Hallo zusammen,
eine Freundin von mir leidet zur Zeit ganz schlimm unter Panik-Attacken. Das heißt, sie bekommt abends vorm Einschlafen plötzlich tierisch Angst, und dann Herzrasen. Oder umgekehrt, das kann sie dann nicht mehr sortieren. Jetzt ist sie verzweifelt und traut sich oft nicht, ins Bett zu gehen, weils wieder kommen könnte. Sie hat sich in Bezug auf Homöopathie schlau gemacht und nimmt jetzt Aconitum (??) C30, in meinem Buch hab ich das auch gefunden , aber D12. Sie meint C30 dürfe man nur 1-2mal die Woche nehmen. Ich finde in meinem Buch, dass D12 täglich auch mehrere Male okay geht. Wer hat damit Erfahrung? Oder ganz allgemein, wer kennt sich mit diesen Panik Attacken aus? wir haben im Internet ein bisschen gestöbert und gefunden, dass dies wohl eine anerkannte Krankheit ist. Hat denn jemand Erfahrung und kann ihr vielleicht ein paar tipps geben? Danke schonmal
Charly
Vorsicht mit Dosierungen
Hallo,
mit homöopathischen Mitteln habe ich schon vielfach gute Erfahrungen gemacht. Und zwar deshalb, weil ich mich gerade was Dosierungen anbetrifft, von meinem Hausarzt beraten ließ - entsprechende Ausbildung hat er übrigens.
Ich weiß aus einschlägigen Büchern und von Gesprächen mit ihm, dass vor Globolie-Einnahmen mit falschen Dosierungen gewarnt wird, weil zum Beispiel im Nachhinein wegen ausbleibendem Erfolg ein Homöopath mit seiner Dosierung auch nichts mehr bewirken kann.
Ist denn deine Freundin in therapeutischer Behandlung wegen der Panikattacken? Und dann kann ein Fachmann mit homöopathischem Wissen noch zusätzlich helfen.
viele Grüße
claren
Meine persönliche bzw. fachliche Meinung ist, dass Globuli wahrscheinlich das Problem deiner Freundin nicht beeinflussen (allenfalls kurzfristig eine subjektives Gefühl von Besserung) erzielen werden.
Die Panikstörung (mit oder ohne Agoraphobie) ist eine Angststörung, die sehr unterschiedliche Ursachen haben kann. Gemeinsam ist aber häufig, dass eine gewisse biologische Veranlagung (häufig schon z.B. mit Symptomen der Unsicherheit oder Trennungsangst im Kindesalter) und Stress- oder Veränderungsereignissen in der Gegenwart bestehen. Schlimmer noch als das erste Auftreten der plötzlichen Angst ist dann aber ein Teufelskreis der Angst. Die Betroffenen erleben die Situation als unkontrollierbar und bewerten (eher unwillkürlich) jegliche körperlichen Symptome als Gefahr. Schwindel, Unruhe, Schwitzen, Herzrasen etc. sind aber eigentlich erstmal (extreme) körperliche Reaktionen auf Stress. In der Folge entwickelt sich aber eine Verselbstständigung, d.h. die Patienten haben schon „Angst vor der Angst“ bzw. eine Erwartungsangst. Sie vermeiden Situationen, die sie subjektiv oder objektiv mit der Angstproblematik verknüpfen. Diese Vermeidung (Agoraphobie) führt schliesslich dazu, dass sie immer weniger Spielraum im Leben haben (z.B. nicht mehr allein das Haus verlassen).
Eine homöopathische Behandlung ist in diesen Fällen meist wenig zielführend. Ich möchte auch zu Bedenken geben, dass dadurch sogar eher die Chronifizierung der Angsterkrankung verstärkt wird. Therapeuten würden entweder zu einer medikamentösen und/oder psychotherapeutischen Behandlung raten.
Medikamentös muss man aufpassen. Einige Ärzte empfehlen Benzodiazepine bzw. „Tranquilizer“. Diese helfen akut sehr nett, längerfristig stellen sie ein weiteres Problem da. Besser wären Antidepressiva mit einer Wirkungskomponente für Angsterkrankungen (sog. SSRI wie z.B. Zoloft).
