Immuntherapie - Sinn ?

hallo liebe Leute,

eine Freundin hat immer starkes Asthma und Heuschnupfen und bekam dagegen immer Cortison-Spritzen im Frühjahr. Volon A oder so hiess das Zeug. Ihr wurde geraten, eine Immuntherapie oder Hyposensibilisierung bei einem Allergologen zu machen. Das macht sie jetzt seit einem halben Jahr. Es ist für sie ein Horror nach jeder Injektion und auch Tage danach. Da wird ihr jedesmal eine Lösung mit Pollen gespritzt, gegen die sie allergisch reagiert. Gestern hatte sie die Spritze bekommen und sie ist total fertig : Ihre Nase ist ganz rot, juckt und läuft, ihre Augen sind verquollen, sie bekommt kaum Luft. Kurzum, sie fühlt sich viel schlechter als im Frühling oder Sommer, wenn die Blumen und die Sträucher blühen und Heuschnupfenzeit und Asthmasaison ist. Draussen ist Winter, es blüht keine einzige Blume. Sie fragt sich und ich mich auch, was soll diese Behandlungsmethode ? Es ist echt eine Quälerei für sie, und sie wird das Ganze abbrechen. Wer von Euch hat Erfahrungen mit so etwas ? Ja und sie sagt, dass diese Behandlung ihr Immunsystem schwächt, das glaub ich ihr, sie sieht auch total fertig aus …

gruss

chatboy

Hi
seit nem halben jahr wohl kaum, imho sind es 6 oder 8 Injektionen im Wochenabstand, und das 2x im Jahr. Dass der Körper darauf reagiert ist auch logisch, es geht ja um Allergien. Zweck ist, dass sie nach 3 durchgängen (Jahren) soweit durch die Injektion der Stoffe auf die sie reagiert gewöhnt ist dass er eben dann nicht mehr so vehement reagiert. Nicht umsonst sitzt man nach der Injektion ne halbe Stunde unter Beobachtung. Warum macht sie es, wenn sie es nicht will? Der Arzt hat sie sicher vorher aufgeklärt. die chancen auf Erfolg liegen sicher nicht bei 100%. Mir hats geholfen, anderen nicht.

der Zeitraum ist klar, jetzt wird gegen Gräserpollen etc gespritzt - weil eben zur Zeit KEINE unterwegs sind, die nächste Phase wird dann gegen Baumpollen gehen - die sind nämlich jetzt schon unterwegs.

wenn sie s abbricht wird sie nie erfahren ob es geholfen hätte. mit Glück wäre sie in der Gräserpollenzeit schon Beschwerdefrei (bei mir war die Wirkung bereits nach einem Durchgang da).

Schwächen tuts ihr Immunsystem sicher nicht - das ist es ja was da reagiert.

HH

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Hallo Chatboy,
Wenn deine Freundin Heuschnupfen und (allergisches?)Asthma hat, dann sollte dringend etwas dagegen getan werden. Ich stehe der Hyposensibilisierung sehr skeptisch gegenüber, aber einigen Patienten hat sie geholfen (allerdings weniger als die sogenannten Allergologen behaupten).
Sinn einer Hyposensibilisierung sollte eigentlich sein, den Organismus ganz langsam und vorsichtig an das oder die Allergene zu gewöhnen, damit er nicht mehr so heftig darauf reagiert. Wenn deine Freundin so stark reagiert, dann ist möglicherweise die Dosis zu stark (sie sollte eigentlich unterhalb der Schwelle sein, die starke Reaktionen hervorruft). Mit Dosis meine ich nicht die Menge, die er injeziert, sondern die Stärke der Verdünnung.
Weiss der Arzt von den starken Reaktionen? Ist das überhaupt ein Allergologe?
Wenn ja, dann verstehe ich nicht, dass er einfach weitermacht.
Es gibt übrigens andere, verträglichere Methoden in der Allergiebehandlung, die auch nicht so lange dauern.
Gruß
KH

Hallo Chatboy,

kann nur durch die Erfahrungen meiner Mutter sprechen. Derartig heftige Reaktionen hatte sie nie nach den Spritzen. Zwar war die Einstechstelle von der Spritze immer rot und hart und manchmal heftiger Juckreiz. Aber die Anzeichen der eigentlichen Allergie traten sehr selten auf.
Der Heuschnupfen ist durch die Hyposensibilisierung nicht weg, aber er hat sich drastisch reduziert, so dass die starken Symptome gelindert wurden und meine Mutter trotzdem sehr zufrieden ist. Kenne aber auch Fälle aus dem Bekanntenkreis, wo die Therapie nix bewirkt hat.
Bei meiner Mutter hat die Ärztin die Dosis auch nur dann erhöht, wenn die niedrige Dosis gut vertragen wurde. So dass Deine Freundin wahrscheinlich ständig mit einer zu hohen Dosis behandelt wird.

