Sonnencrémes

Hallo Kenner,

wenn ich Sonnencréme mit einem LSF von sagen wir 10 auftrage bedeutet dies, daß ich 10 mal länger als ohne der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein kann, bevor die Haut beginnt, Schaden zu nehmen. Wie aber verhält es sich mit dem Bräunen?

a)
Ist es für die Hautbräune das gleiche, wenn ich 30 Minuten ohne Sonnencréme sonnenbade wie fünf Stunden mit LSF 10? Oder…

b)
bedeutet die längere Sonnenbadedauer auch einen entsprechend höheren Bräunungsgrad?

Wenn b) zutrifft, warum werden dann überhaupt noch Sonnencrémes mit niedrigeren LSF angeboten?

Bin neugierig, was es damit nun auf sich hat.

Grüße sagt
Der R o b.

Hallo Rob

dieses müsste Deine Fragen beantworten:
http://www.dak.de/content/dakgesundleben/lichtschutz…

Viele Grüße
Utemaus

Leider nein.
Hallo Utemaus,

mich hat diese Frage auch brennend (!) interessiert. Leider aber konnte ich trotz ganz ganz besonders aufmerksamen Lensens des von Dir gelinkten Artikels keine Antwort finden. Der einzige im Sinne der Frage erhellende Satz ist: Durch den Lichtschutzfaktor in der Sonnencreme wird erreicht, daß ein Teil der Strahlen absorbiert wird und sie damit keine schädigende Wirkung an der Haut hervorrufen können. Sie können also länger in der Sonne bleiben.

Das sagt aber nicht das allergeringste darüber aus, inwiefern die verlängerte Zeit des gefahrlosen Sonnenbadens auch die Bräunungszeit bzw. -wirkung beeinflußt. Wo siehst Du aus dem Artikel die Frage beantwortet? Wo?!?

???

Ciao
Jay Kay

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Hallo Kay,

ich sehe das so:

a)
Ist es für die Hautbräune das gleiche, wenn ich 30 Minuten
ohne Sonnencréme sonnenbade wie fünf Stunden mit LSF 10?

Ja, das müsste es, denn "Durch den Lichtschutzfaktor in der Sonnencreme wird erreicht, daß ein Teil der Strahlen absorbiert wird und sie damit keine schädigende Wirkung an der Haut hervorrufen können. Sie können also länger in der Sonne bleiben.
Pigmentierungstyp I hat eine Eigenschutzzeit von 5 - 10 Minuten, Typ II 10 - 20 Minuten, Typ III 20 - 30 Minuten, Typ IV von 40 Minuten.

Es gibt Sonnencremes mit unterschiedlich starken Schutzfaktoren. Wählen Sie z.B. ein Präparat mit dem Lichtschutzfaktor 10, müssen Sie Ihre Eigenschutzzeit mit 10 multiplizieren. Profis ziehen von diesem Wert noch einmal ein Drittel ab - als Sicherheitsabstand, damit Sie garantiert nicht verbrennen.
Der Lichtschutzfaktor kann nur voll zur Wirkung kommen, wenn die Haut vor dem Auftragen gereinigt wurde. Das ist vor allem bei Kindern wichtig!
Er entfaltet seine Wirkung erst eine halbe Stunde nach dem Auftragen. Wenn Sie baden, sich abtrocknen oder ins Schwitzen kommen, ist erneut Sonnencreme zu benutzen."

b)
bedeutet die längere Sonnenbadedauer auch einen entsprechend
höheren Bräunungsgrad?

