Vor 9 Jahren starb mein 80 Jahre alter Vater - angeblich während eines künstlichen Komas - in der Klinik. Der Mann galt als nicht mehr operierbar, weil er keine Narkose mehr vertrug. Die Ehefrau (Ärztin, Alkoholikerin) gestand mir später, dass sie sich für diese Maßnahme entschieden habe, um ihren Mann von seinem Leiden zu erlösen. Sie hatte gewusst, dass er das (angebliche) künstl. Koma nicht überleben würde. Um ihn nicht unnötig zu beunruhigen, habe sie ihm jedoch nichts von den Konsequenzen dieser Maßnahme gesagt.
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Was könnte die Ursache dafür sein, dass jemand keine Narkose mehr verträgt bzw. überlebt? Gibt es (Vor-)Erkrankungen, die eine Narkose unmöglich machen? Bezieht sich diese Unverträglichkeit auch auf alle Schmerzmittel?
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Bei einem künstlichen Koma gehe ich davon aus, das dies eine zielgerichtete Leben schonende Maßnahme ist, um z.B. die Zeit bis zu einer Operation (oder Heilung bei Verbrennungen/Schmerzen) zu überbrücken. Sehe ich das richtig?
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Wenn jemand „nur“ Schmerzen hat und im Grunde genommen im Sterben liegt, wird dann (öfters) zum künstlichen Koma als (verschwiegene) aktive Sterbehilfe gegriffen? Oder neigt man nicht eher dazu Morphium oder ähnliches zu geben?
Es geht mir weder um Euthanasie-Betrachtungen, noch um rechtliche oder sonstige Wertungen. Verschont mich bitte auch mit psychologischen „Tipps“. Aus Hinweisen, die hier nichts zur Sache tun, geht zweifelsfrei hervor, dass mein Vater tatsächlich nichts davon ahnte, dass er aus diesem Koma nicht mehr Erwachen würde. Aus anderen Hinweisen geht hervor, dass es der Ehefrau allzu gelegen kam, dass ihr Ehemann von seinem bevorstehenden Tod nichts ahnte. Es spricht demnach vieles dafür, dass die Mutter mit ihrem „Geständnis“ die Wahrheit sprach.
Ich hätte gerne mehr greifbare Fakten, um besser beurteilen zu können, ob diese Frau ein Fall für den Staatsanwalt oder das Betreuungsgericht ist – oder einfach nur „spinnt“.
Für SACHLICHE Hinweise wäre ich sehr dankbar.
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