Gute Besserung für Deine Freundin,

Susi

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Hallo chatboy
Möchte im großen und ganzen meinen Vorrednern, insbesondere Helge, anschließen und ergänzen:

  1. habe ich den Verdacht, dass die Hyposensibilisierung nicht sensibel genug durchgeführt wird (zu große Dosen bzw. Schritte in Dosierung ändern) oder aber Deine Freundin durch ihre innere Anti-Haltung (Immunsystem wird natürlich NICHT geschwächt) sich selber mehr Probleme und Symptome dabei „macht“ als andere Leute
  2. ich habe das auch mal ein Jahr lang gemacht, in den 60er Jahren war es glaube ich, als das so anfing, hab auch mal hier und da heftige Reaktionen bekommen (Astmaanfall im Kino, obwohl ich sonst nie Astma, sondern nur Heuschnupfen hatte), und insgesamt hat es so gut nie NICHTS gebracht. Ich habe aber von anderen gehört, dass es nach 3, 4 Jahren dann was bringt. Fazit: Man muss also viel Geduld aufbringen - das muss man abwägen - ich denke mal, soviel Geduld hat Deine Freundin nicht, oder ?
    Gruss, Branden

ich versuche mal Euch allen zusammen zu antworten:
Meine Freundin hat einen Allergieimpfpass, in dem steht jeweils die Dosis einer Injektion drin, die sie gespritzt bekommen hat : 0,1 ml ; 0,3 ml u.s.w. Es handelt sich bei dem behandelnden Arzt um einen Hautarzt, der diesen sogenannten Pricktest ( Einstiche auf dem Rücken und anschliessende Hyposensibilisierungsinjektionen ) durchführt. Wenn diese Behandlung 3 bis 4 Jahre dauern soll, ein halbes Jahr ist rum, und 7 Injektionen hat sie jetzt hinter sich, dann muss sie ja jeden Monat im Jahr unter Heuschnupfen und Asthma leiden, also die Pollen, die sie von den Spritzen im Körper drin hat und die, die draussen im Frühjahr rumfliegen werden. Sie hat jetzt noch eine Spritze vor sich, aber sie macht nicht mehr weiter. Sie wird wieder Cortison einnehmen, welches die Entzündungsreaktionen lindern soll …

nochmals vielen Dank an Euch

gruss und schönes Wochenende

chatboy

Hallo,

such für Deine Freunding einen Heilpraktiker für Neuraltherapie. Außerdem sollte er ein Gerät für die Eichotherm-Therapie ( spezielle Bestrahlungslampe) besitzen, um beides zu kombinieren. Bei meinem Sohn hat es Wunder gewirkt, was sein allerg. Asthma betraf. Er ist jetzt frei von Medikamenten.
Bei Heuschnupfen wendet er die gleichen Methoden an.
Beste Grüße
Rosa

hallo liebe Leute,

eine Freundin hat immer starkes Asthma und Heuschnupfen und
bekam dagegen immer Cortison-Spritzen im Frühjahr. Volon A
oder so hiess das Zeug. Ihr wurde geraten, eine Immuntherapie
oder Hyposensibilisierung bei einem Allergologen zu machen.
Das macht sie jetzt seit einem halben Jahr. Es ist für sie ein
Horror nach jeder Injektion und auch Tage danach. Da wird ihr
jedesmal eine Lösung mit Pollen gespritzt, gegen die sie
allergisch reagiert. Gestern hatte sie die Spritze bekommen
und sie ist total fertig : Ihre Nase ist ganz rot, juckt und
läuft, ihre Augen sind verquollen, sie bekommt kaum Luft.
Kurzum, sie fühlt sich viel schlechter als im Frühling oder
Sommer, wenn die Blumen und die Sträucher blühen und
Heuschnupfenzeit und Asthmasaison ist. Draussen ist Winter, es
blüht keine einzige Blume. Sie fragt sich und ich mich auch,
was soll diese Behandlungsmethode ? Es ist echt eine Quälerei
für sie, und sie wird das Ganze abbrechen. Wer von Euch hat
Erfahrungen mit so etwas ? Ja und sie sagt, dass diese
Behandlung ihr Immunsystem schwächt, das glaub ich ihr, sie
sieht auch total fertig aus …

gruss

chatboy

Hallo Chatboy,

meine Freundin hat auch furchtbar viele Allergien, unter anderem Heuschnupfen. Cortison ist ab dem Frühjahr spätestens ihr täglicher Begleiter. Sie hat jetzt eine Omega-3-Fettsäuren-Therapie angefangen. So adhoc kann ich Dir keine genaueren Informationen dazu geben, habe aber einige Texte aus dem Internet gesammelt und könnte sie Dir „zusammenschneiden“. Denn das Phantastische ist, es scheint anzuschlagen.

Von Immuntherapie halten wir beide auch nichts, hat sie auch schon ausprobiert, Fehlschlag.

Ihre Sonnenallergie letztes Jahr im Sommer haben wir mit einem 96 prozentigen Aloe-Konzentrat behandelt, und brauchten das erstemal kein Cortison für die Haut. Die Allergie war nicht weg, aber sie konnte damit leben.

Melde Dich, wenn Du mehr über Omega-3-Fettsäuren wissen möchtest. Ich stelle dann was zusammen.

Liebe Grüße

Serafina