Hallo liebe WWWler,
bei einer Mittelohrentzündung hatte ich vom Allgemein-Doc als Antibiotikum erst Suprax verschrieben bekommen. Das hat aber nicht gewirkt, sodass ich es nach 5 Tagen durch Ciprohexal ersetzt habe. Nach Ciprohexal waren das Fieber und die Entzündung erledigt.
Nach der ganzen Aktion war ich extra nochmals beim HNO, der nichts Außergewöhnliches feststellen konnte (nur die normale Belastung des Trommelfells). Ich war nach 14 Tagen wieder bei ihm zum Hörtest, da das Hörvermögen noch nicht ganz hergestellt war. Der Test hat ergeben, dass das Hören per Luftschall (also über Kopfhörer) deutlich schlechter war als über Knochen (so ca. 10-20 dB weniger). Zudem lagen die Kurven schlechter als für mein Alter im Durchschnitt.
Ich habe auch jetzt, ca. 4 Wochen nach Beginn der Krankheit und Aktion ein noch etwas eingeschränktes Hörvermögen.
Beim Schlucken knackt es noch leicht in den Ohren, ebenso beim Gähnen.
Woran kann diese Einschränkung liegen (bei Ciprohexal ist als sehr seltene Nebenwirkung eingeschränktes Hörvermögen angegeben; fragt sich nur, wie lange das anhalten darf)? Habt ihr Erfahrungen damit, wie lange so ein Zustand anhalten kann? Und was ich machen kann, damit das Hören möglichst wieder ganz hergestellt wird? Von außen kann man bei dieser Sache m.E. wohl nichts machen, zumal alles über die Hörtrompete „abgewickelt“ wird?
Ich muss noch ergänzen, dass meine Ohren bei Lärm generell nicht so gut belastbar sind wie bei anderen Menschen. Wenn ich mal extem laute Musik an den Ohren gehabt habe, dauert es bis zu 5 oder 6 Tage, bis das Piepen von den Ohren weg ist (bei einem Freund war das nach 2 Tagen wieder normal).
Beim Bund gab es zudem ein Knalltrauma, das damals aber weitgehend erfolgreich behandelt wurde.
Vielen Dank für Tipps und Ideen.
Christian
Hi Christian!
Das Gerät zur Messung der Hörleistung ist so geeicht, daß bei normalem Hören die Kurve für die Luftleitung (Kopfhörer) geringfügig unter der für die Knochenleitung liegt. Ein vergrößerter Abstand zwischen den Kurven wie bei Dir weist auf ein mechanisches Problem des Mittelohres hin.
Das heißt in Deinem Fall, daß möglicherweise noch ein Restzustand nach der Entzündung vorliegt (Reste des Ergußes oder Unterdruck), da weist eigentlich auch das Knacken beim Schlucken hin.
Das kann keine Folge des Antibiotikums sein.
Anders sieht es aus mit Deinem wohl generell unterdurchschnittlichen Hören, was in einer Verschiebung der Knochenleitungskurve nach unten resultiert:
Hier kommen mehrere Ursachen in Betracht:
- Veranlagung
- Folgen von Lärmschäden, Du schreibst ja, daß Dein Ohr zum einen vorgeschädigt, zum anderen lärmempfindllich ist.
- Innenohrschäden durch Entzündungsprodukte der Mittelohrentzündung
- Medikamentenwirkung (selten und sollte sich eigentlich wieder zurückbilden)
Da es auf die Ferne völlig unmöglich ist, eine genaue Diagnose zu stellen, wird Dir wohl nichts anderes übrigbleiben, bei Deinem HNO-Arzt eine Verlaufskontrolle machen zu lassen. Wenn Du noch alte Hörtests irgendwo hast, auftreiben und mitbringen.
Vielleicht ist das schlechte Innenohrhören vorbestehend und die Hörminderung die Du jetzt bemerkst ist wie oben beschrieben eine mechanische Folge der Entzündung, das wäre das einfachste.
Was Du tun kannst, ist für gute Belüftung des Ohres sorgen: Schnupfenspray zeitlich begrenzt, Kaugummikauen und oft den Druckausgleich machen.
