ALS
Von: , Frage gestellt am Di, 16. Mär 2004
Hallo!
Gibt es heutzutage Möglichkeiten der Früherkennung von ALS und entsprechende Therapiemöglichkeiten?
Greetings,
Marla
Hallo!
Gibt es heutzutage Möglichkeiten der Früherkennung von ALS und entsprechende Therapiemöglichkeiten?
Greetings,
Marla
Hi,
eine amyotrophe Lateralsklerose (was du wahrscheinlich meinst, oder?) wird diagnostiziert anhand klinisch-neurologischer Untersuchungen und ggf. neurophysiologischen Zusatzuntersuchungen (Elektromyogaphie, Nervenleitgeschwindigkeitsmessung, evtl. Kernspin Gehirn und Halswirbelsäule).
ALS ist schwer zu diagnostizieren, auch für Spezialisten.
Die Krankheit ist sehr selten (1:100000 ungefähr), Ersterkrankungsalter ist meist über 50, sie ist nicht heilbar, aber natürlich kann eine neurologische Reha den Verlauf beeinflussen.
Zwecks Diagnose sollte ein Neurologe konsultiert werden.
Grundsätzlich kann die Erstellung eine Diagnose bei ALS selbst für Spezialisten schwierig sein, weil der Krankheitsbeginn oft mit untypischen Symptomen beginnt und letztlich nur die Verlaufsbeobachtung dann zur richtigen Diagnose führt.
Gruß
Yoyi
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Hi Yoyi!
Meine Mutter ist an ALS verstorben und als ich kürzlich meine Neurologin darauf ansprach, sagte sie, selbst wenn sie es bei mir diagnostizieren könne, so würde sie es nicht tun. Hat mich nicht eben beruhigt diese Aussage.
Habe seit geraumer Zeit wieder verstärkte Faszikulationen (hatte sie auch schon vor Einnahme von Antidepressiva)- bin durch Deine Bemerkung zu den Nebenwirkungen von Antidepressiva darauf gekommen, das noch mal zu hinterfragen...
In welchem Maß sind Faszikulationen denn generell normal und ab wann doch ehr bedenklich einzustufen?
Greetings,
Marla
Hi,
faszikuläres Zucken ist eine typische Nebenwirkung von SSRI (Citalopram, Fluoxetin etc.). Es wird die Serotoninverfügbarkeit erhöht, deswegen kommt es zu den extrapyramidalmotorischen Störungen.
Faszikuläres Zucken ist auch ein Symptom bei Muskelatrophie. Muskelathrophie wiederum tritt im Verlauf von ALS auf, häufig an der Innenhand oder im Daumenballenbereich (ich hab doch echt für dich nochmal ins Buch geschaut).
Trotzdem würde ich mir da keine zu großen Sorgen machen, denn man geht davon aus, daß es keine generelle Erblichkeit von ALS gibt, sondern nur eine gering ausgeprägte genetische Disposition wird vermutet (weniger als 10% der Fälle). Zudem bist du eigentlich zu jung für ALS, wenn ich deinem Profil vertraue.
Deine Faszikulationen solltest du deinem behandelnden Arzt schildern, er kennt deine Medikation und kann auch einschätzen, ob es eine Nebenwirkung der SSRI ist oder ob andere Sachen in Frage kommen.
Wenn deine Neurologin sagt, sie würde dir so eine Diagnose nicht mitteilen, dann wahrscheinlich deswegen, weil die Krankheit ohnehin nicht heilbar ist. Trotzdem sollte man nicht übersehen, daß durch neurologische Rehabilitation die Lebensqualität der Patienten verbessert werden kann. Und zur Reha geht man nicht ohne Diagnose.
Gruß
Yoyi
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Hi Yoyi!
faszikuläres Zucken ist eine typische Nebenwirkung von SSRI
(Citalopram, Fluoxetin etc.). Es wird die
Serotoninverfügbarkeit erhöht, deswegen kommt es zu den
extrapyramidalmotorischen Störungen.
Nehme Amioxid und habe eine Zeit lang auch Insidon genommen.
Faszikuläres Zucken ist auch ein Symptom bei Muskelatrophie.
Muskelathrophie wiederum tritt im Verlauf von ALS auf, häufig
an der Innenhand oder im Daumenballenbereich
Da hab ich's zum Glück noch nicht beobachtet. Am Häufigsten tritt es am Schienbein auf.
(ich hab doch
echt für dich nochmal ins Buch geschaut).
Danke! :o)
Trotzdem würde ich mir da keine zu großen Sorgen machen, denn
man geht davon aus, daß es keine generelle Erblichkeit von ALS
gibt, sondern nur eine gering ausgeprägte genetische
Disposition wird vermutet (weniger als 10% der Fälle). Zudem
bist du eigentlich zu jung für ALS, wenn ich deinem Profil
vertraue.
Meine Mutter ist bereits mit 49 Jahren daran verstorben - also auch jünger als üblich.
Deine Faszikulationen solltest du deinem behandelnden Arzt
schildern, er kennt deine Medikation und kann auch
einschätzen, ob es eine Nebenwirkung der SSRI ist oder ob
andere Sachen in Frage kommen.
Werd ich machen, danke.
Wenn deine Neurologin sagt, sie würde dir so eine Diagnose
nicht mitteilen, dann wahrscheinlich deswegen, weil die
Krankheit ohnehin nicht heilbar ist. Trotzdem sollte man nicht
übersehen, daß durch neurologische Rehabilitation die
Lebensqualität der Patienten verbessert werden kann. Und zur
Reha geht man nicht ohne Diagnose.
Ist wohl die Frage, was besser ist, es nicht zu wissen, so lange es keine wirklichen Heilungschancen gibt oder es eben doch zu wissen...
Ich hoffe einfach mal nicht zu diesen 10% zu gehören und wäre bei ersten Ausfallerscheinungen zumindest gewarnt.
Greetings,
Marla