Re: AV-Reentry-Tachycardie - Herzkatheder
Hi Andrea,
bei der AV-Knoten-Reentry-Tachykardie wird zum einen eine Herzkatheteruntersuchung (Sonde von der Leiste durch ein großes Blutgefäß bis ins Herz) gemacht und dann eine Hochfrequenzkatheterablation. Man versucht damit die "Störorte" im Herz zu zerstören, damit es wieder zu einem normalen Herzrythmus kommt. Im Gegensatz zu einer "normalen" Herzkatheteruntersuchung werden nicht die Herzkranzgefäße untersucht und eventuell Eingstellen beseitigt. Die "Grundmethode" ist jedoch sehr ähnlich. Ein Herzkatheder ist mit keinen starken Schmerzen verbunden, da der Eingriff minimal invasiv ist. Ein großes Gefäß wird mit einer "Nadel" punktiert und durch diese Kanüle der Führungsdraht und die Sonde geschoben. Man bekommt in der Regel ein Beruhigungsmittel und ist bei der Untersuchung wach. Nach der Untersuchung muß das Gefäß in der Leiste "abgedrückt" werden, das kann etwas unangenehm sein. Man muß liegen bleiben, bis das Gefäß verschlossen ist, also kein Gang zur Toilette sondern alles über Bettschüssel. Zudem soll man viel trinken um das Kontrastmittel von der Untersuchung wieder auszuscheiden und muß daher noch häufiger auf die Schüssel.
Normale Herzkatheter werden mittlerweile auch ambulant durchgeführt, so daß man noch ma gleichen Tag nach Hause darf, bei dem Spezialfall weiß ich es nicht.
In der Regel sollten hinterher keine Medikamente mehr gegen die Rhytmusstörung nötig sein, da der Kreislauf der falschen Erregungen unterbrochen wurde. Hat den der Arzt nicht aufgeklärt? Sag Deiner Schwester sie soll es sich nochmal gründlich vom Arzt erklären lassen (das gehört dazu, sie unterschreibt das ja auch vor der Untersuchung). Der Arzt kann ihr auch sagen, wie häufig die Ablation nicht funktioniert und man hinterher doch noch Medikamente nehmen muß.
Gruß Julia