Hallo zusammen,
ich befinde mich in einer für mich recht schwierigen Situation. Die Problembeschreibung wird ein wenig länger werden, fürchte ich.
Ich bin seit dem Februar 2003 arbeitsunfähig erkrankt. Grund dafür sind zwei Persönlichkeitsstörungen (narzisstische und schizoide) als auch eine schwere depressive Episode. Hergeleitet wurde dieser Zustand unter anderem auch durch meinen Beruf. Ich habe einfach alles an mich herangezogen was irgendwie ging und war permanent überfordert.
Im April 2003 war ich für 12 Wochen in stationärer Behandlung in einer Fachklinik für Psychotherapie. Als mein Arbeitgeber davon erfuhr wurde ich gekündigt. Ich bin 23 Jahre alt und habe seit meinem 19ten Lebensjahr als fest angestellter Softwareentwickler ohne vorangegangene Ausbildung oder ein Studium gearbeitet. Gegen die Kündigung habe ich Einspruch eingelegt, aber sie ist dennoch rechtskräftig. Ich bin also gekündigt, arbeitslos. Da ich aber seit vor der Kündigung arbeitsunfähig erkrankt bin beziehe ich weiterhin Krankengeld. Im Herbst letzten Jahres schickte mich meine Krankenkasse dann zum medizinischem Dienst der Krankenkasse um eine Einschätzung vornehmen zu lassen. Dieser empfahl weiterhin die „Krankschreibung“. So schickte mich die BfA dann Anfang diesen Jahres in eine Reha-Maßnahme. Innerhalb dieser Maßnahme stellte ich einen Antrag auf Maßnahmen zur Wiederteilhabe am Arbeitsleben. Ich brauche einen Trainingsraum wo ich mich langsam wieder einfinden kann um langfristig wieder arbeiten zu können, ohne den Belastungen eines richtigen Berufes ausgeliefert zu sein.
Eventuell wäre es theoretisch möglich im Anschluss an diese Maßnahme eine Umschulung anzuknüpfen, je nachdem wie diese verlaufen würde. Aus der Reha-Klinik wurde ich mit der Empfehlung entlassen mich weiterhin krank zu schreiben da ich nicht arbeitsfähig wäre.
Jetzt bekam ich ein Schreiben von der BfA, dass ich wieder an einer 6-Wöchigen-Rehamaßnahme teilnehmen sollte im Arbeitstherapiezentrum in Saarbrücken. Für mich sind soziale Kontakte extrem wichtig, was ich vor kurzem erkannt habe. Das spielt sich jedoch alles in Frankfurt ab. Daher habe ich natürlich etwas nach Saarbrücken zu sollen zumal ich in einer erneuten Reha-Maßnahme keinen Sinn sehe, da die letzte ja bereits gescheitert ist.
Also stellt sich für mich die Frage welche Möglichkeiten habe ich und was kann ich tun, was ist sinnvoll und was nicht?
Durch diese Nachricht von der BfA geht es mir nun wieder ziemlich übel, deshalb suche ich hier Rat weil ich eigentlich mit niemandem reden will.
Dankender und verzweifelter Gruß
Thorsten