Hallo Thomas,
danke für den Stern. Was die Seite, auf die ich verwies, anbelangt, so stellt sie halt eine Richtung der Psychosomatik dar, nämlich die psychoanalytisch-psychodynamische. Eine verhaltenstherapeutische Richtung der Psychosomatik gibt es auch. Sie wird Verhaltensmedizin genannt. (Der Begriff „Psychosomatik“ wird allerdings vorwiegend nur für die psychoanalytisch-psychodynamische Richtung verwendet).
Ich bezweifle nur - und das war der Anlass meiner Frage - ob
sich die Mediziner mit dem Postulieren von Psychosomatik nicht
manchmal herausreden, weil sie keine körperliche Ursache
finden.
Sicherlich wird es Mediziner geben, welche die Psychosomatik überbewerten, so wie es sicherlich auch Mediziner gibt, welche die Psychosomatik vernachlässigen.
Wenn ich jetzt so an meinen Fall denke, dann habe ich
die Zahnschmerzen seit etwa einer Woche, aber in dieser Woche
oder auch kurz vorher ist nichts wirklich Ungewöhnliches
passiert, eben nur der übliche Stress.
Ohne jetzt eine Aussage über die Ursachen Deiner Schmerzen machen zu wollen, aber: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ Weißt Du, was ich meine?
Wie kann dann der
Zahnarzt auf die Idee kommen, dass die Schmerzen eine
psychische Ursache haben könnten?
Weil er keine organische Ursache gefunden hat?
Er hat das eigentlich auch
nicht behauptet, sondern nur gefragt, ob ich eventuell Stress
habe. Und da wollte ich gerne wissen, ob es berechtigt ist, so
eine Vermutung bei Zahnschmerzen nach einer kurzen
Untersuchung zu haben.
Welche Untersuchungsmethoden hat er angewendet?
Was sagt denn die VT zu sowas?
Daß es die Phänomene gibt, welche in der Psychosomatik beschrieben werden, bestreitet die Verhaltensmedizin nicht. Die Störungsmodelle, Untersuchungsmethoden und Interventionsmaßnahmen sind jedoch unterschiedlich.
Beste Grüße,
Oliver