Sehr wirksam wäre eine kognitiv-behaviorale Therapie (Verhaltenstherapie). Diese beinhaltet Wissensvermittlung über Angst und deren biologische Grundlagen, Anleitung zur Selbstbeobachtung, Entspannungsverfahren und eine Vermittlung, wie man sich der Angst „stellen“ kann (Expositionsverfahren).
Es gibt eine Reihe von sehr guten Internetseiten zur Angst. Ich müsste sie raussuchen, aber vielleicht versuchst Du es erstmal selber…
Ein paar ähnliche Texte wie diesen findest Du aber auch auf meiner Webseite http://www.web4health.info
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Hallo claren,
danke.
Nein, sie hat sich noch nicht so richtig dafür entschieden. ich hab grad mit ihr telefoniert, weil die nacht naht… Also nach den ersten Herzras-attacken war sie bei einem internitsten und der sagte, jaja, das ist magnesiummangel. ist es aber nicht, blutbild ist gut. jett´zt hat der internist urlaub. ich hab ihr jetzt gut zugeredet, dass sie doch zuum psychologen geht. sie hat angst dass sie dann mit psychopharmaka oder so vollgestopft wird. jedenfalls hab ich sie so weit, dass sie am montag mit dem internisten über die möglichkeit einer psychologischen hilfe redet. aber sie hat da eine ziemliche schwellenangst.
gruß
charly
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Hallo,
ich habe sowas teilweise auch wobei ich mich da wohl selber verrückt mache:wink: …vor allem wenn ich alleine bin…oder durch den dunklen Keller oder Gassen gehe. Ich stelle mir dann teilweise richtig schlimme Sachen vor…höre dann ab und an noch was knacken und renne dann ganz schnell los und schaue mich tausend mal um…mein Herz rast wie wild und komme nur schwer wieder runter…Keine Ahnung ob das damit vergleichbar ist.
Vanessa
Hi Charly
Allgemein gilt: Je höher die Potenz, dest selteer die Einnahme. Hahnemann hat damals sogar gesagt: Gib nie ein Mittel in derselben Potenz zweimal! Aber die abgewandelte Form wäre z.B.:
D6 dreimal täglich
D12 einmal täglich
D 30 einmal wöchentlich
C 30 einmailig
Höhere Potenten (C 200, C 1000) sowieso nur einmalig geben.
Ich selber habe in den 80er Jahren in meiner Praxis viel Homöopathie betrieben und ging durch die drei wesentlichen homöopath. Schulen: a) Klassische H. b) Anthroposophische H. c) naturwiss. H. (Tiefpotenzler, Übergang zur Phytotherapie, siehe auch STIEGELE u.a.
Seit ich psychosomatisch/psychotherapeutisch arbeite, benutze ich Mwedikation nur selten, sowohl was schulmedizinische als auch naturheilkundlivche betrifft. Panikattacken haben immer einen seelischen Hintergrund und sollten primär psychotherapeutisch bearbeitet werden. Homöopathie kann nur als zusätzliche Möglichkeit eingesetzt werden.
Gruss, Branden
Hallo Charly!
Auch ich litt letztes Jahr unter Panikattacken. Es ist wirklich schrecklich. Was wirklich wichtig ist, dass deine Freundin keine Angst vor der Angst entwickelt, was sie meines Erachtens wohl schon hat. Dann bekommt sie noch mehr Attacken und setzt sich noch mehr unter Druck. Ich persönlich hatte sie immer in Stresssituationen oder nach Gesprächen, die mir Angst bereitet haben.
Mein Heilpraktiker riet mir, sie auszuhalten und sich nicht mit Medikamenten vollzustopfen. Für mich eigentlich ein wahnsinniger Rat, aber im Endeffekt kann man eh nichts anderes machen. Ich bin nach einer Panikattacke zu meiner Hausärztin gegangen, die auch homöopathisch arbeitet. Sie hatte mir eine etwas größere weiße Kugel gegeben (Name weiß ich leider nicht) und es hat sich zwar etwas gebessert, aber das könnte auch der Placeboeffekt sein.
Fakt ist, die Angst hat seelische Ursachen und die sollte auch psychotherapeutisch behandelt werden.