Nein, denn:

„Die Haut wehrt sich mit folgenden drei „körpereigenen“ Mitteln gegen die Sonnenstrahlen:
Mit dem Farbstoff Melanin, der sich schützend wie ein Sonnenschirm vor die gefährdeten Zellkerne der Zellen aus der Oberhautschicht legt.
Durch eine Verdickung der Hornschicht der Haut, die eine „Lichtschwiele“ aufbaut.
Darüber hinaus gibt es ein begrenzt wirksames Reparatursystem, das einen Zelldefekt beheben und bleibende Schäden zum teil verhindern kann.
Alle drei Systeme wirken jedoch nicht sofort, sondern nachdem die Sonne schon eine Weile auf den Körper eingewirkt hat.“

und genau dieser Satz ist die Antwort. Wenn ich länger in der Sonne liege, werde ich nicht brauner - sondern die Haut wird geschädigt. Die Bräune tritt ja nicht sofort nach dem Sonnenbaden auf, die Haut braucht eine Weile zum Reagieren. Wird sie zu stark bestrahlt, reagiert sie mit Sonnenbrand.

Oder ist es das immer noch nicht?

Viele Grüße
Utemaus

Hallo Utemaus,

Danke für Deine Antwort. Aber wie der andere schon schrob, ist weder auf der DAK-Site noch in Deiner zweiten Antwort meine Frage beantwortet, sorry…

Man könnte vielleicht vermuten, daß die Bräunungszeit äquivalent zum LSF steigt, da es ja heißt, daß „ein Teil der Strahen absorbiert wird“. Aber Du mußt Doch verstehen, daß das auch heißen könnte: Der schädliche Teil der Strahlen (überwiegend UV-B) wird entsprechend dem LSF Absorbiert, der Bräunungswirksame Teil (hauptsächlich UV-A) nicht.

Ich komme nicht ganz dahinter, wie Du in Bezug auf den DAK-Artikel meine b)-Frage verneinen kannst!? Oder habe ich da etwas überlesen?

Liebe Grüße sacht ;o)
Der R o b.

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Die Frage ist noch immer offen wie ein Scheunentor
Hallo Utemaus,

verstehe mich nicht falsch, ich finde es toll, wieviel mühe du dir machst und versuchst, die thematik zu erörtern. leider leider aber scheint rob die frage wohl ziemlich unverständlich geäußert zu haben. ich versuche es daher noch einmal:

man stelle sich vor, ich liege 20 minuten bei einer bestimmten sonneneinstrahlung in der sonne. am ende der zeit hat noch kein sonnenbrand angefangen sich auszubilden, ich bin also noch im grünen bereich. mein bräunungsergebnis sei x.

nun stelle man sich vor, ich hätte mich stattdessen mit lsf 10 eingecremt, die halbe stunde einwirkzeit abgewartet und mich dann 20 minuten bei gleicher intensität gesonnt. wie wäre mein bräunungsergebnis dann? auch wieder x, oder x/lsf (soll heißen x durch lsf geteilt) oder nur etwas weniger als x, weil vielleicht nur ein geringer teil der bräunungswirksamen uv-strahlen von der creme absorbiert wurden?

frech wie ich bin, nehme ich gleich vorweg: nein, das hast du in deinen artikeln wirklich nicht erörtert. hier zum beispiel…

und genau dieser Satz ist die Antwort. Wenn ich länger in der
Sonne liege, werde ich nicht brauner - sondern die Haut wird
geschädigt. Die Bräune tritt ja nicht sofort nach dem
Sonnenbaden auf, die Haut braucht eine Weile zum Reagieren.
Wird sie zu stark bestrahlt, reagiert sie mit Sonnenbrand.

dass der lsf dafür sorgt, dass man einen sonnenbrand erst nach entsprechend längerer sonnenexposition bekommt ist ja nun hinlänglich bekannt. aber woraus entnimmst du die alles entscheidende information, dass die für die bräunung verantwortlichen uv-strahlen dieselben sind, die auch den sonnenbrand verursachen???

in dem dak-artikel wird doch auch auf die unterschiedlichen uv-arten (a und b) hingewiesen. und wenn der lsf tatsächlich sonnenbrandgefahr und bräunungswirkung gleichermaßen herabsetzt, warum tragen dann menschen, die zur bräunung an den strand gehen, überhaupt sonnencreme auf, anstatt sich einfach weniger lang in die sonne zu legen und die gesparte zeit sinnvoller zu verbringen?

