Tja
Hi!
Leider kann man dieser Frau mit dem Rat „Geh einfach zum Arzt“ nicht helfen,
sonst würde ich hier nicht schreiben…
Irgendwie logisch, oder?
Schon, aber was erwartest du denn?
Sollen wir hier sagen, sie hat das und das und soll die und die Medis nehmen und einer aus dem Forum wird sie gar online operieren? Das funktioniert so nicht.
Aus den geschilderten Symptomen geht zweifelsfrei hervor, daß die Frau massive Probleme hat und zwar mit dem Herz-Kreislaufsystem. Geht sie nicht zum Arzt, wird sie es wohl nicht mehr lange machen. Sie spielt gerade mit ihrem Leben.
'tschuldige die harten Worte, aber es ist so.
Das einzige was man machen kann, ist die Frau zum Arzt zu schleppen. Das ist auch das einzige, was du oder andere Bekannte machen können!
Vielleicht könnt ihr sie ja davon überzeugen. Ihr solltet durchaus ihr dabei ruhig unmißverständlich und ohne die Sache zu beschwichtigen/verschönigen die Sachlage klar machen: sie könnte durchaus am nächsten Tag tot umfallen.
Geht sie daraufhin dennoch nicht freiwillig zum Arzt, könnt ihr sie leider nicht wirklich zwingen oder wie Herb schrieb eine Zwangseinweisung machen, das geht hier leider nicht.
Was ihr hier aber machen könnt, wäre beim nächsten Mal, wenn sie wieder Probleme hat schon beim geringsten Anzeichen davon sofort einen Arzt, besser noch den Notarzt zu rufen!
Herb’s Idee mit dem Hausarzt ist zwar nicht schlecht, aber dessen Möglichkeiten sind hier begrenzt. Der Notarzt hingegen wird die Frau auf jeden Fall ins Krankenhaus mitnehmen - auch erstmal gegen ihren Willen, wo sie dann erstmal richtig versorgt wird und ev. sogar länger dabehalten wird.
Der Hausarzt wird sie zwar auch behandeln, kann sie aber nicht festhalten, die Docs im Krankenhaus dagegen schon eher - wenn auch nicht rechtlich, aber sie üben meist einen massiveren Druck aus, wenn es angebracht ist. Gegen ärztlichen Rat das Krankenhaus zu verlassen ist zwar durchaus möglich, aber da wird sie sich das wohl eher überlegen.
Außerdem wird sie im Krankenhaus viel mehr auf den Kopf gestellt werden mit vielen Untersuchungen etc. Wenn sie dann sieht, wieviel Aufwand wegen ihr betrieben wird und wie mehrere (!) Ärzte und nicht nur Bekannte sich Sorgen machen, wird sie vielleicht begreifen, wie ernst es wirklich ist.
Daneben sollte man nach den Ursachen forschen, wie K.H. schon schrieb, warum sie nicht zum Arzt gehen will und dort mal ansetzen - das aber bitte nur parallel oder nach dem Krankenhausaufenthalt! Nicht erst wochenlang forschen und sie dann erst zum Arzt bringen!
Zu K.H.'s Vermutungen möchte ich noch hinzufügen, daß sie vielleicht auch die Umstände fürchtet. Das ist bei älteren oder alleinstehenden Personen erfahrungsgemäß oft der Fall. Also z.b. wer kümmert sich um die Wohnung, ev. Haustiere, wichtige Angelegenheiten wie Behördengänge, oder bei alten Personen oft die bange Frage: gehe ich erst ins Krankenhaus, lande ich bald im Altersheim etc etc.
Sie fürchten oft, daß dann ihr Leben völlig aus den Fugen gerät und sie nach dem Krankenhausaufenthalt Probleme haben.
Sollte sowas zutreffen, seid auch wieder ihr gefragt. Dabei sollte man der Frau dann helfen und was wichtig ist: ihr auch klarmachen, daß sich jemand um sie kümmert und sie nicht alleine ist (!), sei es daß einer der Bekannten oder Familie die Aufgaben übernimmt und die Frau entlastet oder daß man sich an entsprechende Hilfswerke wendet. In den meisten Häusern gibt es einen Sozialdienst oder man wendet sich an die Caritas o.ä.
Aber egal wie, schafft die Frau zum Arzt! Den Rest kann man dann noch regeln!
Gruß,
Sharon