Muss/soll ich zusätzlich calcium nehmen

hallo,

ich habe vor ca. 4 jahren nen unfall gehabt. der c7 war angebrochen. wurde nicht behandelt.

ist es ratsam, wenn ich zusätliche calciumpräparate zu mir nehme, um den wirbel zu stärken/schützen/aufzubauen?

bitte um hilfe.

danke.

gruß

Hi!

Theoretisch kann man Calcium und Vitamin D nehmen, aaaaber:

Wenn du dich normal ernährst und keine Osteoporose hast, dann ist das unnötig! Außerdem kann die übermäßige Zufuhr zu Problemen führen, wie z.b. Harnsteine.

Zusätzliche Präparate würde ich nicht empfehlen, du kannst aber darauf achten, täglich Milch zu trinken bzw. Milchprodukte zu dir zu nehmen. Das reicht schon.

Außerdem ist die Fraktur schon zu lange her, als daß man da viel verändern könnte. Die allgemeine Stabilisierung der Knochen mit zusätzlichen Präparaten macht nur bei Osteoporose und Co. Sinn.

Vielmehr würde ich zur Stabilisierung versuchen, die Muskeln zu stärken! Am das am besten unter fachmännischer Anleitung, z.b. beim Physiotherapeuten und nach Absprache mit deinem Arzt!

Gruß,
Sharon

zuviel Calcium???
Hey Sharon,
erstmal von der Richtung her, genau richtig was du schreibst.
Nur eine Korrektur:
So weit ich weiß, kann man nicht zuviel Calcium zu sich nehmen, sodaß es darüber auch nicht zu Steinen kommen kann, solange man es oral tut. Der Regelkreis aus D-Hormon, Parathormon und Calcitonin regelt die Resorption sodaß der Blutspiegel aus freiem Calcium relativ konstant bleibt, was ja äußerst wichtig ist für diverse Dinge im Körper.
Zu einem zuviel an Calcium im Blut und in dessen Folge u.a. zu Steinen kann es nur bei anderen Grunderkrankungen kommen z.B. Hyperparathyreoidismus, sodaß der Regelkreis nicht mehr funktioniert.

Schönen Abend und verzeih mir die Klugscheißerei
Kerstin

ein vorsichtiges jaaa *g*
Hi!

Ich meinte eigentlich auch die künstliche Zufuhr (ansonsten hast du Recht) :wink:
Und darüber kann man bei gleichzeitig normaler Ernährung und wenn kein Mangel besteht, durchaus ein „zuviel“ an Calcium erreichen. Gefährlich ist das zwar nicht unbedingt, kann aber tatsächlich zu Harnsteinen führen:

Milch und Milchprodukte sind die Hauptlieferanten für Calcium. Calcium wird für den Aufbau von Knochen und Zähnen benötigt und hat wichtige Funktionen im Zellstoffwechsel. Die empfohlene Calciumzufuhr liegt bei ca. 1000 mg pro Tag. Muß lange Zeit auf Milch und Milchprodukte verzichtet werden, sollte auf eine ausreichende Calciumaufnahme geachtet werden. In diesem Zusammenhang sollten calciumreiche Lebensmittel wie z.B. Nüsse, Sesam, Brokkoli, Mangold, Grünkohl, Sellerie, Fenchel, Sojabohnen, calciumreiche Mineralwässer (>150 mg/L), Obstsäfte mit Calcium-Zusatz, etc. reichlich verzehrt werden. Da das Calcium aus pflanzlichen Lebensmitteln für den Körper nicht so gut verfügbar ist, ist u.U. eine ergänzende Aufnahme von Calcium in Form von Brausetabletten - nach Rücksprache mit dem Arzt - sinnvoll. Von einer unkontrollierten Selbstmedikation ist abzuraten, weil eine Überdosierung von Calcium die Aufnahme von Eisen, Zink und Magnesium verschlechtert und die Bildung von Nierensteinen und -verkalkungen begünstigen kann.

Und bei einem bekannten Calcium-Präparat, dessen Namen wir hier nicht nennen wollen (doch, wollen wir *g*: Sandoz), heißt es:

Bei fortgesetzter parenteraler Therapie mit hohen Calciumdosen sind Blutspiegel und Calciumausscheidung im Urin sorgfältig zu überwachen, vor allem bei Kindern. Die Behandlung ist abzubrechen, wenn der Blutcalciumspiegel 2,625 mmol/l (105 mg/l) überschreitet oder wenn die Calciumausscheidung im Urin mehr als 0,125 mmol/l (5 mg/kg) Körpergewicht / 24 Stunden beträgt.

Da scheint es so, als ob die (unnötige und damit zu hohe) künstliche Zufuhr doch nicht so ohne ist - zumindest für die Niere…

Schönen Abend

Dir auch :wink:

und verzeih mir die Klugscheißerei

Achje, tu ich doch auch manchmal *gg*
Hätte ja auch falsch sein können - mein Gedächtnis ist auch nicht mehr das, was es mal war *g*

Gruß,
Sharon

Die empfohlene Calciumzufuhr liegt bei ca. 1000 mg pro Tag.

wie viel ist das umgerechnet z. b. auf milch?