Hunger nach üppigem Essen

Liebe Experten!

Von mir kann ich nicht behaupten, regelmäßig zu essen. Normalerweise esse ich nach Hungergefühl. Das hat übrigens zu keiner Gewichtszunahme geführt (obwohl ich häufig höre, dass man durch so ein Essverhalten dick wird).
Oft brauche ich kein Abendessen und erst gegen Mittag eine erste Mahlzeit (die dann aber nicht kärglich ausfällt).
Wenn ich aber einmal abends weit mehr gegessen habe als ich benötigt hätte (Feste, Besuch, etc.), wache ich morgens mit einem Riesenhunger auf.
Wie ist das zu erklären? Der Magen müsste doch noch voll sein!

Hanna

Hallo Hanna,

Den Hunger am Morgen nach üppigem Essen hab ich auch. Ich habs mir imemr so erklärt, dass der Magen etwas gedehnt wurde und sich jetzt - da das Essen verdaut ist - besonders leer anfühlt. Du hast ja den gesamten Verdauungsapparat hochgefahren, die Nahrung endlich weggepackt und jetzt ist einfach nix mehr da (obwohl alle Speicher voll sind). Also -> hunger. Der geht aber nach ner Kleinigkeit auch weg.

Vampy

Hi Hanna,

Von mir kann ich nicht behaupten, regelmäßig zu essen.
Normalerweise esse ich nach Hungergefühl. Das hat übrigens zu
keiner Gewichtszunahme geführt (obwohl ich häufig höre, dass
man durch so ein Essverhalten dick wird).

Stimmt eigentlich, aber Menschen haben halt auch einen unterschiedlichen Metabolismus. Bei einigen führt so ein Essensverhalten sofort zur Gewichtszunahme, andere wiederum futtern den ganzen Tag und nehmen nix zu.

Entscheidend ist aber was du isst. Wer den ganzen Tag nur Fast Food, Chips und Süssigkeiten isst und das noch mit Cola runterspült, braucht sich über eine Gewichtszunahme nicht wundern (sicher es gibt beneidenswerte Ausnahmen!).

Aber über den ganzen Tag hinweg zu essen ist so falsch nicht. Beispiel Morgens frühstücken, um 10 Uhr Obst essen, mittagessen, nachmittags Brotzeit zwischendurch einen Müsliriegel zu sich nehmen etc. Wichtig: viel trinken (Wasser).

Oft brauche ich kein Abendessen und erst gegen Mittag eine
erste Mahlzeit (die dann aber nicht kärglich ausfällt).

Ich befolge schon seit Jahren folgende Regel und komme damit bestens zurecht:

Esse morgens wie ein König,
mittags wie ein Bürger,
abends wie ein Bettler.

Wenn ich aber einmal abends weit mehr gegessen habe als ich
benötigt hätte (Feste, Besuch, etc.), wache ich morgens mit
einem Riesenhunger auf.
Wie ist das zu erklären? Der Magen müsste doch noch voll sein!

Bedenke bei einer durchschnittlichen Nachtruhe von acht Stunden wurde das Essen größtenteils schon wieder verdaut. Der Magen schläft nicht, sondern tut seine „Arbeit“. Dass du dann morgens wieder ein Hungergefühl verspürst ist normal. Geht mir genau so!

Servus

Mr. White

Hallo Mr. White!

Aber über den ganzen Tag hinweg zu essen ist so falsch nicht.
Beispiel Morgens frühstücken, um 10 Uhr Obst essen,
mittagessen, nachmittags Brotzeit zwischendurch einen
Müsliriegel zu sich nehmen etc. Wichtig: viel trinken
(Wasser).

Welchen Vorteil hätte ich davon, zu essen, wenn ich nicht hungrig bin?
Welchen Vorteil hätte ich davon, mich nicht satt zu essen?

Bedenke bei einer durchschnittlichen Nachtruhe von acht
Stunden wurde das Essen größtenteils schon wieder verdaut.

Das spricht gegen die oft gehörte Meinung, der Körper fahre am Abend den Stoffwechsel herunter und stellte nächtens die Verdauung ein, was angeblich zur Folge hat, dass das Essen im Magen liegenbleibt und man dick wird.
Einen wirklich überzeugenden Beweis für diese Aussage habe ich noch nicht gehört.
Kannst Du wenigstens Deine Behauptung glaubhaft untermauern?

Hanna

Hi Hanna,

Bedenke bei einer durchschnittlichen Nachtruhe von acht
Stunden wurde das Essen größtenteils schon wieder verdaut.

