Hallo!
Ich habe eine Braun Oral B elektrische Zahnbürste bekommen und würde nun mal gerne wissen, ob man mit diesen Zahnbürsten genauso gründlich putzen kann, wie mit der ganz normalen Handzahnbürste auch? Ich habe nämlich Angst, dass der Zahnarzt beim nächsten Besuch sonst gleich mal ein paar Löcher findet, dann putze ich doch lieber mit der normalen, auch wenns mehr Aufwand ist.
Kann mir jemand von euch helfen?
Grüße
Kart
Hi, Kart,
ich habe auch eine elektrische Zahnbürste, die mir mein Zahnarzt selbst empfohlen hat, mit der Begründung, so gründlich könne man mit der Hand gar nicht putzen wie die elektrische es schafft. Und meiner fast zweijährigen Tochter putze ich die Zähne auch nur elektrisch, auf Anraten sowohl des Zahn- als auch des Kinderarztes! Zusätzlich nehme ich noch eine bestimmte Zahnpasta (Pearls and Dents, gibt es in der Apotheke), und ich muss sagen, ich hatte vorher noch nie so saubere Zähne (subjektiv gefühlt). Löcher habe ich seitdem eher weniger als vorher.
Gruß, Miriam
Hi,
der Vorteil elektrischer Zahnbürsten ist deren Gleichmäßigkeit. Mit der Hand übst Du in bestimmten Winkeln mehr Druck aus als in anderen, und damit kann es sein, dass Du vermeintlich gründlich putzt, in Wirklichkeit aber zu heftig und den Schmelz beschädigst. Zumindest habe ich das mal von einenm Zahnarzt gehört. Ob der provisionen kassierte (
), weiß ich natürlich nicht.
Liebe Grüße,
Susanne
die Mischung machts
Hi ho,
es mag gut und gerne sein, dass da jeder Zahnarzt was anderes behauptet, aber meiner meint: Morgens mit der elektrischen, Abends mit der manuellen. Oder andersrum, je nach belieben. Auf jeden Fall werden die Zähne so nicht immer auf die gleiche Art gereinigt (mit der Hand schrubbt man eben doch anders als mit der elektrischen).
Grüsse,
Herb
Ja!
Hallo Kartracer,
erst neulich hatte ich doch darüber ein kleines Gespräch mit meiner Zahnhygienikerin … 
Der Vorteil von elektrischen Zahnbürsten ist, dass sie besser polieren, du wirst eventuell sogar mit der Zunge fühlen, dass sich die Oberfläche der Zähne glatter anfühlen wird, als bei der Benutzung einer Handzahnbürste. Und je glatter die Oberfläche, desto weniger kann sich drauf festsetzen (Keime etc.).
Aufpassen sollte man allerdings bei zurückgehenden Zahnfleisch und freiliegenden Zahnhälsen. Hier kann man mit der Elektrischen gerne zu viel des Guten tun.
Ich mache es inzwischen so, dass ich erst mit der elektrischen putze und dabei darauf achte, nicht in die Nähe des Zahnfleisches des Unterkiefers zu kommen, denn dort habe ich ein paar Probleme, und dann gehe ich im unteren Bereich noch einmal mit einer Handzahnbürste dran, nicht kreisend, sondern nur von unten nach oben streichend. Sonst macht mein Zahnfleisch Zicken …
In einer Untersuchung zu den „Möglichkeiten der mechanischen und chemischen Plaquekontrolle durch Patienten“ findet sich Folgendes:
"2.3 Handzahnbürste
In einer umfangreichen Studie an 22 handelsüblichen Handzahnbürsten prüften Imfeld et al. Borstenverrundung Zahnflächenkontaktvermögen, Gingivaverletzungspotenzial sowie die Zahnpasten-Haltefähigkeit. Die Autoren differenzierten – um ihre Ergebnisse in Empfehlungen umsetzten zu können – zwischen 4 verschiedenen Patientengruppen: Gruppe 1 ohne Verfärbungen und ohne Rezessionen, Gruppe 2 mit Verfärbungen und ohne Rezessionen, Gruppe 3 ohne Verfärbungen mit Rezessionen, Gruppe 4 mit Verfärbungen und mit Rezessionen.
Die Ergebnisse zeigen, dass für Gruppe 4 keine Zahnbürste geeignet oder brauchbar ist. Weiterhin legten die Autoren dar, dass weichere Borsten besser reinigen und auch deutlich weniger schädigen. In dem Zusammenhang wurde auch deutlich, dass der vielgepriesene Faktor ‚Borstenverrundung’ keinen letztendlichen Aufschluss über die Gefahr durch eine Zahnbürste gibt: Die ELMEX Oeko-Clic medium® zeigte trotzt guter Borstenverrundung am Schweinekiefer ein hohes Maß an Gingivaverletzungspotential. In jedem Fall – so die Autoren – könne heute von einem planen Bortstenfeld mit dicken Filamenten (Borsten) abgeraten werden. Deutlich wurde in der Untersuchung auch, dass ‚multi-level’- sowie ‚space-tufted’-Borstenbesteckungen wahrscheinlich Vorteile bieten. ‚Klassiker’ mit planem Profil wie die Oral-B plus Indicator 40 weich ® wurden jedenfalls für alle 4 Gruppen als ungeeignet eingestuft, während die Mentadent C Contact Soft® für Gruppe 1 als ‚geeignet’ und für alle anderen Gruppen als ‚brauchbar’ abschnitt [9].
