Tipps zu Spinnenbiß

Von: , Frage gestellt am Mo, 3. Okt 2005
Hallo,
ich war gestern mit meiner Familie im Wald Pilze sammeln und habe eine sehr kleine Spinne im Gesicht gehabt, die ich mit einer hektischen Bewegung von der Stirn wischen wollte. Dabei scheint sie mich gebissen zu haben. Seitdem habe ich nämlich eine 4cm große rote Beule auf der Stirn, die juckt. Kann mir jemand sagen, ob Spinnenbisse gefährlich sind und wie lange die Schwellung in meinem Gesicht anhalten dürfte?
Vielen Dank und Grüße,
Anja

18 Antworten zu dieser Frage

        • Antwort von nach 19 Stunden 1 hilfreich
          Re^4: Spinnenbiß
          Hallo Alle Spinnen sind giftig,
          ... das kommt wohl ziemlich auf den Bezugspunkt an. Auf Insekten trifft das sicherlich zu. das Gift "nekrotisiert" lebendes Gewebe.
          Wenn sich beim Menschen eine Nekrose bildet so liegt das eher daran, dass das Immunsystem in ungeschickter Weise auf die Wirkung des Giftes (nämlich die zerstörten Zellen des Gewebes) reagiert. Allerdings werden (auch durch Klimaverschiebung)
          gefährliche Arten eingeschleppt. So gibt es
          in Südeuropa Loxosceles rufescens,
          http://www.gifte.de/Gifttiere/loxosceles_rufescens_b...
          Wieviele belegte Nachweise kennst Du den aus Mitteleuropa???? ein Biß kann dann auch mal so enden (nichts für schwache
          Nerven).
          http://www.gifte.de/Gifttiere/loxosceles_biss_tag10.htm
          Es ist immer die Frage, ob man mit Einzelfällen Polemik betreibt. Natürlich ist das Photo beeindruckend aber: Es ist allgemein bekannt, dass die Bißopfer häufig gar nicht genau wissen, wovon sie eigentlich gebissen wurden. Die Reaktion auf Toxine fällt darüber hinaus sehr unterschiedlich aus. In Südeuropa sehen die Verhältnisse außerdem schon deswegen anders aus, weil es dort u.a. die Schwarze Witwe gibt. Aber so weit sind wir hier ja nun mal noch nicht. Wenn man also weiss, dass es eine Spinne
          war, aber nicht weiss, welche es war,
          dann sichert man sich doch ab, oder nicht?
          Jeder Wespenstich dürfte in Mitteleuropa riskanter sein.
          Deine Aussagen bergen eher das Potential, das demnächst jeder Hansel der meint von irgendwas gebissen worden zu sein, in die Arztpraxen rennt und diese für wirklich wichtige Probleme blockiert.
          Außerdem, noch mal meine Frage:
          WIE absichern?
          Was soll der Doc tun, wenn Du ihm mit der Aussage kommst: 'Ich glaub mich hat ne schwarze 5 mm große Spinne gebißen'?

          Wer sagt Dir denn im Übrigen, dass hier nicht einfach nur ein banaler Mückenstich vorliegt. Nur die Tatsache, dass die Betroffene sich eine Spinne von der Stirn wischt heißt ja nicht, dass diese sie auch gebissen hat. Für mich ist das eher eine zeitliche Assoziation und alles andere ist derbe Panikmache. Und die Beschreibung "kleine schwarze Spinne, 5mm"
          passt hier, daher meine Warnung.
          Die 'Beschreibung' passt auf so ziemlich alles was sechs bis acht Beine hat.

          Viele Grüße,
          Oliver
          • Antwort von (abgemeldet) nach 20 Stunden 0 hilfreich
            Re^5: Spinnenbiß
            Hallo Oliver, Wieviele belegte Nachweise kennst Du den
            aus Mitteleuropa?
            Leider hat uns die OP nicht verraten,
            wo genau sie unterwegs war. IIRC
            gibt es aus den Niederlanden eine
            belegte Sichtung, in Finnland
            soll sie auch gesehen worden sein. Die 'Beschreibung' passt auf so ziemlich alles was
            sechs bis acht Beine hat.
            Um es abzuschliessen: Sicherlich habe ich ein
            wenig "übertrieben", das ist klar. Allerdings
            sollte man schon abklären lassen, was einen
            tatsächlich gestochen hat, wenn eine 4cm grosse
            rote Schwellung entsteht. Denn es kann
            sein, dass sich Gefährliches dahinter verbirgt,

            Denn: wegen einem Mückenstich hätte die OP
            sicherlich nicht hier geschrieben - dies war
            mein Beweggrund, eine Klärung "zu beschleunigen".

