Herzrhythmusstörungen

Hallo,
bei mir wurden heute Herzrhythmusstörungen festgestellt. Mein Herz schlägt manchmal etwas mehr als es soll, was ich als sehr unangenehm empfinde und dann auch Angest bekomme, dass es vielleicht ein Herzinfarkt oder Schlaganfall sein könnte. Wer hatte so etwas schon mal und wie kann man damit umgehen, bzw. was kann man dagegen tun. Es stehen noch drei weitere Untersuchungen aus: 1. Ultraschall des Herzen, 2. Blutuntersuchung wg, Zeckenbiss und. 3. Belastungs-Ekg, Hat schon jeamnd ein Belastungs-EKG gemacht bekommen? Wie funktioniert das, ist das schlimm?
Gruß Ulrike

Hallo Ulrike,

Hat
schon jeamnd ein Belastungs-EKG gemacht bekommen? Wie
funktioniert das, ist das schlimm?

Keine Angst, ist halb so schlimm.
Zuerst werden dir einige Elektroden am Oberkörper befestigt,
dann wirst Du auf einen Ergometer (eine Art Fahrrad) gesetzt und musst mit ungefähr 60 Umdrehungen/Minute in die Pedalen treten.
Dabei wird allmählich der Tretwiderstand, sprich die Belastung, gesteigert.
Währendessen wird deine Herzaktivität aufzeichnet.
Das gibt so eine Kurve auf einenm Papierstreifen, hast Du bestimmt schon einmal gesehen.
Der Arzt steht daneben und passt schön auf, wenn Du genügend belastet wurdest, lässt er dich aufhören.
Du kommst eventuell etwas außer Atem, aber Du wirst nicht bis ans absolute Limit belastet.
Achja, Blutdruck wird dabei auch noch gemessen.

Mehr ist das nicht.

Gruß

Axel

take it easy!
Hallo Ulrike!
die Untersuchungen sind nicht schlimm!
Es wird eine Ultraschalluntersuchung gemacht, ich durfte dabei zusehen und bekam die Bilder auch toll erklärt. Anschliessend ging es aufs Fahrrad, mit ein paar Kabeln am Oberkörper! Die Schwester war sehr nett und hat mich auch tüchtig motiviert.
Das schlimmste an der ganzen Sache war das Warten, bis der Doc den Papierstreifen in Händen hatte und mir seine Meinung dazu gesagt hat!
Bleib einfach ruhig, ändern kannst Du sowieso nix!
Warte auf die Diagnose, rede mit dem Doc und ich wünsche Dir, dass Du Dir dann keine Sorgen mehr machen musst!
LG Ulli, die das auch hinter sich hat und jetzt wesentlich beruhigter lebt!

Hallo Ulrike,
dieses unangenehme Gefühl, welches Du hast, kann ich nachvollziehen. Jedes Mal, wenn das passierte, habe ich mir angstvoll die Hände an die Herd-/Brustgegend gedrückt und gehofft, das es schneller wieder weggeht.
Kurioserweise wurde auch eine Schilddrüsenuntersuchung gemacht. Seitdem nehme ich, wegen Unterfunktion, L-Hydroxin. Das Rumpeln, Stolpern und Flattern hat aufgehört; nur muss ich das Medikament jetzt immer einnehmen, aber das ist bei dem Ergebnis kein Problem.
Wenn Dein Arzt diesbezüglich noch nichts angeordnet hat - spreche ihn darauf an. Es ist nur eine einfache Blutuntersuchung. Schließlich sollte man doch breit gefächert „ermitteln“.
Viel Glück und Gruß Iso.Osi

Hallo,
vielen Dank. Aber eine Schilddrüsenuntersuchung per Blutbild und Ultrschall habe ich schon hintermir. Ich habe auch ansonsten wirklich Superblutwerte, Cholesterin und sonstiges wirklich alles in Ordnung. Entweder ich habe jetzt wirklich was am Herzen oder es kommt vom Kopf. Mal sehen
Gruß Ulrike

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Hallo Ulrike,

bei mir wurden heute Herzrhythmusstörungen festgestellt.

Kein Grund zur Panik. Hab’ ich auch gelegentlich, bin aber trotzdem kerngesund.
Was dagegen tun? So leben, dass man allumfassend sagen kann:

MIR + GEHT’S + GUT! :smile:

Es stehen noch drei weitere Untersuchungen aus

Beide Untersuchungen, die Sonographie und auch das Belastungs-EKG, sind absolut schmerzlos. Die Ultraschalluntersuchung findet im Liegen statt, eine gesondert geschulte Arzthelferin wird „Bilder“ vom Herzen machen, derweil du entspannt deiner Herzfunktion auf dem Monitor zusehen kannst. Zur Begutachtung der Befunde wird später sicher der „Herzarzt“ (Kardiologe) hinzukommen.

