BABY: Verletzungen nach Unfall?

Hallo!
Ich hatte mit meiner sieben Monate alten Tochter einen Autounfall. Sie saß im Kindersitz auf dem Rücksitz des Autos, als ich eine Vollbremsung bei ca. 50 km/h machen musste und anschließend gegen einen Schnee/Eishaufen fuhr. Das ist vier Tage her. Obwohl ich am ersten Tag keine Beschwerden hatte, wird es nun von Tag zu Tag schlimmer. Von der Schulter abwärts über die Hüfte tut mir alles weh. Meine Freundin, die ebenfalls hinten saß, musste ins Krankenhaus. Nun mache ich mir natürlich immer mehr Sorgen, dass meine Tochter auch was abbekommen haben muss. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie als einzige unversehrt geblieben ist. Aber ein Baby kann man ja nicht fragen :frowning:(
Natürlich war ich an Weihnachten mit ihr beim Arzt zu einer Erstuntersuchung. Herz, Bauchraum und Atmung normal. Aber was ist mit den Wirbeln und dem restlichen Skelett? Durch die Wucht müsste doch theoretisch (Hosenträgergurte) die Halswirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen worden sein, oder wie ist das bei Säuglingen?

Sorgende Grüße,
Iris

Moin

Das ist eine ernste Sache, zu sowas kann dir hier keiner eine 100% sichere Aussage machen.

Obwohl ich am ersten Tag keine Beschwerden hatte,
wird es nun von Tag zu Tag schlimmer. Von der Schulter abwärts
über die Hüfte tut mir alles weh.

Klingt nach Schleudertrauma: deine Organe wandern gerade wieder an ihre richtigen Positionen zurück. Fühlt sich an wie Ganzkörper-Muskelkater und kann ein paar Tage dauern. Übelkeit und Schwindelgefühl könnten dazu kommen (jenachdem in wie weit der Kopf betroffen ist)

Könnte aber auch was ernstes (eingeklemmte Nerven, angebrochene Rippen) sein. Abchecken lassen, sofort morgen früh. Auf einer Abtastung der Wirbelsäule und der Rippen bestehen. (Falls nicht eh schon Rötgen gemacht wurden)

Meine Freundin, die
ebenfalls hinten saß, musste ins Krankenhaus.

Bist du nicht untersucht worden ? Ich sagts nur ungerne, aber das war ein Fehler. Direkt nach so einem Unfall spürt man manchmal keinerlei Schmerzen. Angebrochene Rippen machen sich dann erst später bemerkbar.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie
als einzige unversehrt geblieben ist. Aber ein Baby kann man
ja nicht fragen :frowning:(

Verhält das Baby sich ungewöhlich ? (Abwesend, fixiert Leute/Gegenstände nicht mehr mit den Augen, keinen Hunger,…)

Herz, Bauchraum und Atmung normal. Aber was
ist mit den Wirbeln und dem restlichen Skelett?

Brüche sind bei Babies extrem selten. Ihre Knochen sind fast so biegsam wie der Knorpel von Erwachsenen. (Du kannst dein Ohr auch nicht brechen, oder ?). Wenn die Organe alle ohne Befund waren hat das Baby höchstens eine leiche Gehirnerschütterung und/oder leiches Schleudertrauma. Dann verhält es ein paar Tage irgendwie ein bisschen komisch. Das ist aber nur eine Frage der Zeit, das ist nach 2 Wochen völlig ausgestanden. Es gibt da keine Nachwirkungen/Langzeitschäden. Man kann da auch nicht sinnvoll mit Medikamenten eingreifen. Das heilt der Körper von ganz alleine.

Ich mach mir bei der Beschreibung viel mehr Sorgen um dich (und eine übersehe angebrochene Rippe) als um das Baby.

Durch die
Wucht müsste doch theoretisch (Hosenträgergurte) die
Halswirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen worden sein, oder
wie ist das bei Säuglingen?

Das wäre bei einer Untersuchung sofort aufgefallen. Sowas übersieht kein Arzt. Wenn die Halswirbel verletzt worden wären, würde das Baby inzwischen extrem auffällige Ausetzer haben (eine komplette Seite oder die Beine/Arme regungslos, kein Schmerzempfinden,…)

cu

Hallo Iris

Vorab: Ich bin keine Medizinerin. Im Zweifelsfalle und wenn du dir zu viele Sorgen machst, geh nochmals zum Arzt mit deiner Tochter.
Ich denke jedoch: Niemand kennt deine Tochter so gut wie du. Beobachte sie genau. Wenn sie irgendwo Schmerzen hat oder sonst was verändert ist, wirst du es im täglichen Umgang mit ihr merken. Vermutlich sogar viel besser als ein Arzt, da deine Tochter bei der ärztlichen Untersuchung sicher angespannt und unzufrieden ist.