Auch wenns sehr schlimm ist, man stirbt nicht daran. Deine Freundin sollte sich, wenn sich eine Attacke anmeldet, auf etwas anderes konzentrieren oder wirklich versuchen, Ruhe zu bewahren, indem sie daran denkt, dass sie nicht sterben wird und es bald vorbei ist.
Ganz wichtig ist, dass sie die Angstsituation eben nicht vermeidet! Ich habe unter großer Überwindung nie eine vermeidet, weil ich der Angst keinen Sieg gönnen wollte. Ich habe einfach nicht eingesehen, der Angst so einen großen Platz in meinem Leben zu überlassen. Wenn sie sich der Angst stellt, wird sie merken, dass Situationen (hier das Einschlafen) nicht schlimm sind. Wohnt sie alleine? Wenn jemand anderes da ist, könnte er ihr die Angst, dass es wieder passieren könnte, nehmen, indem er einfach da ist und sie vor dem "in-sich-reinsteigern"ablenkt. Wenn sie ein paar Nächte ohne Attacken überstanden hat, wird sie sich auch nüchterner der Angst stellen können.
Ich hoffe, ich konnte euch etwas helfen!
Liebe Grüsse*Diana
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Nein, sie hat sich noch nicht so richtig dafür entschieden.
Stopp! Und dann nimmt sie einfach nach mehr oder weniger fachlicher Literatur irgendwelches Zeug (egal ob pflanzlich oder chemisch)?
Mit solchen Dingen ist nicht zu spaßen und die Gefahr, dass die Sache chronisch wird ist einfach zu groß. Auch stimmt die lapidare Aussage nicht, dass man „daran nicht stirbt“. Vielmehr ist es so, dass sich aus einzelnen unbehandelten Panikanfällen offenbar recht schnell und leicht komplexe psychische Erkrankungsbilder ergeben, die dann zwar nicht „an sich“ tödlich sind, Menschen aber durchaus in den Suizid treiben.
ich hab grad mit ihr telefoniert, weil die nacht naht… Also
nach den ersten Herzras-attacken war sie bei einem
internitsten und der sagte, jaja, das ist magnesiummangel.
Ist ja durchaus OK Mangelerscheinungen als Ursache abzuklären, aber wenn diese jetzt ausgeschlossen sind, dann muss die Betroffene jetzt schnellstmöglich in fachlich qualifizierte Hände. Entsprechende Krankheitsbilder verschiedene Wirkmechanismen haben können und auch in unterschiedlicher Form behandelbar sind, sollte sie nach einem Arzt mit mehreren Qualifikationen bzw. einer Gemeinschaftspraxis suchen, in der es Neurologen und Psychiater gibt und wo man mit Psychotherapeuten zusammenarbeitet.
sie hat angst dass sie dann mit
psychopharmaka oder so vollgestopft wird.
Diese Bedenken hört man immer wieder, sie sind aber größtenteils unbegründet. Ich habe im Umfeld durch Familie (habe Schwiegermutter oft zum Psychiater gebracht) und Bekanntenkreis (rund um das juristische Staatsexamen entwickeln sich viele Angststörungen) diverse Fälle miterlebt und in keinem Fall wurde jemand einfach „vollgestopft“. Vielmehr haben alle Ärzte sehr sorgfältig sich an die Sache herangetastet und längst nicht in allen Fällen überhaupt Medikamente verschrieben. Wenn ja, war es für die Betroffenen natürlich schon belastend einige Wochen (bis die Mittel richtig wirken und Reste vorheriger Versuche abgebaut sind braucht es einige Tage) ggf. eine zu geringe Dosis oder auch mal eine etwas zu hohe Dosierung zu ertragen und dann mal weiter von den Anfällen gequalt oder mit Müdigkeit geschlagen zu sein, aber mit einer einzigen Ausnahme hat man die Sache so recht schnell in den Griff bekommen. Und ohne die Angst vor der Angst kann man dann an die Ursachen viel besser herangehen. D.h. die Medikamente sind nicht die Lösung, sondern nur Mittel zu Zweck. Gibt es natürlich klar zeitlich begrenzte Auslöser (wie Examen), können selbstverständlich auch die für ein paar Wochen oder Monate gegebenen Medikamente schon ausreichend sein.
aber sie hat da
eine ziemliche schwellenangst.