Beim Belastungs-EKG wirst du, wie schon Vorredner sagten, barbusig mit „verkabeltem“ Oberkörper für maximal 12 Minuten (?) auf dem Ergometer radfahren - natürlich ohne dich von der Stelle zu bewegen. :wink:

Wie bereits berichtet, wird der Tretwiderstand (= Belastung, daher Belastungs-EKG) stetig erhöht. Auch diese Untersuchung ist absolut schmerzfrei, wird nur eben irgendwann ein bisschen anstrengend.
Wünschenswert wäre, dass du nicht sofort aufgibst, wenn’s mühsam wird, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen.

Trotz allem Durchhaltewillen solltest du natürlich jede Form von Unwohlsein (Kreislaufschwierigkeiten, Schwindel o.ä., womit jedoch NUR im Ausnahmefall zu rechnen ist!) der Helferin, die die Untersuchung begleitet und dich nicht allein lässt (weil sie ja die Ergebnisse aufzeichnen muss), mitteilen.

Wenn du alle Untersuchungen - reine Routine! - absolviert hast, wird der Arzt mit dir die Befunde durchgehen und - mit etwas Glück :wink: - auch erklären und dabei hoffentlich von „funktionellen Beschwerden“ sprechen. Ein sehr hoher Anteil von (meistens vorübergehenden) Rhythmusstörungen ist nicht behandlungsbedürftig und völlig harmlos.

Das wünsche ich auch dir! :smile:

Gruß
Birgitt

Ein paar Tips
Hallo Ulrike,
daß Du in Behandlung bist ist schon mal sehr gut, denn dann weißt Du bald bescheid, ob Deine Rhythmusstörungen gefährlich sind, oder nicht (letzteres liegt oft vor, also Ruhe bewahren) :smile:

Ich habe seit meinem 18. Lebensjahr ca. 2-3mal im Jahr eine sog. „Paroxismale, supraventrikuläre Tachykardie“ oder so ähnlich, das ist spontanes Herzrasen mit einem Puls von ca. 180 Schlägen pro Minute. Ich bekomme das in unterschiedlichen Situationen: beim Schlafen, sitzen, im Restaurant… also ganz unvorhersehbar. Meine Art der Rh.störung ist aber wohl ungefährlich, nur unangenehm, hab die Ursache aber noch nicht abklären lassen (mache ich aber im Juli). Manchmal hält dieser Zustand dann stundenlang an, und das geht auf die Dauer dann auch auf den Kreislauf, d.h. irgendwann wird mir koddrig, krieg weiche Knie, bin aber noch nie umgekippt. Mittlerweile bin ich übrigens 30, lebe also sehr gut damit… :wink:

Mein Freund, der selber Arzt ist (allerdings kein Kardiologe, sondern Chirurg) hat mir folgende Tricks beigebracht, die den Sinn haben, den sog. Parasympathikus zu stimulieren, der dann für die Verlangsamung des Herzens sorgt. Alle Tricks solltest Du aber vor dem Ausprobieren mit Deinem Arzt besprechen, ob sie auch zu Dir passen:

  1. Der Vasalva-Pressversuch: tief Luft holen und dann für einige Sekunden fest in die Lunge pressen. Als wenn Du einen Ballon aufblasen willst, nur ohne die Luft rauszulassen. Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine… das kann man, falls es nicht gleich wirkt, auch noch ab und zu wiederholen, aber Vorsicht, daß Du nicht hyperventilierst!

  2. Eiswasser trinken: ca. 0,5l eiskaltes Wasser (oder sonst irgendwas kaltes, gerne mit vielen Eiswürfeln) möglichst schnell trinken. Die kalte Flüssigkeit läuft durch die Speiseröhre und reizt dadurch den benachbarten Parasympathikus. Ist aber nix für Leute mit Magenproblemen.

Unter www.netdoktor.de findest Du übrigens auch viele Definitionen, Begriffserklärungen, Links, Tips etc. etc., falls Du noch mehr Fragen zum Thema Medizin hast. Ich persönlich finde diese Seite sehr aufschlußreich.

Ein Belastungs-EKC (wird auch auf der netdoktor-Seite erklärt) hab ich mit 18 auch schon gemacht: mehr als oben ohne Radfahren ist das echt nicht. Schaffst Du also auch. :smile:
Und die Herz-Ultraschall-Untersuchung ist wie jede andere Ultraschall-Untersuchung: T-shirt hoch, Glibber-Gel auf die Haut und gespannt auf den Monitor schauen. Hierbei werden Anormalitäten des Herzens und der Gefäße untersucht bzw. ausgeschlossen. Ist auch gaaar nicht schlimm. Ehrlich.

Was ich übrigens auch öfters zwischendurch habe, sind Extra-Systolen: wenn das Herz also einmal extra zwischendurch schlägt. Fühlt sich komisch an, haben aber viele Leute und ist meist nicht weiter schlimm.

In diesem Sinne: Alles gute!!!

Liebe Grüße, Birte