Ist das ein einfacher Eingriff, die Augen wieder gerade zu stellen??
Ist das ein einfacher Eingriff, die Augen wieder gerade zu
stellen??
Hallo Christoph!
Eine sogenannte Strabismusop ( schielendes Auge wird wieder " geradegestellt") ist ein häufiger Eingriff, mit guten Prognosen.
Es gibt allerdings verschiedene Formen des Schielens, mit verschiedenen Ursachen, deswegen kann man nicht verallgemeinern.
Bei wieviel Prozent das Sehvermögen nach Op sein wird, hängt u.a. mit der ursächlichen Form zusammen.
Ausschlaggebend für die Gewöhnung des Sehzentrums, an die wiedererworbene normale Augenstellung, ist z.B. wie lang das Schielen schon besteht.
Die Operation wird in Vollnarkose gemacht und dauert ca. mit Narkosevorbereitung 30 Minuten. Am Tag nach OP ist der erste Verbandswechsel, danach bekommt man nur noch eine Augenklappe und 3 - 5 mal täglich Augentropfen( hängt von der Eingriffsgröße ab) und im Regelfall, verläßt man zwischen dem 3 und 5 Tag nach Op das Krankenhaus.
Im Krankenhaus selbst beginnt man schon, in die sogenannte Sehschule zu gehen, außerdem werden Dir, wenn nötig dort schon vom Optiker neue Brillengläser angefertigt.
Gruß Natascha
Latentes Schielen?
Hallo!
In dem Zusammenhang hab ich auch noch eine Frage: Ich habe ein sogenanntes „latentes Schielen“ (meine Augen korrigieren die Fehlstellung immer selbständig). Vor einer Weile hat mir mein Augenarzt mal empfohlen, das operieren zu lassen. Wann macht das Sinn? Ich habe mit Brille keinerlei Probleme…
Gruß, Annegret
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Hallo Annegret!
Latentes Schielen muß nicht unbedingt operiert werden.
Im Grunde genommen hat das Auge zwar eine ständige Belastung, indem es dem „Schielen“ entgegenwirkt, aber das hat keine schwerwiegenden Auswirkungen darauf.Allerdings kann es sein, daß der Betroffene durch latentes Schielen öfter unter Kopfschmerzen, oder Augenbrennen, oder Lichtempfindlichkeit leidet.
Latentes Schielen wird im Regelfall durch einer Brille mit Prismengläsern korrigiert, die evtl. bestehenden Beschwerden fallen dann weg.
Bei einer Op wird der verkürzte Augenmuskel( verkürzter Muskel = Schielrichtung) verlängert und der gegenüberliegende Augenmuskel verkürzt.Augenmuskel sind paarig gegenüberliegend angeordnet.
Jeder 2-3 Bürger Deutschlands hat dieses latente Schielen, meist wird es nur durch Zufall diagnostiziert.
Welche Begründung gibt Dein Augenarzt für die OP?
Gruß Natascha
Hallo Natascha,
Welche Begründung gibt Dein Augenarzt für die OP?
Er hat gemeint, falls ich mal oft Kopfschmerzen habe oder auch unter Lichtempfindlichkeit leide, sollte ich mal über eine OP nachdenken. Nachdem das aber nicht der Fall ist (höchstens ein bißchen lichtempfindlich - mir tränen in der hellen Mittagssonne leicht die Augen, aber mit einer Sonnenbrille ist das gut auszuhalten), glaube ich nicht, dass eine OP dringend nötig ist. Kopfschmerzen hab ich nicht öfter als andere Menschen auch.
Denkst du auch, dass ich die OP erstmal sein lassen kann?
Gruß, Annegret
Hallo zurück, Annegret!
Ja du solltest die Op sein lassen. Denn die von Dir geschilderten Beschwerden, haben Millionen (na gut etwas übertrieben) andere Menschen, wegen genau derselben Ursache.
Wenn es danach ginge, müßten sich die Kassen an dieser OP schon dummgezahlt haben. Nein Du kannst dann wieder darüber nachdenken, wenn Du ständig Kopfschmerzen, starke Lichtempfindlichkeit und evtl. Bindehautreizungen ( mit Bindehautentzündung & Co) hast.
