Nach 14 operationen verzweifelt-Anesthesie

Mein Name ist alexandra und ich wurde im letzten Jahr 14 mal operiert.Am 18.6.03 wurde mir der Blinddarm entfernt, was total schief ging.Danach hatte ich Sepsisen,Peretonitis und lag dauf6Wochen im Koma damit mein Bauch gespült werden konnte.Im Endeffekt stellte sich heraus das ich keine Blinddarmentzündung hatte sondern einen Tumor am linken Eierstock.Darauf folgten dann Operationen, wegen des Tumor Endemitriose, Blut im Bauch,Wundhöhlenabsesse,Gallenblasenentzündung, Darmverschluss und Verwachsungen.Weiter musste mein Knie in dieser zeit gemacht werden, die auch schief ging und ich 4mal am Knie operiert wurde wegen Entzündungen.Dazu kamen noch Bakterien im Blut, wie Enterekoken und Wundinfektionen mit Mrsa und ein paar anderen Keimen wdie ich nicht genau kenne.
Jetzt soll ich nochmal am 16.Juli operiert werden, da ich extreme Verwachsungen habe und diese meinen Darm beeinträchtigen und meinen Eierstock mit dem darm verklebt haben sowie alle Organe irgendwie gequetscht haben.
Jetzt meine Fragen:smiley:a es in der Vergangenheit einmal Probleme mit einer Narkose gab frage ich ob es nicht gefählich so eine lange Operation jetzt vor sich zu haben(12Stunden Op-Zeit) und ob mein Körper dies überhaupt aushält, da ich so oft operiert wurde.Das hört sich vielleicht alles banal an, aber ich bin 21 und habe einfach Angst.Ich lag 11 Monate im Krankenhaus, davon die Hälfe auf der Intensivstation.Durch diese ganze Gischte bin ich sehr deppressiv geworden und die Schmerzen sind nicht mehr auszuhalten.Früher habe ich getanzt und nun verkrieche ich mich zu Hause.es würde mich auch freuen
wenn ihr mir einfach so schreibt um zu hören wie ihr mit euren KRANKHEITEN UMGEHT;oder ob ihr mir Tipps geben könntet wie ich mit meiner Erkrankung umgeghen könnte
Liebe Grüsse
Alexandra

Hi
Oh Mann, jedenfalls kann ich nach dieser Eskalation Ängste und Vorbehalte völlig verstehen. So eine lange OP ist natürlich eine Belastung, und die ganze Situation eine irre psychische Belastung.
Ich wünsche dir alles Glück das nötig ist und gute Ärzte.
HH

Hallo

Ich kann leider nicht mit Fachwissen helfen -
wollte Dir aber ganz viel Kraft ,Hoffnung und gute
Menschen um Dich herum wünschen.

Alles Gute

Joachim

Hallo Alexandra,

So wie Du schreibst hast Du eine Extraportion Pech gehabt bei Deinem Krankheitsverlauf. Daß Du einen enormen Respekt hast vor der nächsten OP, die zweifellos notwendig sein wird, kann jeder gut verstehen.
Es ist leider sehr schwer, Dir über das Netz ohne Kenntnis der Sachlage zu sagen, daß alles gut gehen wird, auch sonst ist das nicht ohne weiteres möglich.

Was in meinen Augen vor allem wichtig ist, ist ein stabiles Vertrauensverhältnis zu den behandelnden Ärzten. Wende Dich mit allen Deinen Sorgen und Fragen an sie, denn sie müßten Dich am besten kennen und wenn Du das Gefühl hast, daß dem nicht so ist oder Deine Sorgen nicht ernst genommen werden, dann wende Dich an eine andere Klinik. Sei Dir sicher, daß Du nicht den Routinepatienten darstellst, sondern daß auch die Ärzte an die Sache mit Respekt rangehen.

Die Narkose stellt bei solchen Eingriffen idR mneist die geringste Belastung für den Körper mit sich, auch wenn die OP 12 h dauern sollte. Natürlich ist es immer eine ganz andere Sache, sich als Patient so komplett in die Hände einer anderen Person zu geben, aber auch da gilt das vorher gesagte: das A und O ist ein gutes Patient - Arzt - Verhältnis. Das ist leider alles, was ich Dir hier sagen kann.