Das spricht gegen die oft gehörte Meinung, der Körper fahre am
Abend den Stoffwechsel herunter und stellte nächtens die
Verdauung ein, was angeblich zur Folge hat, dass das Essen im
Magen liegenbleibt und man dick wird.

Im Diät-Brett habe ich inzwischen mehrfach gelesen, dass dies ein Mythos ist. Der Stoffwechsel arbeitet immer dann, wenn Nahrung zugeführt wird - egal um welche Uhrzeit. Und der Darm arbeitet, wenn ihm Masse zugeführt wird. Das ist ein Reflex, der auch durch Schlaf nicht unterbunden wird…

Was ich mir zu Deiner Ursprungsfrage denke: Der Stoffwechsel arbeitet nach einem üppigen Essen auf vollen Touren. Und er braucht eine Weile, bis er die zugeführten Nahrungsmengen verstoffwechselt hat. Nun legt der Stoffwechsel, wenn alles „verbraten“ ist, nicht einfach den Schalter um auf „Aus“. D.h. dass er am Morgen noch immer sein Programm fährt - und damit Hunger signalisiert.
Ich frühstücke auch nie (außer 2 Tassen Milchkaffee m. Süßstoff) und nehme eine erste Mahlzeit erst um ca. 13.00 Uhr ein. Wenn ich morgens etwas essen würde (habe wie Du morgens keinen Hunger), würde schon um 11.00 Uhr der Magen wieder knurren, eben weil der Stoffwechsel schon wieder arbeitet. Also warum sollte ich das tun?
Herzlichen Gruß ins Ösi-Land,
Anja

Hallo,
nachts wird besser verdaut, da der Parasympathikus dominiert (deshalb macht z.B. der Verdauungsschlaf auch Sinn). Die Gewichtszunahme bei zu reichhaltigen abendlichen Essen, ist eher auf eine verminderte Schlaftiefe und damit korrelierend einer verminderten Aufschüttung von Wachstumshormonen und Glukagon zurückzuführen - der Körper regeneriert somit schlechter und verbraucht entsprechend weniger Energie.

Gruss
Enno

Hallo Mr. White!

Aber über den ganzen Tag hinweg zu essen ist so falsch nicht.
Beispiel Morgens frühstücken, um 10 Uhr Obst essen,
mittagessen, nachmittags Brotzeit zwischendurch einen
Müsliriegel zu sich nehmen etc. Wichtig: viel trinken
(Wasser).

Welchen Vorteil hätte ich davon, zu essen, wenn ich nicht
hungrig bin?
Welchen Vorteil hätte ich davon, mich nicht satt zu essen?

Viele Ernährungberater glauben aber, dass es gesünder ist die Essensaufnahme über den ganzen Tag zu verteilen, anstatt in zwei Mahlzeiten den Magen mit zu viel Nahrung auf einmal zu belasten. Wahrscheinlich wirst du mich für diese Aussage wieder an den Pranger stellen. Ist nur meine Meinung und Ernährungseinstellung. Andererseits, wenn dir dabei wohl ist es für dich persönlich OK!

Bedenke bei einer durchschnittlichen Nachtruhe von acht
Stunden wurde das Essen größtenteils schon wieder verdaut.

Das spricht gegen die oft gehörte Meinung, der Körper fahre am
Abend den Stoffwechsel herunter und stellte nächtens die
Verdauung ein, was angeblich zur Folge hat, dass das Essen im
Magen liegenbleibt und man dick wird.
Einen wirklich überzeugenden Beweis für diese Aussage habe ich
noch nicht gehört.
Kannst Du wenigstens Deine Behauptung glaubhaft untermauern?

siehe Antworten von Enno und Anja!

Liebe Grüße

Mr. White

Hallo,

also ich kenne das auch das wenni hc abends nichts mehr esse das ich früh gar keinene Hunger habe und erst Mittags dann wieder was esse. Ds macht gar keine Probleme.

Wenn ich aber abends sehr viel esse dann wache ich morgends mit einene Bärenhunger auf und muß sofort essen.

An was das aber liegt…keine Ahung. Meine Theorie besagt das wenn ich nichts esse das das Hungergefühl vieleicht kommt während ich schlafe und ich verschlafe es einfach.Wenn ich dann aufwache hat es der Magen aufgegeben Hunger zu Haben :wink:)

Esse ich abends viel dann habe ich früh dieses mega Hungergefühl und deshalb eben mega Hunger…

Soweit meine Theorie…

Susie

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

offtopic: Stoffwechsel
Hallo,

Also warum sollte ich das tun?

ich fühle mich wohler/vitaler, wenn der Stoffwechsel ordentlich „kurbelt“. Nur verkürzt dies wohl nach aktuellen Kenntnisstand die Lebensspanne.