Meine Eltern hatten letztes Jahr einen Unfall. Meine Mutter war am Steuer und sah im letzten Moment noch den anderen Wagen auf ihrer Strassenseite um die Kurve kommen und trat voll auf die Bremse. So wie jetzt dir tat ihr vom nächsten Tag an von Kopf bis Fuss alles weh, was nur irgendwie weh tun kann, zudem hatte sie ein leichtes Schleudertrauma. Mein Vater auf dem Beifahrersitz las die Zeitung und plumpste beim Aufprall völlig entspannt in den Sicherheitsgurt. Ausser dem Schrecken merkte er auch in den nächsten Tagen nichts von dem Unfall.

Was ich damit sagen will: Es ist schon möglich, dass das Baby als einziges unversehrt geblieben ist. Während deine Freundin und du euch sicher wie meine Mutter total verspannt habt (was du jetzt zu spüren bekommst), war das Kind beim Aufprall vermutlich völlig entspannt und zudem offenbar gut gesichert. Dies nur zu deiner Beruhigung. Doch wie gesagt: gut beobachten und im Zweifelsfall halt nochmals zum Arzt.

Liebe Grüsse und dir gute Erholung vom Schrecken
Ursu

Hallo Iris,

Natürlich war ich an Weihnachten mit ihr beim Arzt zu einer
Erstuntersuchung. Herz, Bauchraum und Atmung normal. Aber was
ist mit den Wirbeln und dem restlichen Skelett? Durch die
Wucht müsste doch theoretisch (Hosenträgergurte) die
Halswirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen worden sein, oder
wie ist das bei Säuglingen?

bitte korrigiere mich, falls ich falsch liege: ich gehe mal davon aus, dass deine Kleine nicht saß, sondern in einem MaxiCosi (oder wie die Teile heißen) mehr oder weniger gelegen hat, richtig? In diesem Falle dürfte die HWS der Kleinen eigentlich recht wenig abbekommen haben im Gegensatz zu deiner.
Wenn sie liegt (egal ob in Fahrtrichtung oder entgegen), dann bewegt sich ihre Wirbelsäule ja in der „natürlichen“ Richtung, während der sitzende Erwachsene ja eine Bewegung im 90°-Winkel hat.
Baby: Erwachsener:

-O -> O ->
|
Sprich, die Wirbelsäule des sitzenden wird „abgeknickt“, die des liegenden allenfalls gestreckt und gestaucht (was sicher auch unangenehm sein könnte). Ich hoffe ich lag jetzt dabei richtig, was die Position im MaxiCosi betrifft :smile:

Gruß,
Claus

Okay,
das mit dem ASCII-Zeichnen sollte ich Menschen überlassen, die sich damit auskenen…

Baby:
-O ->

Erwachsener:

O ->
|

Na ja, ich hoffe du verstehst was ich meine…

1 „Gefällt mir“

Hallo Iris!
Schließe mich da voll und ganz „pmpkin“ an. Du solltest dich auf jeden Fall einer Untersuchung unterziehen, wenn sich deine Symptome in den nächsten Tagen nicht bessern. Speziell wenn du beim Atmen Schmerzen hättest oder irgendwie schwer Luft bekommst.

Du mußt bedenken, daß bei einem Aufprall mit 50 Km/h (ganz so schnell wirds zwar durch das Bremsen nicht gewesen sein) das Körpergewicht (Aufprallgewicht) auf das 40igfache!!! erhöht wird. Also das ist schon ein ziemlich heftiger Bums! So ca. Sprung aus dem 3. Stock!

Bei deinem Baby kommts darauf an ob es in Fahrtrichtung gesessen ist oder quer zur Fahrtrichtung gelegen ist. Beim Sitzen in Fahrtrichtung wirkt die Kraft schon auch auf die Halswirbelsäule.

Wichtig ist da einfach, daß man gut angeschnallt ist, d.h. der Gurt nicht irgenwie locker ist, sondern straff anliegt. Sonst prallt man in den Gurt.