Ansonsten laß die Sonnenbrille weiterhin auf Deiner Nase sitzen und freu Dich über den Sonnenschein.
Sonnige Grüße Natascha
Brille hatte ich nur bis zum 7 Lebensjahr.
Ich wurde einmal am linken und einmal am recheten auge operriert, das war so ca mit 4 jahren (Jetzt bin ich 23) . Jetzt ist es so das wenn ich mit einem auge schaue, dann fällt das andere nach Innen . Genauso ist es mit dem anderen Auge.
Wie ist das mit der Krankenkasse?? Wann bezahlen die und wann nicht. Bin bei der AOK
Hallo Christoph!
Die Krankenkasse zahlt diesen Eingriff IMMER. Denn die OP-Indikation (Notwendigkeit der OP), stellt der behandelnde Augenarzt. Wird „auch“ von der AOK gezahlt ( sag ich deswegen, weil es selbst bei den gesetzlichen Krankenkassen Unterschiede gibt, welche Leistungen gezahlt werden)
Liebe Grüße Natascha
Hallo Christoph!
Ich wurde einmal am linken und einmal am recheten auge
operriert, das war so ca mit 4 jahren (Jetzt bin ich 23) .
Hast Du von Geburt an geschielt, oder durch eine Erkrankung?
Jetzt ist es so das wenn ich mit einem auge schaue, dann fällt
das andere nach Innen . Genauso ist es mit dem anderen Auge.
Passiert das ständig, oder nur wenn Deine Augen überanstrengt sind? Seit wann ist das aufgetreten und hast Du dann Doppelbilder, oder siehst Du in dem Moment, auf dem schielnden Auge gar nichts?
Wenn Du die Fragen mit „ja“ beantworten kannst, wäre eine weitere Op möglicherweise doch hilfreich. Die OP-Techniken sind zwischenzeitlich weit ausgefeilter, als bei Deiner damaligen OP, falls Du die noch in schlechter Erinnerung hast.
Liebe Grüße Natascha
Hast Du von Geburt an geschielt?
Ja von Geburt an.
Passiert das ständig, oder nur wenn Deine Augen überanstrengt
sind?
Also mit dem Auge nach innen fallen ist immer wenn ich das Auge zum sehen wechsle. Aber wenn ich müde bin dann kommt es auch schon mal vor das eines auch so nach innen geht.
hast Du dann Doppelbilder, oder siehst Du in dem Moment, auf dem schielnden Auge gar nichts?
Also ich sehe keine Doppelbilder , ich kann mit beiden Augen schauen aber meistens schaue ich mit dem rechten und nur selten mit dem linken.
Die OP-Techniken
sind zwischenzeitlich weit ausgefeilter, als bei Deiner
damaligen OP, falls Du die noch in schlechter Erinnerung hast.
Das lange im Krankenaus liegen und die 2 Tage nichts sehen waren schlimm.
Am besten gehe ich mal zum Augenarzt und lasse mich mal untersuchen. Was muß ich beachten um die größtmögliche Sicherheit und Verbesserung der Augenstellung zu erreichen ??
Ich bedanke mich rechtherzlich für dein Fachwissen!!!
Hallo Christoph!
Also mit dem Auge nach innen fallen ist immer wenn ich das
Auge zum sehen wechsle.
Meinst Du damit: Du hältst Dir ein Auge zu, mit dem anderen siehst Du und dann wechselst Du das zugehaltene Auge (wie beim Sehtest, da wir ja auch abwechselnd das li. + re. Auge visusgetestet)? Ansonsten weiß ich nicht, was Du damit genau meinst.
Aber wenn ich müde bin dann kommt es
auch schon mal vor das eines auch so nach innen geht.
Hmmm ja, das sind die gängigen Anzeichen der visuellen Überanstrengung ( z.B lange lesen)
Also ich sehe keine Doppelbilder , ich kann mit beiden Augen
schauen aber meistens schaue ich mit dem rechten und nur
selten mit dem linken.