Warum eigentlich? Zum Internisten geht sie, zum Zahnarzt vermutlich auch, ihr Auto bringt sie in die Werkstatt, wenn sie eine Telefonnummer braucht ruft sie die Auskunft an, …
Es gibt glücklicherweise Leute, die sich auf solche Fälle spezialisiert haben und warum diese dann nicht nutzen? Habe ja selbst oft genug im Wartezimmer eines Psychiaters gesessen und kann dir bestätigen, dass da auch nur ganz normale Menschen sitzen, die sich eben kein Bein gebrochen haben, sondern ein anderes gesundheitliches Problem haben, und zumindest Schwiegermutters Arzt hatte keine Ähnlichkeit mit irgendwelchen Witzfiguren, sondern ist einfach ein richtig netter und hilfsbereiter Kerl, der mit uns immer prima zusammengearbeitet hat und dem wir in den schweren letzten Jahren viel zu verdanken hatten.
Gruß vom Wiz
Hi Diana,
super, danke,
ich überrede sie jetzt mal, hier reinzugucken, vielleicht hilft es ja, zu lesen, dass andere auch solche attacken haben. ich kenne angstzustände, aber keine körperlichen attacken, deshalbt weiß ich wohl, wie sehr sie leidet, kann mit aber den körperlichen teil kaum vorstellen. vielleicht meldet sie sich auf dieser seite mal bei dir.
merciiiii
charly
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Hallo,
Die Panikstörung (mit oder ohne Agoraphobie) ist eine
Angststörung, die sehr unterschiedliche Ursachen haben kann.
Aber ab welcher Frequenz spricht man davon? Wann muss sie Angst vor einer sich entwickelnden Agoraphobie haben?
chlimmer
noch als das erste Auftreten der plötzlichen Angst ist dann
aber ein Teufelskreis der Angst. Die Betroffenen erleben die
Situation als unkontrollierbar und bewerten (eher
unwillkürlich) jegliche körperlichen Symptome als Gefahr.
Exactly. sie sagte, weißt du ich beobachte mich schon den ganzen tag…
Medikamentös muss man aufpassen. Einige Ärzte empfehlen
Benzodiazepine bzw. „Tranquilizer“. Diese helfen akut sehr
nett, längerfristig stellen sie ein weiteres Problem da.
eben! Davor hat sie angst, und ich ehrlich gesagt auch. Ich kann sie nicht mit gutem gewissen überreden, das auszuprobieren!
Besser wären Antidepressiva mit einer Wirkungskomponente für
Angsterkrankungen (sog. SSRI wie z.B. Zoloft).
und das ist unbedenklich???
Sehr wirksam wäre eine kognitiv-behaviorale Therapie
(Verhaltenstherapie). Diese beinhaltet Wissensvermittlung über
Angst und deren biologische Grundlagen, Anleitung zur
Selbstbeobachtung, Entspannungsverfahren und eine Vermittlung,
wie man sich der Angst „stellen“ kann (Expositionsverfahren).
Ich sehe den grund das vorzuschlagen, aber ich sehe auch die hemmschwelle, solche hilfe in anspruch zu nehmen.
Danke Charly
hallo claren,
hochinteressant, wo doch die wissenschaft überhaupt noch keine wirkung feststellen konnte.
strubbel
d:open_mouth:)
Hallo nochmal !
Eine der besten Informationsquellen zu Angststörungen sind die Seiten des österreichischen Experten hans.morschitzky unter http://www.panikattacken.de
Da werden praktisch alle verfügbaren Informationen und Fragen zum Thema aufgegriffen… Ich könnte es nie so gut wie er erklären. Er hat jahrelang ein Forum in Deutschland betreut und hat die Antworten mit auf seine Seiten integriert.
Zu Medikamenten bei Angststörungen :
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) sind eigentlich Mittel bei Depressionen und werden da lange eingesetzt. In den vergangenen Jahren haben sich aber mehr und mehr Untersuchungen zu Angststörungen ergeben. Sie sind keine Wundermittel, aber sie sind ziemlich sichere Medikamente. Sie können zwar in der Anfangsphase zu Unruhe oder auch Appetitbeschwerden führen, haben aber keine langfristigen Nebenwirkungen (und erst recht kein Abhängigkeitspotential).