Alles alles Gute

Chris

Hallo Alexandra,
ich möchte mich voll und ganz Chris anschließen.
Rein rational ist diese OP (unter dem Vorbehalt, daß ich die genaue OP-Indikation nicht kenne) wohl doch so schnell wie möglich notwendig.
Bei ausgedehnten Verwachsungen und Verklebungen des Darmes und Verbackungen mit umliegenden Organen, ist die Gefahr eines Ileus(also eines Darmverschlusses) sehr groß. Wird dieser verschleppt und der Darm perforiert (oder es treten Giftstoffe durch die „durchlässig“ gewordene Darmwand) sind die Folgen weitaus schlimmer, als bei einer geplanten OP. Also verschleppe die OP nicht zu sehr. Die reinen Risiken einer Narkose sind dagegen äußerst gering. Die einzelnen Narkoseverfahren sind inzwischen ganz individuell auf den einzelnen Patienten und sein Krankheitsbild einzustellen.
Aber ich glaube, deine Angst bezieht sich auch nicht nur auf die Narkose,oder?
Ich habe schon viele solcher Patienten gesehen. Jeder Einstich einer Kanüle bereitet inzwischen mehr Schmerzen und die Psyche verändert sich unmerklich. Dieses ganze Leiden soll einfach endlich mal vorbei sein.
Versuch dich daran festzuhalten, daß es nach dieser OP dann auch endlich aufwärts geht und arbeite dran. Komm aus deinem depressiven Tal heraus und mach alles um wieder Lebensfreude zu bekommen.
Und scheu dich nicht, Hilfe bei einem Psychologen zu suchen.
Ich weiß, daß das für dich auch keine übergroße Hilfe ist,
aber ich hoffe und glaube du schaffst das!!!
Gruß
Mister Jones

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Liebe Alexandra,

Du kannst Dir ganz sicher sein, daß hunderte Leute aus diesem Forum Dir alle Daumen drücken und Dir nur das Beste wünschen.

So ein kollektiver positiver Schub hat sicher eine gute Wirkung.

Alles Gute!!
Ben

kuschelalarm
hi du,

deppressiv
Schmerzen
verkrieche mich

ich würde tagebuch schreiben. so engmaschig, dass mein tag für mich gläsern wird. neben dem tisch würde ich einen spiegel an die wand hängen, um mich beim schreiben auch zu sehen und mimik und stimmung noch deutlicher zu spüren. schließlich geht es mir ja um mich und nicht um das fremdbild, das andere, deren nähe ich zulasse, von mir haben. wenn bei all dem noch zeit bleibt, würde ich neben dem spiegel eine pinnwand hängen, auf die ich die stichworte hefte, die mich am meisten tragen. und wenn dann trotzdem noch zeit ist, würde ich alles, was mir gut tut, in einem wochenkalender eintragen, um es noch leichter planen zu können. wenn ich dann so fit bin, dass ich mir zutraue, gezielter zu recherchieren, würde ich wichtiges und dringendes sortieren nach stützen und halt bei freunden, familie, sex und arbeit, in der wohnung und der freizeit, um mich schrittweise an meinen eigenen lebenstraum wieder heranzutasten, ohne mich hals über kopf in eine neue liebe stürzen zu müssen.

herzlich,

Hallo Alexandra,
Wenn ich deinen Bericht lese, dann spüre ich ein starkes Mitgefühl für deine schwierige Situation und gleichzeitig entwickelt sich bei bei mir ein Gefühl des Zorns, weil ich ähnliche Fälle von Ärztepfusch kenne.
Für dich geht es jetzt aber erst einmal darum, die anstehende, notwendige Operation hinter dich zu bringen.
Ich wünsche dir hierbei viel Glück und Erfolg und vor allem Ärzte, die ihr Handwerk beherrschen, denn die gibt es auch.
mit besten Wünschen
KH

Hallo KH,
wolltest du helfen, oder Kritik an „Ärztepfusch“ anbringen?
Deine undifferenzierte Kritik hilft jemand der sowieso schon mit der Psyche unten ist glaube ich nicht wirklich weiter (ist sehr förderlich für das Vertrauen, daß sie in die behandelnden Ärzte setzen muß!!!).
Du kennst weder die Ursprungsdiagnose („Blinddarm“ kann alles mögliche sein) noch den Krankheitsverlauf genau (die Zweitdiagnose „Tumor“ sagt nichts über eine schlechte Anamnese aus), aber dein Urteil „Ärztepfusch“ ist schon gefällt.
Manche Krankheitsverläufe entwickeln sich eben durch Verkettungen von unglücklichen Umständen so wie bei Alexandra und NIEMAND ist schuld.
(auch wenn heute immer ein Schuldiger herhalten MUSS!)
Eine Krankenhausinfektion mit MRSA ist kein Fehler von irgendwem!
Verwachsungen wachsen eben nun mal und keiner kann es ändern.
Es gibt ohne Zweifel Ärztepfusch aber vielleicht sind die „Ärztepfuscher“ bei Alexandra dafür verantwortlich, daß sie überhaupt noch lebt…könnte sein, oder?
Gruß
Mister Jones

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…du hast ja so recht, aber was will der Typ denn? Also. Lass ihn einfach ins Leere laufen.