Rechts wird wohl Dein Visus (=Sehstärke) höher sein. Augen bewegen sich allerdings immer paarweise, d.h. Du schaust auch immer gleichzeitig mit beiden Augen. Wenn Du sagst, mit links siehst Du seltener:
Siehst Du links schlechter, ist das Dein „schielenderes“ Auge?
Das lange im Krankenaus liegen und die 2 Tage nichts sehen
waren schlimm.
Die Verweildauer im Krankenhaus wird ca 2 Tage sein, nach OP. Nichts sehen, wirst Du einen Tag lang auf dem operierten Auge. Das wird am OP-Tag sein. Früher hat man manchmal in „Radikalkuren“ beide Augen gleichzeitig operiert. Das wird schon sehr lange nicht mehr gemacht.
Am besten gehe ich mal zum Augenarzt und lasse mich mal
untersuchen.
Ja das ist bei Dir wirklich zu empfehlen! Gehst Du nicht regelmäßig zum Augenarzt? Ich meine bei Deiner Vorgeschichte,ist das sonst der Regelfall.
Was muß ich beachten um die größtmögliche
Sicherheit und Verbesserung der Augenstellung zu erreichen ??
Du mußt Dir einen guten Operateur suchen:smile:!!
Ich weiß zwar welche, darf sie hier öffentlich aber nicht beim Namen nennen, wegen Werbung. Das ist auch richtig so.
Im Ernst der Operateur ist das A und O. Nach OP solltest Du für ca. 6 Wochen, nicht schwer heben (durch die Anstrengung , steigt der Blutdruck, was zu einer höheren Durchblutung des Gewebes führt) und für ca 2 Wochen nicht lesen. Fernsehen ist erlaubt, weil das Auge dabei ruhiggestellt ist.
Desweiteren ist im, oder am Auge und Lid reiben verboten. Da gibt’s Haue auf die Finger!! Warum? Wegen der Entzündungsgefahr, die bei frischoperierten Gewebe, höher ist. Klar die Keime können viel leichter durch die Wundnähte eintreten.
Das „Sehtraining“ führt die Sehschule mit Dir durch. Bei Schielen von Geburt an, ist es meistens so, daß das stärker betroffene Auge, dem Gehirn Fehlinformationen gibt.Das stört das Gehirn, deswegen hat es eine kluge Taktik:
Es „schaltet“ sozusagen, die Bahnen über die die Fehlinformation läuft und den Ort, wo sie verarbeitet wird, ab.
Deswegen müssen viele, nach Op das „Sehen wieder lernen“.
Ich bedanke mich rechtherzlich für dein Fachwissen!!!
Das ist aber ganz lieb von Dir:smile:
Gruß
Natascha
So langsam bin ich mit meinem Wissen und meiner Vormulierungskunst am Ende. Ich habe das mal alles im Spiegel beobachdet und kann dir nur das erzählen was ich festgestellt habe.
Leider können Andere nur Witze darüber machen und nicht sachlich darüber reden. Mir ist es schon etwas unangenehm wenn ich mit einem Mädchen Blickkontakt aufnehmen will und muß dann wieder aus Angst sie könnte es sehen wegschauen.
Moin Christoph!
So langsam bin ich mit meinem Wissen und meiner
Vormulierungskunst am Ende.
Ohjeohje, will ich mal wieder alles ganz genau wissen… Ist eine dumme Angewohnheit von mir( mein ich ernsthaft).
Leider können Andere nur Witze darüber machen und nicht
sachlich darüber reden.
Das sind dann wohl Leute, die getrost mit bösen Namen tituliert werden können!!
Mir ist es schon etwas unangenehm wenn
ich mit einem Mädchen Blickkontakt aufnehmen will und muß dann
wieder aus Angst sie könnte es sehen wegschauen.
Das kann ich irgendwie verstehen! Geht sehr vielen Schielpatienten so.Aber wenn sie wegen dem Schielen weg sieht, dann wäre es eh vergeudete Liebsmüh gewesen.
Vielleicht denkt sie, sie hat einen Makel, wegen dem sie niemand will. Um DARÜBER weiter zu reden, müßten wir uns auf ein anderes Brett verziehen,denn das gehört so nicht hierher.
Hast Du Lust?
Sonst noch weitere medizinische Fragen?
Liebe Grüße Natascha