länger andauernde Bewusstlosigkeitsanfälle

Hallo!

Zuerst das Problem: Ich hatte zweimal im Urlaub in südlichen Ländern länger andauernde Ohnmachts- bzw. Krampfanfälle aus dem Schlaf heraus. Das erste Mal war ich mit einer Jugendgruppe im Süden Frankreichs im Sommer zelten und plötzlich konnte man mich an einem Morgen nicht wecken. Man versuchte es längere Zeit, irgendwann machte ich zwar kurzzeitig die Augen auf, reagierte allerdings völlig inadäquat auf Fragen (z.B. auf die Frage, wie ich heiße, antwortete ich „Ja“). Insgesamt dauerte der Anfall ca. 2 Stunden und ich hatte danach eine völlig zerbissene Zunge, bei mehreren Untersuchungen auf Epilepsie konnte jedoch gar nichts festgestellt werden. Ähnlich lief es dann in einem Dreivierteljahr in Italien ab, nur dass dort der Anfall „nur“ 45 min gedauert hatte und man mich in der Zeit mehr oder weniger in Ruhe gelassen hatte. Jedes Mal war meine Zunge stark zerbissen, sodass ich kaum sprechen konnte, ich war den restlichen Tag über extrem müde und jedes Mal war das genau der Tag, an dem meine Menstruation anfing. Na ja, und wie gesagt, beide Male waren es südliche Länder. Hier in Deutschland wurde weder bei einer EEG-Untersuchung noch bei der MRT etwas festgestellt. Auch ein EKG und eine Blutabnahme bei meiner Hausärztin sowie eine Urinprobe zeigten nichts Ungewöhnliches.

Nun habe ich mir doch so einige Gedanken zu dem Thema gemacht, denn mittlerweile frage ich mich, ob ich überhaupt noch in südliche Länder reisen sollte. Im Sommer habe ich mich in ein Fitnessstudio eingeschrieben und ein paar Termine mit einem Trainer gehabt. Jedes Mal hat er meinen Blutdruck gemessen und meinte, der sei etwas zu niedrig. Demgegenüber ist mein Puls recht hoch. Der Trainer meinte, die Anfälle könnten mit einem zu niedrigen Blutdruck zusammenhängen, allerdings ist es bei mir ja nun nicht SO stark ausgeprägt, dass ich gleich bei jeder Kleinigkeit bewusstlos werden würde (ok, wenn ich ein etwas zu warmes Bad nehme, dann bin ich manchmal schon nah dran).

Angeregt durch Peter72’s Beitrag zu meiner Anfrage wegen Infektionen im Mundwinkel habe ich jetzt im Netz etwas zum Eisenmangel recherchiert und überlegt, ob ich das irgendwie auch damit verbinden könnte. Mir ist aufgefallen, dass ich schon einige Symptome davon habe (z.B., dass ich wirklich ständig latent erkältet bin und eine Behandlung wegen Sinusitis bei einem HNO-Arzt mit dem Nasonex-Spray nichts gebracht hat, weil ich mich ständig neu erkälte und alles von vorn anfängt (hat jemand Tipps zur wirksamen Steigerung der Abwehrkräfte? *gg*) oder dass ich tagsüber oft sehr müde bin, häufige Verstopfung und dann eben diese Risse in den Mundwinkeln). Dort steht auch, dass auch eine gestörte Thermoregulation ein Symptom sein könnte. Das bringt mich wieder auf den Gedanken, dass diese o.g. Anfälle immer nur in Südländern geschehen sind, und dann auch noch zu Anfang der Menstruation (besonderer Eisenmangel?). Und natürlich war die Ernährung jedes Mal nicht allzu vielseitig und gesund, da es halt alles Jugendreisen waren, auf denen man das isst, was man halt gerade da hat.

Also, lange Rede - kurzer Sinn: Könnten solche Anfälle theoretisch auch auf Eisenmangel zurückzuführen sein? Oder hat jemand eine andere Idee, was der Grund dafür gewesen sein könnte?

Für antworten wäre ich sehr dankbar.

Gruß,
Anja

Liebe Anja!

Lass das unbedingt bei einem Neurologen abklären. Eine Bekannte hatte es auch in etwas so - und hatte einen gar nicht so kleinen (Gott sei Dank gutmütigen) Gehirntumor, der von Zeit zu Zeit auf ein entsprechendes Zentrum gedrückt hat.

Alles Gute!
lg. Christine

Hallo Christine!

Na, wie gesagt, ich war schon beim Neurologen und die MRT (Magnetresonanz-Tomographie) hat nichts gezeigt. Die Ärztin meinte, sie kann sich die Anfälle nicht erklären.

Gruß,
Anja

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Hallo Anja!

Durch einen akut durch Deine einsetzende Menstruation verschärften Eisenmangel lassen sich die Symptome für mich ebenso wenig erklären, wie durch das in Jugendlagern übliche Essen (Ravioli?).

Schlafmangel, Elektrolyt- und Wasserhaushaltverschiebungen, (Alc im Camp?), könnten theoretisch als Auslöser für epileptische Gelegenheitsanfälle in Frage kommen. Meines Wissen kann im Intervall ein EEG trotzdem unauffällig sein.

Falls niemandem was richtig schlüssiges einfällt, befrage doch mal ausgewiesene Neurologieexperten direkt, (z.B. Prof. Reichel) und teile das Ergebnis mit :wink:.

Frohe Feiertage

Peter

Blutbild (nur sinnvoll nach Anfall), evtl. Neurologe und Kurzcheck im Schlaflabor.
Hab mal ne Weile in einem Schlaflabor mitgearbeitet - die hatten ein paar ähnlich gelagerte Fälle.
Jedenfalls gibts dort auch nen schönes ausführliches EEG - mit Bewertung. Der Termin kann ja auch in Richtung deiner Tage gelegt werden.

Ist nur so eine Idee von mir.

cannabis
hab grad beim stoned- und high-lesen auf an dich gedacht

http://www.google.de/search?q=cache:63wriep11vkJ:www…

wie das pharmakokinetisch zuzuordnen ist, weiß ich nicht. hab noch keine praktische erfahrung. pass auf, wer was wie neben dir raucht, knuddel

Gehirntumor,

Hamer http://www.neue-medizin.com/hamer.jpg liest sich gut. Grad bei mystisch wechselnden intrazerebralen Feldstärken im Kernmagnetresonanz-Bild. Es ist nicht alles Transaktion, was sich gerätetechnisch gibt. Manches ist auch intrapersonal und trotzdem nur passager. Wie ein Rausch. Seinem Sohn Dirk hat er nicht rechtzeitig helfen können, aber in der Zeit viel gelernt. Ein neues Denkmodell ist dabei entstanden: Die Hamerschen Herde. Dass er die nach seinem Sohn benannt hat, ist ein Hammer.

Gruß.