Nieren+Harnblase - Schmerzen!

Hallo!
Ich habe vor einiger Zeit schon mal zum Thema gepostet, aber mittlerweile habe ich mehr Informationen. Dennoch einige Fragen…

Ich trinke am Tag etwa 5-6 Liter, hauptsächlich Schorle, aber auch mal Kaffee, Milch, Tee (habe kein Diabetes!). Allerdings muss ich entsprechend dieser Menge relativ selten auf die Toilette, etwa nur 3-4 Mal am Tag, die Abstände sind sehr groß!
Wenn ich dann morgens aufwache, schmerzen meine Nieren tierisch und ich muss dringend aufs Klo. Der Harndrang ist dabei aber nicht ausgehend von der Blase zu spüren, wie man es sonst so kennt. Es ist eher so, als hätte sich der Urin zurück in die Nieren verlagert. Nach dem Wasserlassen ist der Schmerz weg.
Nun sagte mir eine Bekannte, dass diese Schmerzen damit zusammen hängen können, dass ich so wenig auf die Toilette gehe, dabei aber so unheimlich viel trinke. Und dass das u.U. gefährlich werden könne (Blasen- und Nierenbeckenentzündung, Inkontinenz usw).
Ist da was dran?
Ist es normal, dass ich so viel trinke? Was könnte es sonst sein, dass morgens meine Nieren so schrecklich schmerzen?
Galli

Hi Galli,

warst Du denn schonmal beim Urologen und hast Deine Blasenkapazität testen lassen?
Ich ja…leider unfreiwillig, weil ich morgens auch mit Nierenschmerzen aufgestanden bin…und zwar so, dass ich fast keine Luft mehr habe holen können. Meine Mum hat mich dann zu einem Urologen geschleppt…damals wurde das noch mit Katheter gemacht…

Daraufhin wurde eine Wanderniere diagnostiziert und ein enormes Fassungsvermögen der Blase…wo das herkommt weiß ich aber, denn ich konnte nicht auf fremde WC gehen, oder im Wald „Blümchen pflücken“, also hielt ich an, bis ich wieder zuhause war.

Auch Rückenprobleme können in den Nierenbereich ausstrahlen. Die richtige Liegestätte ist dabei goldwert. Die Matratze für Dich angemessen, ein guter Rost unter der Matratze, kann schon einiges bewirken.

Wichtig ist, dass Du Deine Blase regelmässig alle zwei bis drei Stunden entleerst, länger sollte Urin nicht zurückgehalten werden. Wenn man schon eine gedehnte Blase hat, ist das natürlich schwierig und ist mit Training verbunden. Am Anfang hilft evtl. ein Wecker?

Jetzt stell Dir mal vor, Du liegst im Bett, Deine Blase ist gedehnt, dass heisst größer als normal und ist voll…sie braucht Raum, den schafft sie sich auch…aber irgendetwas anderes was normalerweise an dieser Stelle wäre muss weichen…im Liegen sind das dann evtl. die Nieren, die ihre Position weiter als normal (Zw. Liegen und Stehen)verlagern müssen.

Wenn Du keinen Diabetes hast, ist an Deiner Trinkmenge nichts auszusetzen, aber Du mußt Dich wirklich daran erinnern, Deine Blase regelmässig zu entleeren.
Ob es allein aufgrund einer zu vollen Blase einen Rückfluss in die Nieren geben kan, weiss ich allerdings nicht, das fragst Du am besten einen Urologen Deines Vertrauens :wink:

Grüße
Maja

Danke für deine Antwort! Auch bei mir ist es morgens so schlimm, dass ich fast nicht mehr einatmen kann, ohne das Gefühl zu haben, dass die Nieren zerreißen würden.
Muss ich denn unbedingt die Blasenkapazität testen lassen, oder reicht es, wenn ich einfach nur öfter auf Toilette gehe?
Habe tierische Angst vor Ärzten und erst recht vor so sonderbaren Ärzten wie Urologen…;-(
Galli

Liebe Galli,

Eines vorweg: Ich bin ein einziger riesengroßer Jammerlappen, wenn es um körperliche Schmerzen oder ungewöhnliche Untersuchungsmethoden geht. So habe ich meine Zähne viel zu lange verkommen lassen, bis es fast zu spät war.
Aus schierer Angst vor Schmerzen, bis ich glücklicherweise eine … aber das ist eine andere Baustelle nach der du nicht gefragt hast. Ich wollte dir nur ein Beispiel für meine Sensibiltät (ich kann Hasenherzigkeit durchaus auch positiv formulieren) geben, damit du nicht denkst, ich sei eben besonders robust und könnte Schmerzen gut ertragen. Das ist überhaupt nicht so!!

Also, meine Geschichte:
Ich bin zu einer Urologin gegangen, weil ich glaubte eine beginnende Blasenschwäche zu haben („tröpfelen“ beim Niesen, Husten und Lachen, selbst wenn mich bemühte „zu zuhalten“, wenn es überraschend kam, war sowieso nichts zu machen).
Sie machte eine Untersuchung, von der ich nicht genau weiß ob es eine Kapazitätsmessung war (glaube es aber) jedenfalls wurde durch einen dünnen Schlauch Wasser in meine Blase gepumpt. Und jetzt hör genau zu

ES WAR ABSOLUT UND VOLLKOMMEN TOTAL SCHMERZFREI HARMLOS UND ÜBERHAUPT KEIN EINZIGES BISSCCHEN SCHLIMM !!! ES GAB AUCH SONST KEINEN ANDEREN STRESS (PSYCHISCH) WEGEN SCHAM ODER PEINLICHKEIT ODER WAS WEISS ICH !!!