Ich stimme Branden voll und ganz zur Bewertung der homöopathischen Methoden zu. Ich habe halt nur die Erfahrung gemacht, dass da sehr viel Zeit mit „Ausprobieren“ verloren geht. In dieser Zeit steigt die Angst vor der Angst bzw. es gehen einem immer mehr soziale Kontakte bis hin zur Arbeit verloren. Deshalb sollte man möglichst bald mit einer Therapie anfangen. Und ganz klar : Die ist psychotherapeutisch.
Die Verhaltenstherapie ist bei der Panikstörung (wenn keine weiteren Komplikationen wie eine Persönlichkeitsstörung) auftreten in vielen Fällen sehr schnell und effektif (d.h. es reichen häufig 20-40 Therapiestunden). Es gibt sogar Online-Psychotherapieverfahren, die genauso wirksam wie eine „echte“ Psychotherapie sind (diese Aussage kommt nicht von mir, sondern dem weltweit anerkannten Verhaltenstherapeuten Isaac Marks). Beispiele wären www.fearfighter.com bzw. www.paniccenter.net
MFG
Martin
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Gerne!
Wenn sie auf dieser Seite nichts schreiben möchte, kann sie sich auch gerne per Mail bei mir melden.
Liebe Grüsse*Diana
Hi Diana,
super, danke,
ich überrede sie jetzt mal, hier reinzugucken, vielleicht
hilft es ja, zu lesen, dass andere auch solche attacken haben.
ich kenne angstzustände, aber keine körperlichen attacken,
deshalbt weiß ich wohl, wie sehr sie leidet, kann mit aber den
körperlichen teil kaum vorstellen. vielleicht meldet sie sich
auf dieser seite mal bei dir.
merciiiii
charlyHallo Charly!
Auch ich litt letztes Jahr unter Panikattacken. Es ist
wirklich schrecklich. Was wirklich wichtig ist, dass deine
Freundin keine Angst vor der Angst entwickelt, was sie meines
Erachtens wohl schon hat. Dann bekommt sie noch mehr Attacken
und setzt sich noch mehr unter Druck. Ich persönlich hatte sie
immer in Stresssituationen oder nach Gesprächen, die mir Angst
bereitet haben.
Mein Heilpraktiker riet mir, sie auszuhalten und sich nicht
mit Medikamenten vollzustopfen. Für mich eigentlich ein
wahnsinniger Rat, aber im Endeffekt kann man eh nichts anderes
machen. Ich bin nach einer Panikattacke zu meiner Hausärztin
gegangen, die auch homöopathisch arbeitet. Sie hatte mir eine
etwas größere weiße Kugel gegeben (Name weiß ich leider nicht)
und es hat sich zwar etwas gebessert, aber das könnte auch der
Placeboeffekt sein.
Fakt ist, die Angst hat seelische Ursachen und die sollte auch
psychotherapeutisch behandelt werden.
Auch wenns sehr schlimm ist, man stirbt nicht daran. Deine
Freundin sollte sich, wenn sich eine Attacke anmeldet, auf
etwas anderes konzentrieren oder wirklich versuchen, Ruhe zu
bewahren, indem sie daran denkt, dass sie nicht sterben wird
und es bald vorbei ist.
Ganz wichtig ist, dass sie die Angstsituation eben nicht
vermeidet! Ich habe unter großer Überwindung nie eine
vermeidet, weil ich der Angst keinen Sieg gönnen wollte. Ich
habe einfach nicht eingesehen, der Angst so einen großen Platz
in meinem Leben zu überlassen. Wenn sie sich der Angst stellt,
wird sie merken, dass Situationen (hier das Einschlafen) nicht
schlimm sind. Wohnt sie alleine? Wenn jemand anderes da ist,
könnte er ihr die Angst, dass es wieder passieren könnte,
nehmen, indem er einfach da ist und sie vor dem
"in-sich-reinsteigern"ablenkt. Wenn sie ein paar Nächte ohne
Attacken überstanden hat, wird sie sich auch nüchterner der
Angst stellen können.Ich hoffe, ich konnte euch etwas helfen!
