Warum weinen wir - woher kommen die Tränen?

Hallo,

mich würde mal interessieren, warum wir weinen …

Klar, wir weinen, wenn wir z.B. traurig sind - vom Zwiebel schneiden mal abgesehen, das meine ich hier nicht.

Aber warum sind gerade Tränen, die Flüssigkeit also, bei Traurigkeit das „Mittel der Wahl“ des Körpers, der Seele?
Warum Tränen?

Das hat doch sicherlich „Geschichte“, hat doch sicherlich Sinn, dass bei Traurigkeit so viel Flüssigkeit produziert wird - warum also diese viele „Flüssigkeit“?

Und woher kommt eigentlich so viel Flüssigkeit?
Jeder, der mal richtige Weinkrämpfe hatte, kennt das doch auch, und so wundere ich mich, wie und wo in so kurzer Zeit so viel Flüssigkeit herkommt?

Bin gespannt, was ihr dazu sagt.
Chris

Hallo, naja die Tränen kommen aus der Tränendrüse und davon kannst Du soviel produzieren wie du willst in der Regel sind es aber natürlich nur ein Paar Tropfen am Tag um das Auge anzufeuchten. Dass man bei Traurigkeit weint scheint keinerlei evolutionellen Sinn zu machen ausser dass es vermutlich eine Demutsgebärde des Menschen darstellt was vor 100000 Jahren den Feind vielleicht dazu bewogen hat von einem abzulassen. Naja wenn ichs mir recht überlege heute ja auch noch :-/
Vielleicht weiss es jemand ja 100%?
Gruss Christian

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Hallo, Chris,
schau mal hier:
http://www.geo.de/GEO/medizin_psychologie/psychologi…
Gruß
Eckard

Hallo, Chris,
schau mal hier:
http://www.geo.de/GEO/medizin_psychologie/psychologi…

Das ist wirklich ein psychologisches Phänomen. Vor allem bei Kindern kann der Wechsel zwischen Weinen und Lachen sehr schnell erfolgen. Zum Beispiel ist mir mal eine Mutter mit weinendem Sohn im Bus aufgefallen. Ich setzte mich einfach neben das Kind, schaute es an, und schon lachte es von einer Sekunde auf die andere.
Gruß

Eckard

Medizinische Sicht?
Hallo,

wirklich interessante Links, aber mich würde vor allem weniger die psychologische als mehr die medizinische Seite interessieren, also wo bei regelrechten „Weinkrämpfen“ - warum auch immer - solche Unmengen von Flüssigkeit herkommen, wie kann das so schnell, in solchen Mengen produziert werden?

Chris

die psychologische als mehr die medizinische Seite
interessieren, also wo bei regelrechten „Weinkrämpfen“ - warum
auch immer - solche Unmengen von Flüssigkeit herkommen, wie
kann das so schnell, in solchen Mengen produziert werden?

Guten Morgen, Chris!
Der Mensch besteht doch zum größten Teil aus Wasser. Hast Du vielleicht auch „Wetten dass“ gesehen, als ein Mann mit seinen Tränendrüsen Kerzen gelöscht hat? Der Mensch könnte also literweise weinen, wenn er große Drüsen hat und für Wassernachschub sorgt.
Noch einen frohen und sonnigen Sonntag, Weinen kann man morgen auch noch
Franz

Meeressäuger: etwas länger…
hi chris,

nicht gleich wegklicken, wenn es jetzt etwas „anders“ und etwas länger wird.

es gab vor jahren mal eine frau (komme leider gerade nicht auf den namen…), die versuchte, die evolutionsgeschichte aus feministischer sicht anders aufzuziehen. auf dem hintergrund, dass das gros der forscher aus männern besteht und die evolution des menschen immer nach dem folgenden muster erklärt: klimawechsel-die affen kommen von den bäumen-der mann als jäger musste über das hohe steppengras gucken können, es entwickelte sich der aufrechte gang-die hände wurden frei, werkzeug/waffen konnten entwickelt werden.

besagte frau rollte also den ganzen kram nochmal von vorne auf.

mehrere beobachtbare tatsachen bildeten ihre ausgangslage:

  1. es gibt kaum spuren der zwischenstadien der menschwerdung.
  2. der größte teil der nahrung bei jägern und sammlern wird von den frauen über sammeln eingebracht.
  3. die verbreitetetsten werkzeuge bei diesen gruppen sind sammelgefäße aus pflanzlichen, also schnell verrottenden materialien, wie körbe etc.

sie bastelte also eine these, die ich sehr diskutierenswert finde.
mit dem klimawechsel und dem damit einhergehenden rückgang der wälder kamen die affenähnlichen vorfahren der menschen von den bäumen.
da sie in der steppe ihren verfolgern schutzloser ausgesetzt waren, zogen sie sich in küstennähe zurück.
denn:

  • die meisten großkatzen gehen ungern ins wasser (ausnahme tiger)

  • in küstennähe finden sich häufig höhlen als unterschlupf

  • im seichten bereich des ufers findet sich viel nahrung zum sammeln

der mensch ging nach ihrer these langsam zurück ins meer und wurde zum „halben“ meeressäuger.
dafür sprechen:

  • in der nähe des wassers verrotteten sowohl die frühen werkzeuge als auch die überreste der menschlichen vorfahren schneller als im land. deshalb findet man kaum spuren dieser vorfahren.

  • menschen haben ein unterhautfettgewebe, dass sich nicht bei den affen, sehr wohl aber bei meeressäugern findet.

  • der haarstrich beim menschen verläuft anders als z.b. bei schimpansen. während bei schimpansen der haarstrich an den schultern nach oben verläuft (sie können sich durch aufstellen der haare an den schultern „größer“ machen), verläuft der haarstrich bei den menschen abwärts. dies erleichtert ihrer meinung nach das ablaufen des wassers.

  • menschen können die augen zusammenkneifen und die stirn runzeln (als schutz gegen die blendende sonne über dem wasser…). dies können affen nicht.

  • menschen haben tränen. dies haben normalerweise sonst nur seesäuger, die damit ihren salzgehalt ausgleichen.

  • der körper des menschen ist weitgehend unbehaart bis auf den kopf. dies entspräche einer lebensweise, die sich hauptsächlich im wasser abspielt. mit haaren versehen ist somit nur der teil, der aus dem wasser rausragt. zusatz: bei frauen sind die haare in der regel dicker und länger als bei männern, was nach ihrer meinung dafür spricht, dass das haar auf dem wasser treibt und die kleinen sich daran festhalten können :wink:)

sie geht noch einen schritt weiter und dann wirds doch etwas abstruser, aber immerhin und warum nicht:

  • dadurch, dass die menschen hauptsächlich auf sand sitzen mussten, entwickelten sich die arschbacken, um die geschlechtsteile zu schützen. durch die arschbacken wurde ein aufreiten von hinten komplizierter und der geschlechtsverkehr verlagerte sich nach vorn. normalerweise wird ein lebewesen, das sich dir von der bauchseite nähert, bekämpft. um trotzdem eine sexuelle annäherung zu ermöglichen, wurde das lächeln als beschwichtigungsgeste eingeführt.

so in etwa die theorie! das war jetzt ein bißchen lang und es ist natürlich die frage, ob solch eine theorie haltbar ist. aber sie macht auf jeden fall deutlich, dass man die in umlauf gebrachten und wie selbstverständlich für logisch gehaltenen erklärungen genausogut in frage stellen kann. interessanterweise habe ich vor einigen monaten die gleiche theorie in der zeitung gelesen, allerdings mit einem anderen urheber versehen. sie wurde als neueste theorie präsentiert…

liebe grüße
burkhard