Wenn das Problem extrem lästig ist, kann man Dir mit einem Schnitt ins Trommelfell von außen helfen, das ist aber natürlich abhängig vom Ohrbefund.
Schematische Beispiele für Hörtests finden sich hier:
http://www.hno-marburg.de/scriptohr.htm
Gruß & gute Besserung
Peter
Hallo,
benutz mal Nasentropfen ( für die Nase anwenden z. B. Otriven 3-5 x tgl.) und mach mehrmals am Tag Druckausgleich ( Mund schließen und Nase zuhalten und pusten bis es knackt), das bringt Dich weiter. Das half meinem Sohn.
Außerdem solltest Du nach dem Antibioticum noch zur Darmsanierung Omniflora Kaps. (3x1) unbedingt anwenden.
Gute Besserung!
Gruß Rosa
Hallo liebe WWWler,
bei einer Mittelohrentzündung hatte ich vom Allgemein-Doc als
Antibiotikum erst Suprax verschrieben bekommen. Das hat aber
nicht gewirkt, sodass ich es nach 5 Tagen durch Ciprohexal
ersetzt habe. Nach Ciprohexal waren das Fieber und die
Entzündung erledigt.
Nach der ganzen Aktion war ich extra nochmals beim HNO, der
nichts Außergewöhnliches feststellen konnte (nur die normale
Belastung des Trommelfells). Ich war nach 14 Tagen wieder bei
ihm zum Hörtest, da das Hörvermögen noch nicht ganz
hergestellt war. Der Test hat ergeben, dass das Hören per
Luftschall (also über Kopfhörer) deutlich schlechter war als
über Knochen (so ca. 10-20 dB weniger). Zudem lagen die Kurven
schlechter als für mein Alter im Durchschnitt.
Ich habe auch jetzt, ca. 4 Wochen nach Beginn der Krankheit
und Aktion ein noch etwas eingeschränktes Hörvermögen.
Beim Schlucken knackt es noch leicht in den Ohren, ebenso beim
Gähnen.
Woran kann diese Einschränkung liegen (bei Ciprohexal ist als
sehr seltene Nebenwirkung eingeschränktes Hörvermögen
angegeben; fragt sich nur, wie lange das anhalten darf)? Habt
ihr Erfahrungen damit, wie lange so ein Zustand anhalten kann?
Und was ich machen kann, damit das Hören möglichst wieder ganz
hergestellt wird? Von außen kann man bei dieser Sache m.E.
wohl nichts machen, zumal alles über die Hörtrompete
„abgewickelt“ wird?
Ich muss noch ergänzen, dass meine Ohren bei Lärm generell
nicht so gut belastbar sind wie bei anderen Menschen. Wenn ich
mal extem laute Musik an den Ohren gehabt habe, dauert es bis
zu 5 oder 6 Tage, bis das Piepen von den Ohren weg ist (bei
einem Freund war das nach 2 Tagen wieder normal).
Beim Bund gab es zudem ein Knalltrauma, das damals aber
weitgehend erfolgreich behandelt wurde.
Vielen Dank für Tipps und Ideen.
Christian
Hallo,
vielen Dank erst einmal für die ausführliche Antwort. Mittlerweile ist das Hören wieder einigermaßen gut, aber noch nicht ganz fit. Die ganz leisen Höhen fehlen noch, z.B. wenn sich jemand leise nähert, hört man ja sonst etwas Rascheln oder Schlurfen.
Wie lange sollte denn die körpereigene Wiederherstellung nach einer Entzündung circa dauern, bzw. in welchem groben Zeitraum ist der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt (natürlich nur, wenn keine dauerhaften Schädigungen aufgetreten sind)?
Christian
Hallo Christian!
Die Zeitdauer, bis das Ohr abgeheilt ist ist variabel und hängt davon ab, wie stark zun Beispiel der Erguß war und wie gut die Belüftung, würde mal sagen nach 2-4 Wochen sollte eigentlich alles wieder in Ordnung sein.
Gruß
Peter