Bei meiner Schwester ist genau das schon vor einem Jahr festgestellt worden. In der letzten Zeit haben sich ihre „Anfälle“ aber deutlich vermehrt und sie hat jetzt die Möglichkeit mittles eines Herzkatheders behandelt zu werden.
Meine Frage: Wie genau läuft die Herzk.untersuchung ab, wie wird es für meine Schwester (schmerzhaft)? Und wie geht es nachher weiter? Muß man weiterhin Tabletten nehmen? (Bis jetzt nimmt sie Sotacor 80mg und die verträgt sie nicht wirklich gut)
Vielleicht hat jemand so eine Untersuchung ja auch schon selber über sich ergehen lassen und kann mir seine Erfahurngen schreiben.
Bei meiner Schwester ist genau das schon vor einem Jahr
festgestellt worden. In der letzten Zeit haben sich ihre
„Anfälle“ aber deutlich vermehrt und sie hat jetzt die
Möglichkeit mittles eines Herzkatheders behandelt zu werden.
Meine Frage: Wie genau läuft die Herzk.untersuchung ab, wie
wird es für meine Schwester (schmerzhaft)? Und wie geht es
nachher weiter? Muß man weiterhin Tabletten nehmen? (Bis jetzt
nimmt sie Sotacor 80mg und die verträgt sie nicht wirklich
gut)
Vielleicht hat jemand so eine Untersuchung ja auch schon
selber über sich ergehen lassen und kann mir seine Erfahurngen schreiben.
ich nicht, aber meine Mutter nach Infarkt. Zum einen wird das unter örtlicher Betäubung gemacht, außerdem wird Deine Schwester vermutlich eine Dosis jener Tropfen kriegen, nach deren Einnahme sie ruhig wird. Nach dem Eingriff musste meine Mutter 24 Stunden liegen, damit sich die Einstichwunde in der Leiste sicher schloss.
bei der AV-Knoten-Reentry-Tachykardie wird zum einen eine Herzkatheteruntersuchung (Sonde von der Leiste durch ein großes Blutgefäß bis ins Herz) gemacht und dann eine Hochfrequenzkatheterablation. Man versucht damit die „Störorte“ im Herz zu zerstören, damit es wieder zu einem normalen Herzrythmus kommt. Im Gegensatz zu einer „normalen“ Herzkatheteruntersuchung werden nicht die Herzkranzgefäße untersucht und eventuell Eingstellen beseitigt. Die „Grundmethode“ ist jedoch sehr ähnlich. Ein Herzkatheder ist mit keinen starken Schmerzen verbunden, da der Eingriff minimal invasiv ist. Ein großes Gefäß wird mit einer „Nadel“ punktiert und durch diese Kanüle der Führungsdraht und die Sonde geschoben. Man bekommt in der Regel ein Beruhigungsmittel und ist bei der Untersuchung wach. Nach der Untersuchung muß das Gefäß in der Leiste „abgedrückt“ werden, das kann etwas unangenehm sein. Man muß liegen bleiben, bis das Gefäß verschlossen ist, also kein Gang zur Toilette sondern alles über Bettschüssel. Zudem soll man viel trinken um das Kontrastmittel von der Untersuchung wieder auszuscheiden und muß daher noch häufiger auf die Schüssel.
Normale Herzkatheter werden mittlerweile auch ambulant durchgeführt, so daß man noch ma gleichen Tag nach Hause darf, bei dem Spezialfall weiß ich es nicht.
In der Regel sollten hinterher keine Medikamente mehr gegen die Rhytmusstörung nötig sein, da der Kreislauf der falschen Erregungen unterbrochen wurde. Hat den der Arzt nicht aufgeklärt? Sag Deiner Schwester sie soll es sich nochmal gründlich vom Arzt erklären lassen (das gehört dazu, sie unterschreibt das ja auch vor der Untersuchung). Der Arzt kann ihr auch sagen, wie häufig die Ablation nicht funktioniert und man hinterher doch noch Medikamente nehmen muß.
im letzten Jahr wurden bei mir zwei Herzkatheder-Untersuchungen vorgenommen. Du kannst Deine Schwester beruhigen, es ist keinesfalls schmerzhaft. Am unangenehmsten empfand ich die 24 Stunden Liegezeit und dass man nicht auf die Toilette gehen kann, sondern liegend aufs Töpfchen muss.
Für Deine Schwester alles Gute
Erika
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