Folgerung: Ein indikationsbezogene Auswahl der Mundhygieneartikel (auch für Zahnpasten, vgl. 3.1) in dem 4-Gruppen-Schema erscheint sehr zweckmäßig. Allerdings kann bislang keine Handzahnbürste als uneingeschränkt geeignet für die Problem-Gruppe 4 angesehen werden. Das häufig in der Werbung angeführte Kriterium der Borstenverrundung muss als nachrangig angesehen werden; die Entstehung von Gingivaläsionen lässt sich keinesfalls auf diesen Parameter verengen (vgl. 2.5). Weichen Borstenbesteckungen sollte grundsätzlich der Vorzug gegeben werden. Es gibt Anhalt dafür, dass das plane Borstenfeld den ‚multi-space-tufted-multi-level’-Besteckungen unterlegen ist [29].
2.4 Elektrische Zahnbürste
In einer Studie über 12 Monate an 111 Probanden konnten Ainamo et al. zeigen, dass die elektrische Zahnbürste leichte Vorteile im Vergleich zur Handzahnbürste besitzt. Insbesondere an den Lingual- und Palatinalflächen der Inzisivi zeigte die hier verwendete Braun Oral-B Plaque Control® bis zu 50% günstigere BOP-Werte im Vergleich zur manuellen Zahnbürste (hier: Jordan soft®) [1]. Diese Aussagen bestätigen die Ergebnisse der Arbeitsgruppe um van der Weijden, die diesen Effekt bereits hervorgehoben hatten [32]. Auch andere Untersucher kamen zu ähnlichen Ergebnissen [28].
Ein weiterer Aspekt kommt hinzu: So konnten Rapley und Killoy in einer Studie an 90 stark parodontal geschädigten Zähnen feststellen, dass die elektrische Zahnbürste (hier: Braun Oral-B Plaque Control) an allen Flächen mehr als 1 mm tiefer in die Tasche hinein reinigen konnte als die verglichene, mit Bass-Methode angewandte Handzahnbürste (hier: Reach soft®) [Rapley].
Eindeutig überlegen gegenüber des über Jahrzehnte vorherrschenden Bewegungsmusters des hin und her vibrierenden länglichen Bürstenkopfes zeigten sich runde Besteckungen mit oszillierenden Bewegungen [21]. Ob Ultraschallzahnbürsten zusätzlichen Benefit bieten, ist bislang nicht erwiesen [12].
Folgerung: Die Überlegenheit der elektrischen Zahnbürste im Vergleich zu ihrem manuellen Pendent kann als absolut gesichert angenommen werden. Da gleichzeitig auch die Gefahr der Schäden durch das Bürsten geringer ist (vgl. 2.5), gibt es wenig Indikation nicht zu einer elektrischen Bürste zu raten. Der kleine runde, oszillierende Kopf hat sich zu einer Art ‚Goldstandard’ entwickelt; inwieweit technische Neuerungen erneute signifikante Verbesserung ergeben, ist noch offen."
Quelle: http://www.nagp.de/News/news.html
Grüße
Christiane
Ja, man kann genau so gründlich putzen wie sonst auch. Da die elektrische nach zwei Minuten anzeigt, dass man zwei Minuten lang geputzt hat, werden die meisten Benutzer wohl auch mind. zwei Minuten lang putzen (mit der Handzahnbürste hört man oft schon noch anderthalb Minuten auf).
Mein Zahnarzt empfiehlt die elektrische Zahnbürste. Ich persönlich merke keinen Unterschied, ob ich mit der elektrischen oder von Hand putze, Karies hatte ich zuletzt beim Kinderzahnarzt.
Bis denne
Schnoof
Vorteil Nachteil
Hallo,
es kommt drauf an. Wer die Zähne richtig von Hand putzt ist damit besser dran als mit einer elektrischen. Nur… die meisten machen das nicht richtig, zu kurz, etc. , dann ist die elektrische Zahnbürtse besser.
Andere haben ja schon berichtet, dass es zum Beispiel bei Kindern prima ist, weil die von Hand meist schlampig putzen. Oder wenn man übermüdet ist und keine Lust hat, auch dann ist die elektrische besser.
Laß Dir doch mal vom Zahnarzt zeigen wie man richtig putzt und wenn Du das kannst und durchhältst brauchst Du die elektrische nicht. Den Vorschlag mit dem abwechseln fand ich nicht so schlecht! Wenn man sich keine Mühe geben will elektrisch und bei einer Spezialreinigung (vielleicht auch plus Zahnseide) von Hand.
Gruß
Julia
P.S.: Bei mir hat übrigens die Verwendung von einem Fluor-Gelee einmal die Woche extrem viel gebracht.
Hallo,
ich habe mit der Elektrischen durchweg gute Erfahrungen gemacht! Problematisch ist nur, dass die Bürstenköpfe sauteuer sind und man deswegen dazu geneigt ist, sie weniger oft zu wechseln, als das eigentlich nötig ist. In dem Fall ist eine abgenutzte Elektrische natürlich schlechter, als eine regelmäßig erneuerte Manuelle.
Viele Grüße
Jens