Folgende Situation:
meine Freundin hat innerhalb von 1,5 Jahren ca. 20-25 kg abgenommen.
Vor der Abnahme hatte sie Körbchengröße D, nun hat sie Körbchengröße B.
Durch die große Gewichtsreduzierung hat sie nun erhebliche „Hautüberschüsse“ (falls man das so nennt).
In jedem Fall ist die Brust kaum noch geformt, die Haut hängt dort sehr extrem.
Nun die Frage: wohin wäre der erste Weg um dort Hilfe zu bekommen? Und würde die Krankenkasse einen Teil zu einer evtl. Operation beitragen?
Vielen Dank im voraus.
soweit ich weiß, zahlt die kasse, wenn ein arzt ihr irgendwie bescheinigt, dass sie davon psychisch belastet ist. hängt aber sicher von der kasse und vom sachbearbeiter ab.
unter www. schoenheitsoperationen.de findest du vielleicht weitere infos.
Liebe Melanie,
Wenn Du die Gewichtsreduktion so dramatisch hast ausfallen lassen, bleibt nur die chirurgische Korrektur. Dies wird in den seltensten Fällen von der kasse übernommen, da es sich um kein krankheitswertiges Phänomen handelt, sondern willentlich verursacht wurde. Es kann übrigens gut sein, dass Du Dein Gewicht in der extremen Form nicht wirst halten können, so dass es sich in einem gesunden Mittelmaß einpendeln wird. Dann wird Dir Deine Haut schon wieder passen. Bis zum 40. Lebensjahr gibt es da viel elastisches Gewebe, das sich nach einiger Zeit und mit ein wenig Bindegewebsmassage schon zurecht rücken kann. Sollte es nach einem halben Jahr immer noch Probleme geben, kannst Du ja aufgrund der inzwischen aufgetretenen psycghischen Belastung Kassenersatz für die kosmetische Korrektur beantragen.
Viel Spaß, V.
P.S. Sorry, eben wird mir bewusst, dass es sich ja nicht um Dich handelt, sondern um eine Freundin - na, für die gilt ja dasselbe.
Vorab schon mal vielen Dank für die ausfürhliche Information.
In diesem Fall ist es jedoch so, dass meine Freundin ihr jetziges Gewicht von 55 kg seit zwei Jahren hält und auch stets auf ihre Ernährung achtet.
Somit gehe ich davon aus, dass ihr Gewicht bereits eingependelt ist.
Die Haut könnte sich wohl nur wieder „anpassen“, wenn sie wieder drastisch zunehmen würde und das ist auszuschließen.
Es handelt sich hier also nicht um eine Hängebrust, sondern ein tatsächlich extremer Hautüberschuß, der sich durch keine Massage wieder beheben läßt.
Von psychischer Belastung kann man ihrerseits noch nicht sprechen, jedoch ist es so, dass es z. B. beim schwimmen (sie hat nun eine Bikini-Figur) doch schon im Brustbereich auffällt, was sie immerzu bemängelt.
Gibt es denn keine Anlaufstelle an die man sich wenden kann, bzw. die abwägen können, ob Zuschüsse von Krankenkassen bezahlt werden?
Vielen Dank nochmal.
Gruß …Melanie…
Hallo Melanie,
Anlaufstelle ist der Frauenarzt. Wenn der der Krankenkasse begründen kann, das diese OP medizinisch notwendig ist (z.B. psychisch)dann übernimmt die Kasse auch die vollen Kosten.
Gruß Petra
Hallo M.
Um es noch einmal klar zu sagen: Der offenbar störende Hautüberschuß kann, in Deinem geschilderten Fall, chirurgisch entfernt werden. Falls Du meine Hinweise von zuvor aufgreifst, kannst Du eher zu einer Refundierung oder zu einem Zuschuß kommen. Sonst kenne ich keine „Anlaufstelle“. Es mag hart klingen, aber für manche Dinge im Leben ist jeder selbst verantwortlich. Es gibt ja auch keine „Anlaufstelle“, die zur Refundierung des Kaufpreises für Automobile verhelfen soll, ausser: es handelt sich um zwingend notwendige Sonderanfertigungen für Invalide. Schön wär’s immerhin… *g* Das kannst ja gelegentlich auch Deiner Freundin erzählen. Alles Gute.
V.
Hallo V.
Ich werde es meiner Freundin nicht „gelegentlich“ erzählen, sondern ich habe ihr alle Kommentare ausgedruckt und „fein säuberlich“ nach Datum zusammengeheftet.
Gelesen hat sie nun alle Kommentare und ihre Antwort lautet:
„Hm“!
Vielleicht ist es erwähnenswert, dass sie derzeit eine Ausbildung zur exam. Krankenschwester macht, sich somit aufgrund finanzieller Engpässe auch nicht gerade eine Schönheitsop. leisten kann.
Nun würdest Du vielleicht sagen, sie solle daraufhin sparen…das ist aber nicht die Wurzel des Problems aus ihren Brüsten eine Augenweide a’ la Pamela Anderson zu zaubern.
Hierbei geht es lediglich um eine Vorab-Info ob es „Anlaufstellen“ gibt oder nicht.
Dass Du diese Frage gleich mit einem Automobil vergleichst scheint mir hier sehr unpassend.
Es mag hart
klingen, aber für manche Dinge im Leben ist jeder selbst
verantwortlich.
Es gibt ja auch keine „Anlaufstelle“, die zur
Refundierung des Kaufpreises für Automobile verhelfen soll,
ausser: es handelt sich um zwingend notwendige
Sonderanfertigungen für Invalide.
Ist’n klasse Vergleich!
Die Verantwortung bei einer Gewichtsabnahme trägt sicher jeder für sich allein, doch sollte man hier von Verwantwortung sprechen, wenn man dem Körper einerseits etwas Gutes tut (25kg abspecken) und anderseits andere Köperpartien darunter leiden?
„Gelegentlich“ (!) werde ich meiner Freundin (!) also der dritten Person, Dein Kommentar zum lesen überreichen. ))
Gruß von einer die absolut kein Problem damit hätte in eigener Person Fragen zu stellen, wenn es auch meine sind.
Melanie.