Jod und Schilddrüse

Hallo ihr Lieben,

ich frage nicht aus aktuellem Anlass sondern lese grad ein Buch:

In dem wird unter anderem auch die Zeit um die Tschernobyl-Katastrophe angerissen und dass es damals hieß:
Die SD würde das radioaktive Jod sehr gut speichern und viele Leute hätten damals Jodtabletten geschluckt um mit diesem normalem Jod die SD für das andere zu blockieren.

Leider bin ich in solchen Dingen nicht sehr versiert, aber vielleicht könnt ihr mir ja helfen?

Stimmt das und wie effektiv schätzt ihr das ein?
nutzt es überhaupt etwas, wenn sowieso der Rest des Körpers auch verstrahlt ist und die Zellen sowieso hin sind/die DNA geschädigt?

Vielen Dank schon mal!

Gruß
Sinderella

Hallo Sinderella,

theoretisch stimmt das mit der Schutzfunktion von stabilen Iod, ABER

  1. kann man sich mit zuviel Iod trefflich vergiften und 1986 waren nicht wenige wegen einer akuten Iodvergiftung in Behandlung

und

  1. macht Iod bei einer ernsthaften Verstrahlung den Kohl auch nicht mehr fett.

Gandalf

Für die Schilddrüse mag das ja was bringen, aber was nutzt das, wenn ich meine Schilddrüse „rette“ und dafür mein Knochenmark trotzdem im Eimer ist. Hier haben wir leider kein „gesundes“ Substrat, was das schädliche aus der Bindung mit dem Organ verdrängt, weil es hier ja nicht um ein Substrat geht, sondern um die direkte Schädigung von Zellen durch die Strahlung.

Gruß,

Claudia

Danke! (owtT)