Was und wo genau ist die Nebenhöle?

Salü

Mein Arzt hat mir gesagt dass ich eine Nebenhölenentzündung habe!
Er hat mir nur kurz gezeigt wo das im Gesicht liegt! Jetzt möchte ich gern wissen wo genau die Nebenhölen liegen und ob dass eine schlimme entzündung ist oder werden kann?

Den Arzt möchte ich nicht fragen, weill es nicht mein Hausarzt ist und er mir ziemlich unsympatisch ist!

Danke und schöne Grüsse von
Stifi

Ja Kchrüezi,
Es gibt verschiedene Nebenhöhlen.
Im Oberkiefer (der größte Teil des Oberkiefers ist hohl) direkt unter den Augenhöhlen, im Stirnbein, also direkt zwischen den Augen in der Stirn, zwischen den Augen und hinter der Nasenhöhle.
Schau Dir auch mal dieses Foto an:
http://rad.usuhs.mil/rad/iong/head/hn011.jpg
da sieht man zwischen den Augen so komische Wolken, das sin die Stirnhöhlen auch unter den Augenhöhlen kann man die dunklen Oberkieferhöhlen entdecken.
Nebenhöhlen sind mit Nasenschleimhaut ausgekleidet und haben Verbindung zur Nasenhöhle. Sind sie entzündet, schwillt die Schleimhaut und der ganze Rotz staut sich (-> Druckgefühl).
Das ist meist banal. Dauert eine Nebenhöhlenentzündung länger als 3 - 4 Tage, sollte man ein Nasenspray benutzen, das die Schleimhaut abschwillt und das aufgestaute Sekret abfliessen lässt (inkl. Bakterien, Viren).
Komplikationen gibt es selten.
Man weiß noch nicht so 100%ig, wozu sie gut sind, auf jeden Fall sind sie resonanzkörper für die Stimme und sparen Gewicht.
Chris

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Nase voll?
Nasennebenhöhlen
Abk. NNH, Sinus paranasales
vier meist luftgefüllte Knochenhöhlen des Gesichtsschädels, die in die Nasenhöhle münden . Sie sind mit Schleimhaut ausgekleidet, vermindern das Gewicht des Schädels und dienen v.a. als Resonanzraum für die Stimmbildung. Die paarige Kieferhöhle (Oberkieferhöhle, Sinus maxillaris) befindet sich unterhalb der Augenhöhle, sie ist die größte N. und stets luftgefüllt. Ihr Boden ist stellenweise nur durch millimeterdicken Knochen von den Wurzeln der Backen- und Mahlzähne des Oberkiefers getrennt. Die Siebbeinhöhle (Sinus ethmoidalis, Labyrinthus ethmoidalis) ist ein Hohlraumsystem zwischen Augenhöhle und Nasenhöhle, das aus untereinander verbundenen kleineren Hohlräumen, den Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales), besteht. Die beiden anderen paarigen N. sind die Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis), die fast den ganzen Keilbeinkörper ausfüllt, und die nahezu dreieckige, in den mittleren Nasengang mündende Stirnhöhle (Sinus frontalis).
Nasennebenhöhlenentzündung
in die Nasennebenhöhlen fortgeleitete Nasenschleimhautentzündung (Rhinitis). Unterschieden werden die Entzündung der Kieferhöhle (Sinusitis maxillaris), der Siebbeinzellen (Sinusitis ethmoidalis), der Stirnhöhle (Sinusitis frontalis) und der Keilbeinhöhle (Sinusitis sphenoidalis), die gleichzeitige Entzündung aller Nasennebenhöhlen (Pansinusitis) sowie die akute und die chronischen N. Eine Sonderform ist die Aerosinusitis (Barotrauma).
Akute N.
Die plötzlich auftretende N. folgt meist einem Schnupfen, manchmal auch einer von den Zähnen ausgehenden Entzündung. Die vermehrt gebildeten Sekrete verlegen die Nase; daneben kommt es zum Auftreten von z.T. starken Kopfschmerzen, die bei der Stirnhöhlenentzündung typischerweise beim Bücken zunehmen. Nasenspiegelung, Ultraschalluntersuchung und Röntgenaufnahmen sichern die Diagnose. Abschwellende Nasentropfen verbessern den Abfluss von Sekreten, ebenso Wärmebestrahlungen und Inhalationen. Zusätzlich werden oft Schmerzmittel verordnet. Manchmal muss ein Antibiotikum eingesetzt werden. Bei schweren Verläufen wird die betreffende Nasennebenhöhle operativ eröffnet und gespült.
Chronische N.
Die länger andauernde N. geht aus einer nicht vollständig abgeheilten akuten N. hervor. Meist sind die Siebbeinzellen oder die Kieferhöhle betroffen. Unterschieden wird die eitrige Form von der polypösen, mit Schleimhautwucherungen einhergehenden Form (Nasenpolypen). Die Schmerzen sind meist geringer als bei der akuten N. Bei der eitrigen Verlaufsform werden Spülungen mit wässrigen Antibiotikalösungen durchgeführt. Die Schleimhautwucherungen müssen oft operativ entfernt werden.
Ein Übergreifen der Entzündung auf andere Schädelabschnitte, Knochen oder Weichteile, insbesondere die Augenhöhle ist möglich.