            Grüße & Danke

            CMБ
      • Antwort von (abgemeldet) nach 2 Tagen 1 hilfreich
        Re^3: Spinnenbiß
        Egal, morgen zum Arzt!
        Das sind die Ratschläge, die die Kosten unseres
        Gesundheitssystems explodieren lassen.
        Ist natürlich Quatsch, denn die höchsten Kosten entstehen durch mangelnde Prophylaxe und Faulheit, sowie Angst vor dem Arzt.

        Gerade wenn in derartigen Fällen nicht der Gang zum Arzt angetreten wird, sind durch die mangelnde Versorgung eine progressive Krankheitsentwicklung wahrscheinlich und spätere Kosten einer ärztlichen Behandlung, anschließender Rehamaßnahmen etc. etc. ungleich höher, als wenn schnell zu einem Zeitpunkt reagiert wird, wo es noch ausreicht, ein Medikament zu geben und zwei Kontrolluntersuchungen zu machen.

        Das weisst Du doch auch, nicht wahr?



        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: Spinnenbiß
          Egal, morgen zum Arzt!
          Das sind die Ratschläge, die die Kosten unseres
          Gesundheitssystems explodieren lassen.
          Ist natürlich Quatsch, denn die höchsten Kosten entstehen
          durch mangelnde Prophylaxe und Faulheit, sowie Angst vor dem
          Arzt.
          Auch wenn Deine 'Aussage' wenig mit dem aktuellen Fall zu tun hat, stattdessen eher eine pauschale Betrachtung darstellt, mein 'reply':

          Zu einem verantwortungsvollem Ummgang mit seiner Gesundheit, der Gesellschaft und den gesellschaftlichen Resourcen gehört auch eine kritische Betrachtung der eigenen Gesundheit und der Vorkommnisse/Vorgänge, die die eigene Gesundheit beeinträchtigen können. Der Begriff der Prophylaxe ist in diesem speziellen Zusammenhang des Spinnenbißes wohl eher unangebracht, im Allgemeinen aber hoch zu bewerten. Prophylaxe bedeutet die Verhinderung von Krankheiten, was im Allgemeinen mit der Lebensführung anfängt und nicht notwendigerweise den Arztbesuch bedeutet (eher die Vermeidung des Arztbesuchs). Die Kosten entstehen abgesehen davon nicht durch den Arztbesuch an sich sondern aus den daraus resultierenden diagnostischen und therapeutischen Handlungen. Der Arzt wird natürlich einen Patienten, der mit "Verdacht auf Spinnenbiß" in die Praxis kommt, diagnostisch abchecken und wohl auch mit irgendeinem Präparat versorgen. Neben der möglichen Erwartungshaltung des Patienten kommt hier auch die Sorgfaltspflicht des Arztes zum Tragen.
          Ich selber habe übrigens in einem früheren Beitrag eine Fragestellering 'gerüffelt' weil sie nicht zum Arzt ging, jedoch lag da ein Motorradunfall zu Grunde. Der oben zitierte Kommentar meinerseits sollte daher nicht leichtfertig verallgemeinert werden, sondern in Bezug auf die spezifische Situation gesehen werden. Ich bin kein pauschaler Gegner von Arztbesuchen. Gerade wenn in derartigen Fällen nicht der Gang zum Arzt
          angetreten wird, sind durch die mangelnde Versorgung eine
          progressive Krankheitsentwicklung wahrscheinlich und spätere
          Kosten einer ärztlichen Behandlung, anschließender
          Rehamaßnahmen etc. etc. ungleich höher, als wenn schnell zu
          einem Zeitpunkt reagiert wird, wo es noch ausreicht, ein
          Medikament zu geben und zwei Kontrolluntersuchungen zu machen.
          In derartigen Fällen? Wir reden hier von einem zweifelhaften (!) Spinnenbiß in einer geographischen Region, die sich nicht gerade durch gefährliche Spinnen auszeichnet (tatsächlich hat die Entfremdung des Menschen von der Natur dazu geführt, dass eine völlig verzerrte Betrachtung der Lebewesen stattfindet). Nicht dass ich Deinen Aussagen pauschal nicht beipflichten würde, aber in dem hier zu sehenden Zusammenhang sind sie eher fehlplaziert. Unter Berücksichtigung der Eigenverantwortung war es durchaus sinnvoll, die Frage nach der Gefährlichkeit des Bißes in diesem Forum zu stellen. Jede weitere Maßnahme erübrigt sich jedoch (und bisweilen scheint mir die Fragestellerin die Sache deutlich nüchterner zu betrachten als die antwortenden 'Experten').
          Tatsächlich rühren die Kosten unseres Gesundheitswesens wohl zu einem beträchtlichen Teil daher, dass jede noch so kleine Lapalie ärztlich begutachtet wird. Es gibt eine Unmenge an kleinen und kleineren Wehwehchen, während derer die Arztpraxen überlaufen werden. Eine nüchterne Betrachtungsweise würde hier nicht nur Kosten vermeiden sondern auch das Wohlbefinden steigern.