Ciao, liebe Grüße und gute Beserung
Andy

Vielen Dank Euch allen!

War heut mit mir selber :wink: und Kind beim Orthopäden. Baby hat nach seiner Meinung wirklich nix abbekommen, was mich natürlich beruhigt. Bei mir hat er einige Prellungen und Stauchungen festgestellt. Eine Rippe tut besonders weh. Da wäre eine Röntgenaufnahme ganz gut gewesen, um ganz genau schauen zu können. Leider konnte keine gemacht werden, weil ich noch stille. (Wusste ich bisher auch nicht). Naja, werd mal abwarten, wie es weiter geht. Beim Einatmen merke ich diese Stelle ständig…

LG, Iris

Moin

Baby hat
nach seiner Meinung wirklich nix abbekommen

Habs dir doch gesagt… *g*.

Eine Rippe tut besonders weh.

Wird wohl etwas mehr abbekommen haben. Bei Rippensachen kann man aber so oder so nicht viel machen. Aber Rippen heilen wenn man sich schont recht gut und schnell.

Bleib eine Woche im Bett und gute Besserung.

cu

Hallo Iris,

ich wunder mich grade, dass Du nicht geröntgt wurdest. Ich bin in meiner Stillzeit mehrmals geröntgt worden. Die Behandler wussten auch, dass ich noch stille, hatten aber kein Problem damit.

Hab grad noch mal in meinem Lieblings-Stillforum gewühlt und folgendes gefunden:

Ich zitiere nun aus dem Buch „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit“ von Spielmann, Steinhoff, Schaefer, Bunjes, Ausgabe 1998:

„Röntgenuntersuchungen in der Stillzeit erfordern keine Stillpause, unabhängig davon, welches Organ untersucht wird. Dies gilt selbstverständlich auch für die Mammographie. Einschränkungen gelten lediglich für jodhaltige Kontrastmittel und für die Anwendung radioaktiver Isotope.“

Ich hoffe mal, das ist noch aktuell und Dein Orthopäde war einfach nur vorsichtig.
Jedenfalls schön, dass es Euch und dem Baby gut geht.

VG,

Birgit

Hallo,

auch ich hatte Ende Nov. einen Unfall mit starkem Aufprall. Am schlimmsten war der 2. u. 3. Tag. Der gesamte Rumpf schmerzte, vorallem seitlich. Die Hauptmuskelschmerzen dauerten 2 -3 Wochen. Danch bemerkte ich erst, daß ein Brustwirbel verrutscht war. Hände und ein Fuß kribbelten. Nach dem Einrenken ging es bergauf, aber leichtes Kribbeln ist noch immer zeitweise vorhanden. Auch Wärme nach einer Woche(Getreidesäckchen)und Massagen brachten etwas Linderung.
Ich half mir noch mit Einnahme von Enzymen (Phlogenzym Tabl.)gegen die Prellungen und inneren Blutergüsse und zur Muskelentspannung Magnesium Drag. Schmerzmittel nahm ich keine.
Ansonsten kann ich Dir leider keinen weiteren Rat geben. Mit jedem Tag geht es aber nun bergauf.

Gute Besserung wünscht
Rosa

Hallo!

Ich hatte mit meiner sieben Monate alten Tochter einen
Autounfall. Sie saß im Kindersitz auf dem Rücksitz des Autos,
als ich eine Vollbremsung bei ca. 50 km/h machen musste und
anschließend gegen einen Schnee/Eishaufen fuhr. Das ist vier
Tage her. Obwohl ich am ersten Tag keine Beschwerden hatte,
wird es nun von Tag zu Tag schlimmer. Von der Schulter abwärts
über die Hüfte tut mir alles weh. Meine Freundin, die
ebenfalls hinten saß, musste ins Krankenhaus. Nun mache ich
mir natürlich immer mehr Sorgen, dass meine Tochter auch was
abbekommen haben muss. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie
als einzige unversehrt geblieben ist. Aber ein Baby kann man
ja nicht fragen :frowning:(
Natürlich war ich an Weihnachten mit ihr beim Arzt zu einer
Erstuntersuchung. Herz, Bauchraum und Atmung normal. Aber was
ist mit den Wirbeln und dem restlichen Skelett? Durch die
Wucht müsste doch theoretisch (Hosenträgergurte) die
Halswirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen worden sein, oder
wie ist das bei Säuglingen?

Sorgende Grüße,
Iris