Nervenwasseruntersuchung

Hallo Leute,

ich habe gehört, das soll nicht ganz ungefährlich sein, der Arzt sagte mir, es sei ungefährlich … Wer weiß was dazu? Wer hat entsprechende Erfahrungen?

Gruß

Rosi

Hallo Rosi,

habe so was selbst noch nicht mitgemacht, aber vielleicht hilft Dir dieser Link schon mal ein bißchen.

http://members.aon.at/possnigg/pages/angstund-fa.htm

Oder dieser:

http://www.muskl.de/MS_a/MS_b/Diag_3.html

Grüßle
Tanja

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Liquorgewinnung durch Lumbalpunktion
Hallo Rosi,

normalerweise handelt es sich um einen Routineeingriff.
Dort, wo im unteren Lendenbereich das sog. Rückenmark endet, schließt sich der Lumbalsack an, so ab dem 2. Lendenwirbelkörper (LWK). Hier befindet sich kein Rückenmark mehr, was die Sache recht gefahrlos macht, so dass man die Punktion zwischen dem 4.+ 5. LWK ansetzt. Wenn das in seltenen Fällen mechanisch mal nicht gelingt, dann geht man höher, zwischen 3.+ 4. LWK.

Der Eingriff kann in Seitenlage oder im Sitzen durchgeführt werden. Wichtig ist, dass sich der Patient stark nach vorne beugt, damit genügend Raum zwischen den LWK entsteht. Meistens wird vor der Punktion lokal ein Schmerzpflaster aufgelegt, damit der Einstich schmerzlos ist. Trotzdem wird man in der Regel während der Punktion z. B. mal das rechte oder linke Bein spüren, was nicht angenehm ist und was man natürlich dem Arzt mitteilen muss. Er wird auch mit dem Patienten im Gespräch bleiben und danach fragen, damit er die Führung der Kanüle danach ausrichten kann. Es kann auch ein Familienmitglied dabeisein, wenn das beruhigend ist und zu entspannen hilft.

Nur wegen der Vollständigkeit: Theoretisch könnte es wie bei jeder Manipulation von außen im sehr seltenen Fall zu einer Entzündung kommen.

Was aber häufig anschließend vorkommt, sind Kopfschmerzen.
Daher wird den Patienten geraten, im Anschluss an die Punktion, mehrere Stunden bis zu einem halben Tag, flach liegend zu verbringen, um dem vorzubeugen. Der Liquor wird zwar im Bereich des unteren Rückens entnommen, aber der Liquorspiegel sinkt natürlich oben im Hirnbereich, wenn man den Kopf aufrecht hält, ebenso lässt der Hirndruck vorübergehend leicht nach, was durch Flachliegen ausgeglichen werden kann, um Kopfschmerzen vorzubeugen.
Nicht vergessen, nach Schmerzmitteln zu fragen!

Mein Sohn erhielt vor 4 Jahren, mit 16 Jahren, innerhalb von 3 Monaten 5 Lumbalpunktionen. Sein Problem waren stets die Kopfschmerzen, die länger anhielten, (mehrere Tage) als man es normalerweise bei anderen Patienten gewohnt war, so dass das Pflegepersonal mutmaßte, dass der Erwartungsstress und starke Anspannung dafür mit verantwortlich waren. Es gab keine späteren Probleme.

Viele Grüße, Renate

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Danke für die Antworten. Ein wenig bange ist mir doch …

Gruß

Rosi

Hallo Rosi,

Wofür soll denn die Untersuchung gemacht werden?
Kontrastmittel wird doch nicht injiziert (eingespritzt) - oder?

Gruß
karin

Hallo Karin,

Wofür soll denn die Untersuchung gemacht werden?

… um vielleicht der Ursache einer bestimmten chron. Erkrankung auf die Spur zu kommen und eine evtl. Therapie machen zu können.

Kontrastmittel wird doch nicht injiziert (eingespritzt) -
oder?

…das weiß ich nicht

Gruß
Rosi

Hallo Rosi,

vor einigen Jahren habe ich zur Klärung eines Bandscheibenschadens, in einer Klinik eine Untersuchung über mich ergehen lassen müssen, bei der in den Rückenmarkskanal ein Kontrastmittel injiziert wurde (Myelografie).
Diese Untersuchung war sehr unangenehm und hat mir nach Wochen stärkste Kopfschmerzen eingebracht.
Mein Orthopäde meinte damals, dass diese Art der Untersuchung eigentlich nicht mehr üblich wäre.

Am Wichtigsten finde ich, dass eine gute Aufklärung vor der Untersuchung stattfinden muss - genaue Erklärung des Ablaufs und die Risiken und Vorteile müssen gegeneinander abgewogen werden.
Als mündiger Patient hat man das Recht auf Erklärungen und darauf, dem Arzt auch vermeintlich „dumme“ Fragen stellen zu können - es geht ja schliesslich um die eigene Gesundheit.

Gruß
karin

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