lassen, bevor er einen dieser Seitenbegriffe benutzt oder niederscheibt bzw. invasiv tätig wird. Und schlichtes (und unablässiges!) Mitdenken kann solche Fehler letztendlich auch verhindern („Hmm, komisch, das Bein sieht ja heute auf einmal wieder richtig rosig aus…“)
Aber nach einem 36-Stunden-Dienst können selbst solch einfache Denkprozesse ungeheuer schwer Fallen. Man betrachte das einmal folgendermaßen: Erwischt man einen LKW-Fahrer nach dieser Zeit noch am Steuer, so ist er seinen Schein los. In der Medizin hingegen verliert derjenige seinen Job, der sich weigert, so lange durchzuarbeiten.
Aber: Die neuen Arbeitszeitgesetze des EUG greifen jetzt so langsam. Endlich.
Ich würde als Patient im Krankenhaus durchaus fragen, wie lange der jeweilige Doc schon auf den Beinen ist. Man mag damit die Ärzte vielleicht primär verärgern, aber letztendlich schützten ja solche Nachfragen das ärztliche Interesse an guter Patientenbetreuung. Und das sieht letztendlich ein jeder ein. Man kann ja dabei höflich bleiben
da frag ich mich doch: welche vorkehrungen gibt es denn
üblicherweise in einem krankenhaus, soetwas zu vermeiden???
Bei mir wurde das richtige Bein mit einem wasserfesten Stift gross und fett markiert, einen dicken Pfeil hat mir der Doc draufgemalt
Allerdings wärs in meinem Fall weniger dramatisch gewesen, hätte man das falsche erwischt, denn damals gings beiden Knien gleich dreckig, musste mich nur für eins entscheiden Allerdings kam das Zweite dann doch nie dran und dem gehts jetzt besser als dem operierten, aber das ist ein anderes Thema