Das mag daran gelegen haben, dass ich sie als eine sehr nette Frau erlebt habe, die sich Zeit und Ruhe für Erklärungen nahm, keine Hektik verströmte und mir nicht das Gefühl vermittelte, dass ich mal voran machen sollte, weil draußen eine Millionen anderer Patienten auf Behandlung warteten. Was den Teil angeht, kann ich dir also nur viel Glück wünschen, dass du auch so jemanden kompetenten und stressfreien findest. Vielleicht vorher bei deiner Gynäkologin, oder bei Frauengruppen nachfragen.

Ich schreibe dir deshalb so ausführlich, weil ich es sehr (super-)wichtig finde, dass du das, was du da hast diagnostizieren lässt. Und was immer es ist: lass es auf jeden Fall behandeln!! Vielleicht gibt es ja sanfte und verträgliche Behandlungsmöglichkeiten.

Wir Frauen müssen bei allen Problemen in diesem Bereich ja auch immer gleich an alle anderen Organe, die wir da so haben, mit denken. Schließlich wollen wir weder unsere Gebärfähigkeit noch die Freude am Sex verlieren!!

Meine befürchtet Blasenschwäche hat sich zum Glück als Überfunktion von Muskeln in der Blase herausgestellt. Das ist sehr gut behandelbar, so dass ich keine Probleme mehr habe.

Ich hoffe, dass ich dir Mut machen konnte, wenn ich noch irgendetwas mehr tun kann, kannst du mich auch gerne an-mailen, es macht mir nichts aus darüber zu sprechen, nur hier wollte ich nicht allzu ausführlich werden, weil es sicher nicht so interessant für alle ist.
Und bitte glaube mir: ES WAR VÖLLIG SCHMERZFREI UND HARMLOS !!!

Renate, die, wenn sie weiter oben von Jammerlappen und Hasenherzen spricht sich, und niemanden sonst, meint.

Hallo!
Ich habe vor einiger Zeit schon mal zum Thema gepostet, aber
mittlerweile habe ich mehr Informationen. Dennoch einige
Fragen…

das heißt aber du warst noch nicht bei einem Arzt/Ärztin???

Ich trinke am Tag etwa 5-6 Liter, hauptsächlich Schorle, aber
auch mal Kaffee, Milch, Tee (habe kein Diabetes!).

Ist das abgeklärt oder so deine Idee??

Allerdings
muss ich entsprechend dieser Menge relativ selten auf die
Toilette, etwa nur 3-4 Mal am Tag, die Abstände sind sehr
groß!

Hast du so selten Harndrang?? und wieviel kommt dann immer? Seid wann ist das so?? Hast du zugenommen, seit das so ist?

Wenn ich dann morgens aufwache, schmerzen meine Nieren
tierisch und ich muss dringend aufs Klo. Der Harndrang ist
dabei aber nicht ausgehend von der Blase zu spüren, wie man es
sonst so kennt. Es ist eher so, als hätte sich der Urin zurück
in die Nieren verlagert. Nach dem Wasserlassen ist der Schmerz
weg.

Ab zum Urologen.
Renate hat das ja unten auch schon geschrieben. Urologische Untersuchungen sind nichts worüber man/frau sich Sorgen machen muß.

Nun sagte mir eine Bekannte, dass diese Schmerzen damit
zusammen hängen können, dass ich so wenig auf die Toilette
gehe, dabei aber so unheimlich viel trinke. Und dass das u.U.
gefährlich werden könne (Blasen- und Nierenbeckenentzündung,
Inkontinenz usw).
Ist da was dran?

Ja schon - ich mal mal ein Szenario (muß nicht deins sein, hab ich aber so schon gesehen): Jemand hält immer ein und dehnt dadurch seine Blase auf, das führt dazu, daß der Harn immer sehr lange in der Blase bleibt. Dadurch und unterstützt durch ein paar andere Faktoren kommt es bei ihm zu Blasensteinen. Diese verstopfen zusätzlich den Ausgang. Als ich ihn (ist einer meiner Patienten, der nicht zum Arzt wollte) endlich dazu gebracht habe zum Urologen zu gehen (hatte angekündigt ohne Diagnose nicht weiter zu behandeln) hatte er 6 teilweise Haselnußgroße Harnsteine und die Blase war auf 5 Liter gedehnt. Seine Nieren waren (was mich und den Urologen überraschte) noch nicht beeinträchtigt, denn durch den Rückstau, kann es durchaus zu Beeitnrächtigungen kommen. Die Steine mußten operiert werden. Seine Blase ist jetzt noch immer nicht wieder klein genug um spontan zu urinieren,…
Warum schreib ich das hin?
Wenn du es soweit kommen läßt, dann wird es unangenehm in der Behandlung.
Ansonsten wird der Urologe vermutlich außer der von Renate beschriebenen Untersuchung nur mit Ultraschall, Abtasten evtl Röntgen und nem Blutbild arbeiten. Alles nicht was Schrecken verbreitet, wenn man es tun läßt.

Ist es normal, dass ich so viel trinke?

Warum trinkst du soviel? Normal ist nicht unbedingt eine echte Kategorie. Normal ist es sicher nicht, die meisten Menschen trinken zuwenig. Gesund könnte es sein, da müßte man genau hingucken.

Was könnte es sonst
sein, dass morgens meine Nieren so schrecklich schmerzen?

Nochmal - ab zum Urologen/Urologin - da kommst du nicht dran vorbei. Und es ist wirklich nicht schlimm.

Gruß und gerne mehr Info auf Nachfrage
Kerstin

Galli