Bachblüten
Von: , Frage gestellt am Sa, 20. Mär 2004
Hallo Allerseits,
Mich würde Interessieren wer von Euch Erfahrung mit Bachblüten hat. Wie diese waren und ob es was geholfen hat.
Gruß Tim
Hallo Allerseits,
Mich würde Interessieren wer von Euch Erfahrung mit Bachblüten hat. Wie diese waren und ob es was geholfen hat.
Gruß Tim
Hallo Tim,
Aus gegebenem Anlass werde ich dann einmal antworten (s.u.)...
Wie zuvor geschrieben, habe ich mich im Rahmen einer Facharbeit mit Bachblüten beschäftigt. Ich habe mich sowohl theoretisch informiert (bis hin zu einem Pseudo Therapeutinnen Diplom...) als auch ausprobiert und auch die wissenschaftliche/ medizinische Seite des Ganzen betrachtet. So denke ich, nicht voreingenommen gewesen zu sein und nach gründlicher Arbeit (und Selbstversuchen...) eben diese Meinung gebildet habe:
Ich habe keine Wirkung festgestellt. Meine (Eigen)anamnese war sorgfältig, die Blütenauswahl sicherlich korrekt, die Situation relativ gut überprüfbar - Prüfungen...
Vielleicht gehöre ich nicht zu der Sorte feinfühliger Menschen die, wie Richard Bach auch von sich selbst behauptet, feinstoffliche Schwingungen bewußt erfahren können und auch eine Harmonisierung dieser durch Bachblüten nicht.
Die Wissenschaftlichen Studien über Bachblüten ergaben auch, dass sie dieselbe(also keine) Wirkung hatten wie der Placebo.
Es ist auch schwer vorstellbar, dass 4 Tropfen einer Substanz, die daraus besteht, dass Blüten in einem wassergefüllten Behälter in der Sonne stehen, dieses Wasser tausendfach verdünnt und schließlich in Fläschchen abgefüllt, einen menschlichen Körper merkbar beeinflussen sollen. Da sie keine Nebenwirkungen haben und auch nicht überdosiert werden können frage ich mich - wieso sollen mir 4 Tropfen helfen, wenn ich auch die ganze Flasche austrinken könnte, ohne dass etwas passiert (ausser evtl. ein kleiner Rausch durch den Alkohol...)?!
Da wird es andere Meinungen geben - Menschen, die eine individuelle Bachblüten "therapie" bekommen profitieren sicherlich davon, dass sie sich Gefühle, Gedanken, Denkweisen, Probleme oder Charaktereigenschaften bewußt machen und sich schließlich damit auseinandersetzten, was sie nicht getan hätten, wenn sie keine Berührung mit Bachblüten gehabt hätten. Aber da könnte wohl ein guter Freund - oder wenn Probleme tiefer liegen - ein psychtherapeutisch Tätiger genauso - oder besser Helfen.
Gruß,
Cath
die, wie Richard Bach auch von sich selbst behauptet,
Hoppla, der Mann heißt Edward Bach, den Richard lese ich gern...
Meine vollste Zustimmung und Anerkennung für die eigene Auseinandersetzung mit der Thematik. Ich denke, einige Leutchen können mit dem ganzen Drum und Dran der individuellen Betreuung und scheinbar ganz persönlichen Auswahl was anfangen. Sie können sich dann auf sich selbst (und vielleicht weniger auf Stress) fokussieren und wer weiss, vielleicht aktiviert dies ja tatsächlich Selbstheilungskräfte. Glücklicherweise sind daran die Bachblüten-Lösungen nicht schuld, d.h. sie richten wohl weder Nutzen noch Schaden an (wenn man mal die finanziellen Schäden oder Nutzen für die Betreiber dieses Verfahrens aussen vor lässt).
Es wird ja dann gerne immer von "eingebildeten" Beschwerden oder dem "nicht-ernstnehmen" gesprochen bzw. dies den Ärzten oder Psychologen unterstellt. Dabei wissen wir doch längst, dass es dem Körper völlig egal ist, ob es nun eine organische (z.B. entzündungsbedingte) oder aber psychogene (z.b. belastungsbedingte) Störung ist, die das Gleichgewicht (im Sinne einer biologischen Stressreaktion) durcheinander bringt. Nur wird eben dieses Gleichgewicht nicht durch Bachblüten hergestellt (auch wenn es ja irgendwie allein vom Namen her schon so harmonisch klingt...). Ich wette, dass eher die Aura bzw. Atmosphäre bei den "Therapeuten" die Wirkung oder Nicht-Wirkung erklärt.