Schöne Grüße,

Chris

Hallo ihr,
ich habe mich sehr über eure Nachrichten gefreut und ich danke euch allen das ihr an meiner Situation intressiert seit.
Oft muss ich darüber nachdenken warum mir das gerade passiert ist, doch bis heute habe ich keine Antwort gefunden und ich denke das es darauf keine Antwort geben kann.Jeder hat irgendwann eine Pechsträhne und bei mir war sie eben sehr ausgeprägt…Ich kann froh sein das ich noch lebe und mein Leben weiterhin geniessen darf.Zwar wird das ein langer Weg sein, bis ich mich akzeptiere wie ich jetzt aussehe und das zu verarbeiten was passiert ist in diesem einen Jahr, doch ich werde es schaffen.Im letzten Jahr hatte ich keine Zeit die einzelnen Geschehnisse zu verarbeiten, da immer was neues kam.Ich war froh den nächsten Tag überlebt zu haben.Jetzt kommen die Erinnerungen an die Schmerzen, an die Zeit wo ich vollgepackt war mit tausend Schläuchen,Atemnotanfälle,die nichtendende Zeit im Bett und noch vieles mehr.Langsam werde ich dies verarbeiten.Ich kann froh sein hier sein zu dürfen, viele Patienten haben nicht mehr die Möglichkeit, nach einer langen Erkrankung.Natürlich habe ich Angst vor der nächsten Operation und mache mir Gedanken ob der teufelskreis endlich durchbrochen werden kann.
Es war mir ein Bedürfniss euch dies mitzuteilen, da es Diskussionen wegen verschiedener Sachen gab.Ich möchte den Ärzten kein Schuld geben.Überall gibt es schwarze Schafe, ob ich einen erwischt habe, kann ich nicht sagen, doch ich kann sagen das ich sehr dankbar vielen Ärzten bin, besonders meinem Chirurgen Prof. Horeyseck, der sich sehr für mich eingesetzt hat und mich auch unterstützt hat wo ich psychisch fertig war.Das hört sich jetzt wie eine dankesrede an, aber ich möchte damit sagen das ich nicht hier wäre wenn dieser Mensch nicht gewesen wär und ich glüvklich sein kann das er mir geholfen hat.
Ich hoffe ich habe euch nicht allzu viel genervt, doch ich muss sagen das ich mich erleichtert fühle.
danke an euch alle
Alexandra

Hallo Alexandra,
eine Antwort auf die Frage nach dem „Warum“ wirst du wohl nie bekommen.
(Pfusch,zu lange gewartet, Schicksal…) Die Liste ließe sich noch endlos verlängern.
Bei dem, was ich so von dir lese, glaube ich, du bist selbst schon soweit diese Frage endgültig abzuschließen. Was zählt ist das „Jetzt“ und das „Danach“!!!
Mal dir jetzt schon in allen kleinen Fortschritten deine Genesung aus (du kennst dich damit aus!).
Und rechne immer mit kleinen Rückschritten, sonst überraschen sie dich.
Und: JAMMER NICHT ÜBER DEIN SCHICKSAL! (das stammt nicht von mir, sondern von einem Patienten mit langem Leidensweg. Er hat diesen Satz als Haupttriebfeder gesehen um aus dem ganzen Mist wieder rauszukommen.
Natürlich hat er zwischendurch gejammert und das war auch gut so, aber er hat nach vorn geblickt und er hat es geschafft)
Ich wünsche dir nochmal viel Glück.
Und sobald sie dich wieder an den Computer lassen, melde dich wieder in diesem Forum. Ich denke, die anderen würden sich ebenfalls freuen.
Gruß
Mister Jones

Und sobald sie dich wieder an den Computer lassen, melde dich
wieder in diesem Forum. Ich denke, die anderen würden sich
ebenfalls freuen.

…jau, mach das mal.

Chris