falls ich mich noch immer nicht verständlich machen konnte oder (@ rob:smile: falls ich die frage selbst falsch verstanden habe, mailt mich ruhig an. ich habe meine freundin mal zu diesem postings gefragt und sie meinte, ich hätte wohl zuerst ziemlich ruppig geschrieben. tut mir leid utemaus, war nicht so gemeint (*knuddel*), aber sie konnte meinen gedankengang nachvollziehen und befand die frage ebenfalls als noch unbehandelt.

liebe grüße von
jay kay (& sarah)

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Hallo jay kay (& sarah)

ich habe das nicht als ruppig empfunden :smile:)

Ich probiers noch mal.

man stelle sich vor, ich liege 20 minuten bei einer bestimmten
sonneneinstrahlung in der sonne. am ende der zeit hat noch
kein sonnenbrand angefangen sich auszubilden, ich bin also
noch im grünen bereich. mein bräunungsergebnis sei x.

nun stelle man sich vor, ich hätte mich stattdessen mit lsf 10
eingecremt, die halbe stunde einwirkzeit abgewartet und mich
dann 20 minuten bei gleicher intensität gesonnt. wie wäre mein
bräunungsergebnis dann? auch wieder x, oder x/lsf (soll heißen
x durch lsf geteilt) oder nur etwas weniger als x, weil
vielleicht nur ein geringer teil der bräunungswirksamen
uv-strahlen von der creme absorbiert wurden?

Der Lichtschutzfaktor in einer Sonnencreme sorgt dafür, dass die Haut vor den UV-Strahlen geschützt werden, die die Haut einerseits zum braun werden veranlassen, andererseits die Haut aber schädigen können, wenn sie zu lange auf sie einwirken.

Mit einem hohen Lichtschutzfaktor kann ich also länger in der Sonne bleiben als ohne, weil ich vor den UV-Strahlen geschützt bin. D.H. aber auch - je höher der Lichtschutzfaktor umso weniger werde ich in der Zeit braun.

Die Bräunung müsste x/lsf sein.

Zu der Frage, welche Strahlung Sonnenbrand hervorruft:

http://www.sunallergy-doc.com/Sonnenschutz%20Info.htm

"UV-Strahlen und ihre Wirkung

Sonnenlicht enthält ein breites Strahlungsspektrum unterschiedlicher Wellenlänge. Das sichtbare Licht hat eine Wellenlänge zwischen 800 nm (rot) bis 400 nm (violett), dabei sind nm sogenannte Nanometer. Ein Nanometer entspricht 10-9 Meter, also 1 Milliardelster Meter. Die Wellenlängen des Ultravioletten (UV), also des Jenseite der Violetten Strahlung gelegenen Spektrums reicht von 400 bis 100 nm. Je kleiner die Zahl, desto kurzwelliger die Strahlung. Wegen der unterschiedlichen Wirkungen verschiedener UV-Strahlen auf Lebewesen hat man verschieden UV-Bereiche festgelegt :

UV-A 400-315 nm bewirkt Hautbräunung
UV-B 315-280 nm bewirkt Sonnenbrand
UV-C 280-100 nm würde noch schwerere Hautschäden als UV-B anrichten, wird aber normalerweise von der Ozonschicht absorbiert und erreicht den Erdboden nicht.
Die UV-Einstrahlung ist je nach geografischer Lage eines Landes sehr unterschiedlich. So ist beispielsweise auf den Kanarischen Inseln die Intensität im August 3-4 mal so stark als zur selben Zeit in Europa. "

in dem dak-artikel wird doch auch auf die unterschiedlichen
uv-arten (a und b) hingewiesen. und wenn der lsf tatsächlich
sonnenbrandgefahr und bräunungswirkung gleichermaßen
herabsetzt, warum tragen dann menschen, die zur bräunung an
den strand gehen, überhaupt sonnencreme auf, anstatt sich
einfach weniger lang in die sonne zu legen und die gesparte
zeit sinnvoller zu verbringen?