Nur dafür ist es ein teurer Spass und die Therapeuten (die sowas anbieten) sollten eher sich auf Beziehungsgestaltung und Unterstützung der Personen im Sinne von problemorientierter Hilfe bzw. emotionalen Beistand spezialisieren... Ohne Frage, da sind einige von ihnen sicher besser als die 7-Minuten-Mediziner der heutigen Low-budget-Gesundheitsreform-Anbieter...
Nur muss man eben für xx-Minuten Bachblüten-Hokuspokus auch dementsprechend ein Vielfaches bezahlen...
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
(wenn man mal die finanziellen Schäden oder Nutzen für die
Betreiber dieses Verfahrens aussen vor lässt).
Ist es nicht rührend, dass gerade ein Arzt sich Sorgen um die finanzielle Belatung von Patienten macht?
Ich sage nur IGEL
(Individuelle GEsundheitsLeistungen)/Abzockerkatalog für Ärzte
KH
Hallo!
Es gab vor Jahren im Magazin "stern" mal einen recht amüsanten Bericht über einen Besuch eines Reporterteams im Wohnhaus Bachs, das mittlerweile ein Museum ist.
Erinnert sich jemand daran, wann das war oder hat den Artikel gar noch?
Danke & Gruß
Peter
Hallo Allerseits,
Mich würde Interessieren wer von Euch Erfahrung mit Bachblüten
hat. Wie diese waren und ob es was geholfen hat.
Hab ich nicht, würde ich nicht probieren. Bin eh etwas mediphob und muß schon den Kopf im Arm halten, bevor ich zum Arzt gehe.
Fakt ist aber, dass die Krankheitsindustrie sowie Heilpraktiker diejenigen sind, die einige neue "Krankheiten" zu verschulden haben. Die Nahrungsmittelindustrie dergleichen - am deutlichsten siehst du das in den USA an fetten Menschen.
Ich persönlich, als Ossi, habe festgestellt, dass sich die Nahrung tatsächlich gewandelt hat und allgemein unnatürlicher geworden ist. Die Menge an Haut- und Darmkrankheiten gab es früher definitiv nicht.
Ergo: weniger Knoppers, mehr Obst und Gemüse, nach Möglichkeit zur passenden Jahreszeit und aus dem Garten, und du wirst sicherlich von einigen Krankheiten verschont bleiben. Dazu noch etwas skeptisch bei Ärzten diagnostizierte Krankheiten hinterfragen (Stichwort: Cholesterin u.ä.) und du lebst garantiert gesünder.
Gruß
Frank
Fakt ist aber, dass die Krankheitsindustrie sowie
Heilpraktiker diejenigen sind, die einige neue "Krankheiten"
zu verschulden haben. Die Nahrungsmittelindustrie dergleichen
- am deutlichsten siehst du das in den USA an fetten Menschen.
Ich persönlich, als Ossi, habe festgestellt, dass sich die
Nahrung tatsächlich gewandelt hat und allgemein unnatürlicher
geworden ist. Die Menge an Haut- und Darmkrankheiten gab es
früher definitiv nicht.
Ergo: weniger Knoppers, mehr Obst und Gemüse, nach Möglichkeit
zur passenden Jahreszeit und aus dem Garten, und du wirst
sicherlich von einigen Krankheiten verschont bleiben.
Das oben Gesagte ist im Prinzip richtig, hat aber wenig mit Bachblüten zu tun. Natürlich gibt es viele Krankheiten, die ernährungsbedingt sind - ich meine damit nicht nur z.B. Diabetes, Bluthochdruck oder Leber- und Gallenkrankheiten, sondern ach solche, die durch - wie Du sagst - "unnatürliche" Nahrung verursacht werden, z.B. durch Nahrungsmittelzusätze, die der menschliche Organismus nicht braucht (natürliche und naturidentische Aromen, Farbstoffe, Süßstoffe und andere).
Aber es gibt auch Krankheiten, die andere Ursachen haben. In diesen Fällen können Bachblüten durchaus hilfreich sein - und sei es nur als wirksames Placebo, wie ja auch Vorredner von mir schon gesagt haben.
Bedauerlicherweise (und unverständlicherweise) sind Bachblüten verschreibungspflichtig. Jedenfalls war es so vor einigen Jahren. Ich würde sie deshalb nicht anwenden, weil ich nicht extra für die Verordnung zum Arzt gehe und ihm womöglich vorher noch eine kleine Unterweisung geben muß, worum es sich dabei handelt.
Gruß, Infotalk