Liebe Grüsse*Diana
Hallo zusammen,
eine Freundin von mir leidet zur Zeit ganz schlimm unter
Panik-Attacken. Das heißt, sie bekommt abends vorm Einschlafen
plötzlich tierisch Angst, und dann Herzrasen. Oder umgekehrt,
das kann sie dann nicht mehr sortieren. Jetzt ist sie
verzweifelt und traut sich oft nicht, ins Bett zu gehen, weils
wieder kommen könnte. Sie hat sich in Bezug auf Homöopathie
schlau gemacht und nimmt jetzt Aconitum (??) C30, in meinem
Buch hab ich das auch gefunden , aber D12. Sie meint C30 dürfe
man nur 1-2mal die Woche nehmen. Ich finde in meinem Buch,
dass D12 täglich auch mehrere Male okay geht. Wer hat damit
Erfahrung? Oder ganz allgemein, wer kennt sich mit diesen
Panik Attacken aus? wir haben im Internet ein bisschen
gestöbert und gefunden, dass dies wohl eine anerkannte
Krankheit ist. Hat denn jemand Erfahrung und kann ihr
vielleicht ein paar tipps geben? Danke schonmal
Charly
hallo Strubbel,
deine Einstellung zur Homöopathie ist mir bekannt.
))
mit herzlichen Grüßen
Claudia &:-}
hallo claudia,
das ist keine frage der einstellung sondern des nachweises.
die nazis hatten hunderttausende reichsmark ausgegeben, um eine wirksamkeit nachzuweisen, da glühende anhänger dieses glaubens.
auch sie hatten nichts gefunden, obwohl sie glaubten.
selbst versuche mit heroin in dieser dosierung brachte keinerlei resultate (versuche in den usa).
strubbel
€:open_mouth:)
Hallo
Also, ich bin die Freuendin von Charly, und das mit en Angstattacken ist wirklich ziemlich heftig, aber warhscheinlich doch gar nicht so wie ich mir das vorstellt. Also, ich war heute nochmal bei einem Arzt um das Ergebnis des Langzeit-Eklgs zu bekommen, Und siehe da: Ich habe Herzrhythmusstörungen und da mein Herz ab und zu schneller schlägt, bekome ich auch Angstattacken. Leider muß ich jetzt erst mal abwarten, was bei den nächsten untersuchungen rauskommt. ich hoffe, dass es nix schlimmeres ist. Danke nochmal für die lieben Antworten
Gruß Ulrike
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Hi Diana,
also ich bin die Freundin, von der Charly erzählt hat. Heute war ich nochmal beim Arzt, dort wurde mir meine Ergebnisse des Langzeit-EKGs mitgeitel. Ich habe Herzrhxthmusstörungen und dann schlägt mein Herz schneller, dann bekomme ich Angst usw usw, wie von Charly beschrieben. Irgendwie bin ich erleichtert, dass das Kind jetzt einen Namen hat außer Angst, aber irgendwie habe ich jetzt Angst, dass das ganze doch schlimmer sein könnte. Ich bekomme jetzt noch ein Belastungs-EGK und ein Herzultraschall gemacht. Ich hoffe, dass die Ergebisse negativ sind. Außedem wirds jetzt glaube ich Zeit für mich mit dem Rauchen aufzuhören, was mit sicherheit ein großer Risikofaktor ist, das weiß ich ja auch, aber es ist gaz nicht so einfach.
Also, nochmal vielen Dank für deine Antwort, vielleicht hören wir ja wieder mal von einander.
Gruß Ulrike
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Hallo Charly,
gut, daß Du Dich selbst zu Wort meldest. Ich habe diese Diskussion hier verfolgt und festgestellt, daß aufgrund des Wortes „Panikattacke“ sich wieder einmal viel zu schnell auf die Panikstörung konzentriert worden ist und dabei vergessen wurde, daß solche Attacken auch durch andere Störungen / medizinische Krankheiten hervorgerufen werden können. Die von Deiner Freundin beschriebenen Attacken sind für eine Panikstörung nicht charakteristisch, weshalb mich jetzt Deine Rückmeldung, daß eine medizinische Ursache gefunden zu worden scheint, nicht überrascht.
Gruß,
Oliver Walter