Das musst Du die Leute selber fragen :smile:). Ich glaube nicht, dass die Leute nur in die Sonne fahren um braun zu werden. Das könnten sie daheim im Solarium billiger haben.

Wenn ich dich nun wieder falsch verstanden habe - muss ich es aufgeben.

Viele Grüße
Utemaus

Hallo Utemaus,

da hier offenbar der lebendigere Thread ist, hake ich hier noch einmal nach. Und: Du mußt nicht aufgeben, denn mit Deinem letzten Artikel hast Du nun doch noch eine Punktlandung hinbekommen ;o)

Der Lichtschutzfaktor in einer Sonnencreme sorgt dafür, dass
die Haut vor den UV-Strahlen geschützt werden, die die Haut
einerseits zum braun werden veranlassen, andererseits die Haut
aber schädigen können, wenn sie zu lange auf sie einwirken.

Mit einem hohen Lichtschutzfaktor kann ich also länger in der
Sonne bleiben als ohne, weil ich vor den UV-Strahlen geschützt
bin. D.H. aber auch - je höher der Lichtschutzfaktor umso
weniger werde ich in der Zeit braun.

Die Bräunung müsste x/lsf sein.

Das hatte ich gemeint, damit wäre meine ursprüngliche Frage fast beantwortet. Wenngleich ich nun noch gerne wüßte, woher man das weiß.

UV-A 400-315 nm bewirkt Hautbräunung
UV-B 315-280 nm bewirkt Sonnenbrand
UV-C 280-100 nm würde noch schwerere Hautschäden als UV-B
anrichten, wird aber normalerweise von der Ozonschicht
absorbiert und erreicht den Erdboden nicht.

Wenn ich Dich also recht verstehe ist es offenbar nicht möglich, eine bezahlbare Sonnencréme zu entwickeln, die lediglich UV-B und ggf. UV-C absorbiert. Denn dann könnte man ja bei LSF-bedingt längerer Sonnenbadedauer auch eine weit bessere Bräunungswirkung erzielen, gell?

Liebe Grüße vom
R o b.

Hallo R o b.

Wenngleich ich nun noch gerne wüßte, woher

man das weiß.

Ich gehe davon aus, dass man die Häufung von Hautkrebs über einen Zeitraum beobachtet und mit der Intensität der UV Strahlung verglichen hat. Paradebeispiel dürfte Australien sein. Im Zusammenhang mit dem dortigen Ozonloch(natürlicher UV-Filter ist geschwächt) hat man eine Häufung von Hautkrebs beobachtet. Ebenso ergab sich einen Notwendigkeit der Untersuchung im Zusammenhang mit Solarien.

Inzwischen sind bei den Solarien die schädlichen UV-Strahlen nicht mehr vorhanden oder stark herabgesetzt. Trotzdem ist es nicht ratsam, sich stundenlang zu sonnen. Das liegt eben daran, dass die Haut nicht so schnell auf die Strahlen reagieren kann. Ohne den natürlichen Hautschutz (Bräune) kommt es eben zu Verbrennungen (Sonnenbrand). Deshalb ist es auch nicht möglich durch längeres Sonnebaden bz. Solarienbesuch einen intensiveren Braunton zu erreichen.
Genaue Werte UV-Einwirkungsdauer im Verhältnis zum Bräunungsgrag sind deshalb schon nicht zu ermitteln, weil die unterschiedlichen Hauttypen anders reagieren und eine Bräunung auch abhängig von der Ernährung ist. Eine höhere Karotinzufuhr erhöht die Bräunungsintensität.
Das ist allgemein bekannt.

Viele Grüße
Utemaus