Hallo wölkchen!
Vorab: Ich habe die andere Antworten noch nicht gelesen. Ich mache es aber umgehend.
gestern wurde mein Schwager (35!) mit Herzinfarlt ins
Krankenhaus gebracht. Gott sei Dank hat er die Zeichen richtig
gedeutet, und sich selbst einen Notarzt bestellt. Im
Krankenhaus hat er auch noch Kammerflimmern bekommen.
Es freut mich sehr, daß er das so toll hingekriegt hat! Schön!
Und gute Besserung für ihn!!!
Was mich interessiert, wie geht es jetzt weiter, was wird sich
im seinen Leben alles ändern?
Das wird ihm der behandelnden Arzt schon sagen. Aber er wird vermutlich sein ganzes Leben umstellen müssen. Ich will nicht Angst oder Panik ausbreitern, aber genau diese Umständen haben bei ihm den Infarkt verursacht. Will er kein weiteres bekommen, so muß er diese Lebensweise unbedingt ändern. Und das so schnell/bald wie möglich. Z.B. Er muß Sport treiben; mit dem Rauchen aufhören; gesünder Essen (zB weniger gewürzt, weniger Fleisch, Olivenöl statt Pflanzenfett;…) und alles in die Arbeit wesentlich langsamer angehen (falls er Streß in der Arbeit hat).
Ist Herzinfarkt erblich?
Der Infarkt an sich nicht. Aber die Anfälligkeit dazu schon. Das hat der Vorteil, daß wenn man familiär vorbelastet ist, kann man im Vorfeld Maßnahmen ergreifen, die einen Infarkt vorbeugen.
Ich mach mir Sorgen um meinen Freund
(sein Bruder), seine Mutter ist vor vier Jahren an schwerer
Krankheit gestorben, in deren Familie haben einige einen
Herzinfarkt erlitten. Sollte er sich auch mal checken lassen
(er ist 27, raucht, kein Übergewicht)?
Checken ist grundsätzlich immer gut. Das kann nie schaden. Aber keiner wird ihm sagen können, ob er einen Infarkt mal haben wird. Nur falls die Blutwerte auffällig sind oder (eher zufällig) Mißbildungen festgestellt werden, kann man von einem zusätzlichen Risiko sprechen.
Was erwartet jetzt meine Schwägerin? Wir haben gehört, dass er
bis zu 6 Wochen in Reha kommen könnte, und wie lang ist der
Krankenhausaufenthalt?
Das entscheiden die Ärzten und die Fortschritte, die Dein Schwager macht.
Sie hat ein kleines Kind und hat
Schichtdienst.
Gibt es für sie ein Möglichkeit, für sie zu Hause zu bleiben?
Ich GLAUBE davon gehört, es soll jede Mutter bis 10 (?) Tage im Jahr gestattet sein, daheim zu bleiben, wenn das Kind krank ist. Wie es ist wenn der Vater krank ist, weiß ich nicht. Jedenfalls weiß ich, dass die Arbeiter Samariter (und andere Wohlfahrt-Vereine) sich um das Kind kümmern, wenn diese krank sind und die Eltern arbeiten müssen. Frag mal dort nach… Ansonsten würde ich ihr vorschlagen, daß sie mal ihren AG dem Fall schildert und fragt. Vielleicht läßt sich was machen…
Wir nehmen den Kleinen sehr gern nur, doch wir müssen ja auch
arbeiten 
Und jmd anderes haben wir in unserer kleinen Verwandtschaft
nicht…
Wie alt ist das Kind? Geht er nicht in der Schule/Ki-Garten/Ki-Krippe??? Dann bräuchtest du ihn nur dann nehmen wenn Deine Schwägerin Spät- oder Nachtdienst hat… Oder??? sonst s.o.
Ich kann es noch gar nicht fassen…man ist ja doch ziemlich
hilflos, und kann nur hoffen… wir wissen ja noch nix genaues,
müssen wir uns grosse Sorgen machen, dass noch einer hinterher
kommen könnte?
Einen Herzinfarkt ist eine sehr ernstzunehmende Warnung. Wenn man sie auf den leichter Schulter nimmt und seine Lebensweise nicht grundsätzlich ändert, ist die Wahrscheinlichkeit, noch einen Infarkt zu erleben sehr groß. Wie dann die Folgen davon aussehen, kann man im Voraus nicht sagen.
Jedenfalls, liebe Wölkchen, wünsche ich ihm eine gute Besserung und alles, alles Gute für Euch alle!
Ansonsten: Sei mir bitte nicht böse, wie ich das alles geschrieben habe, aber es ist wirklich sehr ernst. Ich will nicht der Teufel an der Wand malen, aber, wenn ich mich so ausdrücken darf, „wir haben die Buntstifte schon in der Hand“.
Liebe Grüße
Helena *die dir gerne das besorgnis wegnehmen würde, aber nicht kann*