Hormone und Kopfschmerzen/Migräne

Hallo,

ich habe seit mehr als 20 Jahren Kopfschmerzen/Migräne. Es gibt eine Verbindung zwischen Hormonen und diesen Schmerzattacken, wie ich anhand meines Kopfschmerztagebuches feststellte.
Die Ärzte schaffen es nicht, das in den Griff zu bekommen.
Verordnete Medikamente von Schmerzärztin (Amytriptilin o.ä.) und Frauenärztin (Hormone, Pille durchgehend) führten zur ständigen Gewichtszunahme.

Diese Mittel setzte ich ab.

Die Schmerzen kommen i.d.R. alle 2 Wochen in dieser absolut heftigen Form: Eisprung, Periode.

Wer kann mir weiterhelfen?

Susanne

hallo susanne

kommt mir bekannt vor .nehme seit einem halben jahr wieder hormone,seit dem hab ich wieder starke kopfschmerzen/migräne.davor hab ich ein jahr ausgesetzt,weil es mir nicht gut ging : migräne , gewichtzunahme , gereitztheit.also alles wieder beim alten.
daher suche ich auch alternativen um meine erw.-akne zu bekämpfen,die ich ohne hormone hätte

alles gute
ökotante

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Hallo,
es gibt heute eine These, daß Migräne bei Menschen mit entsprechender Veranlagung durch Schwankungen im Serotoninhaushalt ensteht (Serotonin ist ein Botenstoff im Gehirn). Hormonschwankungen, wie sie beim Zyklus auftreten verursachen solche Schwankungen. Stoß die Ärzte doch mal in diese Richtung an. Ein harmloser Selbstversuch wäre es in den Tagen, wo das Risiko eines Migräne Anfalls besonders hoch erscheint, vermehrt Kohlenhydrate (Nudeln etc.) zu essen, ggf. L-Tryptophan (rezeptfrei in der Apotheke, L-Tryptophan ist eine Vorstufe von Serotonin) einzunehmen, Alkhohol & Zigaretten zu meiden und prinzipiell auf ausreichende Versorgung von essentiellen Fettsäuren (insbesondere Omega-3) und Vitamin-/Mineralstoffen zu achten. Alternative Behandlungsmöglichkeit wäre die Gabe von SSRI (Antidepressiva, die den Serotonin Pegel konstant hoch halten). Oder der Umstieg auf eine Pille, die einen höheren Anteil an androgen wirkenden Gestagenen enthält - damit würde vermutlich das Problem der Gewichtszunahme entfallen.

Gruss
Enno

hallo susanne,

ich habe auch schon seit jahren pünktlich zu meiner regel starke kopfschmerzen bis zum erbrechen (inkl. alles was noch zur regel dazugehört). auch freundinnen und meine schwester leiden mehr oder weniger vor ihrer regel an starken kopfschmerzen. habe selbst die erfahrung gemacht, dass die ärzte es als hinnehmbares „frauenleiden“ darstellen. ausser schmerzmittel haben die nicht viel zu bieten.
habe es auch mit ernährungsumstellung probiert, hat aber nicht viel geholfen. durch das absetzen der pille, hat sich das alles noch verstärkt.
als letztes mittel habe ich es jetzt mit homöopathie versucht.
bin zwar erst am anfang, aber die kopfschmerzen sind schon wesentlich schwächer geworden (der rest leider noch nicht). kann nur für mich sprechen, aber wäre vielleicht mal ein versuch wert.
falls noch ein paar leidensgenossinnen gute und hilfreiche tipps parat haben, wäre ich sehr daran interessiert.
gruß, renata

Hallo Susanne,

ein Zusammenhang der Migräne mit Östrogenen (Pille) wird schon seit Jahren vermutet - und wie du in deinem Kopfschmerztagbuch auch festgestellt hast für dich zumindest auch bestätigt. Ich habe festgestellt, dass die Migräneanfälle unter Pilleneinnahme häufiger und heftiger ablaufen. Ca. 3 Monate nach dem Absetzen ist das allerdings besser geworden.
Zur Anfallsbehandlung bekomme ich „AscoTop“ - ein Triptan, das zentral wirkt und nicht nur die Schmerzen sondern auch die Nebenerscheinungen (Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit…) abschwächt. Bei kleineren Anfällen reicht auch Ibuprofen 400 (am besten „Dolormin“, weil das wirklich schneller wirkt als andere Marken).
Generell solltest du auf hormonelle Verhütung verzichten, da Migränepatienten ein höheres Schlaganfallrisiko haben (3 x höher als „normale“ Menschen). Dieses Risiko wird durch die Einnahme von Östrogenen noch erhöht.

Viele Grüße und gute Besserung!

aureel

Hallo Susanne!

Bei mir waren - neben ein paar anderen - die 7 Tage Pillenpause auch ein sicherer Migräneauslöser.

Zuerst verschrieb mir mein Frauenarzt ein Hormonpflaster, damit während der Pause der Hormonspiegel nicht so absinkt, das hat aber nichts gebracht.

Dann meinte er, ich solle einfach keine Pause mehr machen. Das war die Lösung! :o)
Ich mache nun seit ca. anderthalb Jahren nur noch Pause, wenn ich „Zeit“ habe, mich mal 3 Tage ins Bett zu legen (vielleicht 2x pro Jahr).

Dadurch ist mein Gesamtzustand viel stabiler geworden, und die Migräne hat sich auf ein Minimum reduziert.

Vielleicht bringt es ja aber schon etwas, das Präparat zu wechseln. Nicht jede Frau verträgt jede Pille.

Wünsche auf jeden Fall gute Besserung!

Liebe Grüße
Silke

Hallo Susanne,

wenn es wirklich Migräne ist, soll Haschisch die Lösung sein. In den USA denkt man gerade über die Zulassung bei Migräne nach. Im Allgemeinen wissen Ärzte über diese positive Wirkung Bescheid. Bei Google findest du dazu sicher Informationen.
Du müsstest allerdings jedesmal nach Holland fahren, wenn du Migräne hast, weil dir das hier (als wirksames Arzneimittel) vorenthalten wird. Die zulässigen Dinge wie Bier, Wein und Schnaps haben dagegen ein höheres Abhängigkeitspotential und helfen leider nicht bei Migräne.

Gruß
Tilo

Hallo Enno,
Danke für deine ideen.
Ich kenne bei mir das problem mit serotonin, histamin und tyramin nachdem bei mir auch noch vor ca. 3 j. (nach anti-
biotikum) neurodermitis ausbrach. In der literatur fand ich hinweise, daß kopfschmerz+migäne auch durch diese 3 stoffe verursacht werden kann bei neurodermitikern. So kann es sein, daß neben hormonen auch noch die neurodermitis ihren anteil dazu beiträgt, daß schmerzen stärker sind. Das geht dann 1 x im monat so weit, daß schmerzmittel nicht mehr helfen können.
Ich frage also meine ärztin mal nach l-tryptophan-produkten.
gruß
Susanne

PS: danke für die anderen beiträge.

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