Gruss
Enno

Hallo Mr. White!

Viele Ernährungberater glauben aber, dass es gesünder ist die
Essensaufnahme über den ganzen Tag zu verteilen, anstatt in
zwei Mahlzeiten den Magen mit zu viel Nahrung auf einmal zu
belasten. Wahrscheinlich wirst du mich für diese Aussage
wieder an den Pranger stellen.

Es war nie meine Absicht, Dich an den Pranger zu stellen. Ich wollte nur der Theorie auf den Zahn fühlen.

Hanna

Hallo Hanna;
meine Erklärung für deinen Hunger am Morgen ist eher biochemisch:
Allgemein: Wenn du etwas ißt (Tageszeit ist egal), steigt der Blutzuckerwert und der Körper produziert daraufhin Insulin, um den Blutzucker wieder auf Normalwert zusenken.
Wenn du dir jetzt so richtig den Bauch vollgehauen hast, kann es sein, das dein Körper zuviel Insulin produziert (vor allem, wenn du schnell gegessen hast), der Blutzucker wird dadurch soweit abgebaut, das er unter den Normalwert fällt. Und ein niegriger Blutzuckertwert sendet dem Gehirn den Befehl: HUNGER!!!

Zum Schluß noch mein persönlicher Tip: Ess´dann, wenn du Hunger hast; Ess´langsam und hör auf, wenn du satt bist!

Gruß Susanne

Hallo,

Wenn ich aber einmal abends weit mehr gegessen habe als ich
benötigt hätte (Feste, Besuch, etc.), wache ich morgens mit
einem Riesenhunger auf.
Wie ist das zu erklären? Der Magen müsste doch noch voll sein!

der Magen ist nicht voll, sondern groß. Der Magen ist sehr dehnbar und zwar in beide Richtungen. Ich habe in der Verwandtschaft einige Komiker, die meinen, vor angekündigten Einladungen ein oder gar zwei Tage auf reduziertem Niveau zu essen, damit am D-Day möglichst viel reinpaßt. Leider ein völliger Trugschluß, was auch immer wieder nach der Vorspeise an den gequälten Gesichtern abzulesen ist. Der Magen ist bei so einer Prozedur schnell mal auf die Größe einer Faust geschrumpft und entsprechend schnell voll.

Umgekehrt funktioniert es halt auch: Viel Futtern, am besten über Stunden, so daß nicht sofort ein Völlealarm erfolgt und somit der Magen mit der Zeit auf Kampfgröße anschwillt. Morgens isser dann immer noch groß und vor allem leer (die Nahrung verläßt nach 2-5 Stunden den Magen und treibt sich anderweitig in Dir herum), was dann Hungergefühl auslöst. Ich täusche den Kollegen dann meist mit einer großen Menge Flüssigkeit und dann ist auch relativ schnell Ruhe.

Gruß,
Christian

Anschlussfrage
Hallo liebe Experten,
habe diesen thread interessiert verfolgt, da es bei mir genau so ist wie Hanna geschildert hat.

Dazu eine Anschlussfrage: wenn ich untertags ein Nickerchen mache, kann auch ganz kurz sein, habe ich nach dem Erwachen einen irren Heißhunger auf etwas Süßes, speziell Schokolade.
Ist dies nur Zufall, Einbildung oder steckt hier etwas biochemisches dahinter?
Gruß
Irene

Hallo,
wenn der Effekt nur eintritt, wenn das Nickerchen gemacht wird, würde ich darauf schließen, daß der Körper in der Phase regeneriert und damit vermehrt den Blutzucker anknabbert (als Resultat der Wachstumshormon- und Glukagonausschüttung).
Ansonsten könnte es eine Insulin induzierte Unterzuckerung sein, wenn die Nahrung den Blutzuckerspiegel zunächst schnell ansteigen läßt (viel „einfache“ Kohlenhydrate, z.B. in Getränken).

Gruss
Enno

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Hallo Enno,
ja, das tritt nur nach einem kurzen Schläfchen auf. Und vielen Dank, auf so eine Erklärung hab ich schon lange gewartet. Erscheint mir absolut logisch. Es konnte mir bis jetzt (obwohl oft gefragt) noch nie jemand (auch Arzt) eine mögliche Ursache nennen!
Gruß
Irene