Heilfasten

Von: , Frage gestellt am So, 2. Apr 2000

Hallo,habe mich am Samstag von einem Artikel in der "WAZ" über Heilfasten anstecken lassen und mich sponntan dazu entschlossen, 7 Tage nichts zu Essen (aber viel Wasser zu trinken).
Vorhin sagten mir Freunde Heilfasten beginnt mit Abführmittel.
Ich dachte, dass der Darm sich ohne Essenszufuhr von selbst entleert und durch die erhöhte Wasseraufnahme praktisch von innen ausgespült wird (über kurz oder lang.

Also: Abführmittel gut oder schlecht?

Danke für die Antworten

Peter

8 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Minuten hilfreich
    Re: Heilfasten

    Vorhin sagten mir Freunde Heilfasten
    beginnt mit Abführmittel.
    Ich dachte, dass der Darm sich ohne
    Essenszufuhr von selbst entleert und
    durch die erhöhte Wasseraufnahme
    praktisch von innen ausgespült wird (über
    kurz oder lang.
    Habe selbst noch nie gefastet, weiss aber dass meine Mutter auch abführt, wenn sie es tut. Am besten mit Glaubersalz durchspülen. Schmeckt scheußlich!

    Ciao
    Kaj

  2. Antwort von nach 14 Minuten hilfreich
    Re: Heilfasten

    Du solltest unbedingt am 1. Tag und dann alle 2 Tage während des Fastens abführen. Allerdings sollst/darfst du keine organische sondern nur mineralische Abführmittel verwenden. Der Klassiker ist Glaubersalz vulgo Bittersalz. Das ist aber sehr grauslich. Angeblich gibts auch besser schmeckende Präparate aus der Apotheke (F/X Passagepulver). Die Apotheken in meiner Nähe kennen das oder sowas ähnliches aber nicht.

  3. Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
    Re: Heilfasten

    hallo peter,

    nichts gegen deine spontaneität ich mag spontane menschen, aber ein heilfasten sollte gut geplant und vorbereitet sein. allem voran sollte eine ärztliche untersuchung stehen, denn nicht für jeden menschen ist fasten auch wirklich heilsam. dann solltest du dich ausführlich darüber informieren, denn heilfasten bedeutet nicht einfach nur "nichts-essen".
    abgeführt wird mit glaubersalz, einlauf o.ä. und nicht mit abführmitteln. du willst doch deinen darm sanieren und nicht ruinieren!)
    während der fastenzeit solltst du dir urlaub nehmen, termine absagen und dir und deinem körper viel gutes tun z.b. ein gutes buch lesen, duftbäder usw.
    übrigens: das hungergefühl lässt erst dann nach wenn der darm so gut wie leer ist, und das dauert schon mehrere tage. danach war es für mich kein problem mehr (ich habe 4 wochen- mit regelmässigen ärztl. besuchen- gefastet.

    also, informier dich besser noch mal richtig, kauf dir am besten ein buch darüber. wenn du dann richtig mit der materie vertraut bist wünsche ich dir eine schöne fastenzeit, in der du dich sauwohl fühlst.

    lea [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Heilfasten

      Mahlzeit,

      Tag drei, und ich verspürt überhaupt kein Hungergefühl.
      Da ich sportlich durchtrainiert bin kann ich mir den Arzt sparen (denke ich).
      Ich fühl mich jetzt schon sau wohl, da ich zwangsläufig nicht so intensiv an das Essen denke. Gestern habe ich auch 40 Minuten trainiert, um zu sehen, wie der Körper reagiert. Die Erfahrung ist bis jetzt positiv und ich hoffe, dass noch ein paar Tage fasten drinn sind.
      4 Wochen werde ich wohl nicht schaffen (und auch wollen).

      Aber meine Frage ist leider immer noch nicht richtig beantwortet worden:

      Entleert sich der Darm denn selbstständig oder ist Glaubersalz nur für eine schnellere entleerung zuständig?

      Bis dann

      Peter [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
        Re^3: Heilfasten

        hi peter,

        schön, dass es dir beim fasten so gut geht, ist ja auch u.a. sinn und zweck der ganzen aktion.
        nun nochmal zu deiner frage: soweit mir bekannt ist, dient das glaubersalz wirklich nur zur schnellen entleerung des darms. es soll wohl ca. 3 wochen dauern bis sich der darm ohne hilfe vollständig entleert hat.

        viel spass noch,
        lea

  4. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Heilfasten

    entschlossen, 7 Tage nichts zu Essen
    (aber viel Wasser zu trinken).
    Vorhin sagten mir Freunde Heilfasten
    beginnt mit Abführmittel.
    Also: Abführmittel gut oder schlecht?
    Peter
    H
    "Heil"-Fasten ist ein toller Marketingbegriff. Nicht mehr! Was soll denn geheilt werden? Bitte nicht mit "Schlacken" kommen, die angeblich nach dem Winter ausgeschieden werden sollen! Natürlich ist es in den meisten Fällen unschädlich, 1Woche auf Essen zu verzichten bei genügender Zufuhr von Flüssigkeit. Was dabei Abführmittel (auch mineralische) oder gar Einläufe sollen, ist das große Geheimnis, außer daß Wasser und wichtige Salze verloren gehen. Reichliche Zufuhr von schlackenreicher Kost (Gemüse, Salat, Obst usw.)über längere Zeit (besser dauernd) tut dem Darm sicher besser. Fasten zur Gewichtsabnahme ist mit Sicherheit der falsche Weg, aber darum geht es hier wohl nicht.
    Rüdiger Dierkesmann

    • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
      Re^2: Heilfasten

      hallo rüdiger,

      für mich war das heilfasten immer eine positive erfahrung: ich habe mich in dieser zeit sowohl körperlich, als auch psychisch sauwohl gefühlt, da ich in diesen wochen nur das getan habe was mir gut tut und allen stress von mir fern gehalten habe. es ist im prinzip wie ein auftanken, dass für mich sehr "heil"sam war. ich denke, dass dieses wohlfühlen die grundlage für die allgemeine gesundheit ist. da heutzutage ein grossteil aller erkrankungen psychsomatisch bedingt sind, ist es doch völlig o.k., wenn mit solchen alternativen methoden präventiv etwas getan werden kann. natürlich muss verantwortungsbewusst damit umgegangen werden und im zweifelsfall einen arzt zu rate gezogen werden.
      ich habe den eindruck, dass du als mediziner diese alternativen heilmethoden ablehnst und das finde ich sehr schade.
      sicherlich ist es auch wesentlich einfacher ein passende pille z.b. für kopfschmerzen aufzuschreiben, als sich zeitintensiv mit dem patienten darüber auseinanderzusetzen,woran es liegen könnte,dass er kopfschmerzen hat.
      nimm das jetzt bitte nicht persönlich, ich kenne deine behandlungsmethoden nicht. das sind nur meine erfahrungen der letzten jahre mit ärzten.

      lea



      "Heil"-Fasten ist ein toller
      Marketingbegriff. Nicht mehr! Was soll
      denn geheilt werden? Bitte nicht mit
      "Schlacken" kommen, die angeblich nach
      dem Winter ausgeschieden werden sollen!
      Natürlich ist es in den meisten Fällen
      unschädlich, 1Woche auf Essen zu
      verzichten bei genügender Zufuhr von
      Flüssigkeit. Was dabei Abführmittel
      (auch mineralische) oder gar Einläufe
      sollen, ist das große Geheimnis, außer
      daß Wasser und wichtige Salze verloren
      gehen. Reichliche Zufuhr von
      schlackenreicher Kost (Gemüse, Salat,
      Obst usw.)über längere Zeit (besser
      dauernd) tut dem Darm sicher besser.
      Fasten zur Gewichtsabnahme ist mit
      Sicherheit der falsche Weg, aber darum
      geht es hier wohl nicht.
      Rüdiger Dierkesmann

      • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
        Re^3: Heilfasten

        hallo rüdiger,

        psychisch sauwohl gefühlt, da ich in
        diesen wochen nur das getan habe was mir
        gut tut und allen stress von mir fern
        gehalten habe. es ist im prinzip wie ein
        auftanken, dass für mich sehr "heil"sam
        war.
        Recht hast Du! Du hast Dir offensichtlich ein Stück Freiheit "genommen". Das sog. Heilfasten war wohl nur Anlaß hierfür. da heutzutage ein grossteil aller :erkrankungen psychsomatisch bedingt sind,..
        Laß mich erklären. Die Idee "Psychosomatik" geht auf das duale Menschenbild (ein Modell) des griechischen Altertums zurück, wodurch Psyche und Körper künstlich getrennt werden. "Heutzutage" werden für immer mehr klassische "psychsomatische" Erkrankungen (man wußte es eben nicht besser) konkrete Ursachen gefunden. Beispiele: Magengeschwüre, Colitis ulcerosa, bestimmte Gefäßerkrankungen. Und das ist erst der Anfang mit der Konsequenz gezielter Prävention und sehr erfolgreicher Therapie. ich habe den eindruck, dass du als
        mediziner diese alternativen heilmethoden
        ablehnst
        Jede Heilmethode muß sich der Anforderung wissenschaftlichen "Wirkungsnachweises" stellen. Hierzu reicht es völlig aus, bei einer ausreichenden (!!) Zahl von "Patienten" objektiv Besserung oder gar Heilung nachzuweisen, falls andere Nachweise (noch?) versagen. Es reicht also nicht aus, daß irgendjemand auf irgendeine Methode schwört. In der Schulmedizin (gräßlicher Begriff) und bei sog. alternativen Behandlungen kennen wir einen häufig hohen Prozentsatz von "Placebo"-Effekten, was heißt, Besserung, die nicht auf die Pille oder eine andere Methode zurückgehen, sondern weil der Patient an die Methode "glaubt". Die "Droge" Arzt ("er nimmt sich viel Zeit") spielt dabei eine große Rolle.
        Bleib gesund!
        Rüdiger Dierkesmann

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