          Viele Grüße,
          Oliver
          • Antwort von (abgemeldet) nach 2 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Spinnenbiß
            Hallo Oliver,

            was mich interessieren würde ... ...
            Tatsächlich rühren die Kosten unseres Gesundheitswesens wohl
            zu einem beträchtlichen Teil daher, dass jede noch so kleine
            Lapalie ärztlich begutachtet wird. Es gibt eine Unmenge an
            kleinen und kleineren Wehwehchen, während derer die Arztpraxen
            überlaufen werden. Eine nüchterne Betrachtungsweise würde hier
            nicht nur Kosten vermeiden sondern auch das Wohlbefinden
            steigern.
            ...
            Ist das tatsächlich so und auch belegbar?
            Dies erscheint mir extrem unwahrscheinlich.

            Grüße

            CMБ
          • Antwort von (abgemeldet) nach 2 Tagen 0 hilfreich
            Witz?
            Na, wenn ich Dich richtig verstehe, sollte eine Person mit körperlichen Symtomen wie der beschriebenen Beulenbildung am Schädelgewebe nach dem Stich oder Biss eines dem Fragesteller unbekannten Tieres lieber nicht zum Arzt gehen, da dies nach Deiner Ferndiagnose durch ein harmloses Tier entstanden sein soll (Du: "jede [...] Maßnahme erübrigt sich") und entsprechend keinen Krankheitswert hat. Weiter vergleichst Du die Symptome mit einer "Unmenge an kleinen und kleineren Wehwehchen", die Deiner Meinung nach zu einem beträchtlichen Teil die Kosten des Gesundheitswesens ausmachen sollten.

            (Ich hoffe,) das kannst Du nicht ernst gemeint haben und auch letztere Behauptung von Dir (Hauptkosten entstehen durch ungerechtfertigten Arztbesuchen) ist selbstverständlich absoluter Quatsch. Wer will, darf sich gerne mal beim bei seiner Krankenkasse die Kosten zeigen lassen. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Re: Gegen-Witz?
              Na, wenn ich Dich richtig verstehe, sollte eine Person mit
              körperlichen Symtomen wie der beschriebenen Beulenbildung am
              Schädelgewebe nach dem Stich oder Biss eines dem Fragesteller
              unbekannten Tieres lieber nicht zum Arzt gehen, da dies nach
              Deiner Ferndiagnose durch ein harmloses Tier entstanden sein
              soll (Du: "jede [...] Maßnahme erübrigt sich") und
              entsprechend keinen Krankheitswert hat. Weiter vergleichst Du
              die Symptome mit einer "Unmenge an kleinen und kleineren
              Wehwehchen", die Deiner Meinung nach zu einem beträchtlichen
              Teil die Kosten des Gesundheitswesens ausmachen sollten.

              (Ich hoffe,) das kannst Du nicht ernst gemeint haben und auch
              letztere Behauptung von Dir (Hauptkosten entstehen durch
              ungerechtfertigten Arztbesuchen) ist selbstverständlich
              absoluter Quatsch. Wer will, darf sich gerne mal beim bei
              seiner Krankenkasse die Kosten zeigen lassen.
              Beule im Schädelgewebe?
              Ferndiagnose?
              Hauptkosten?
              Liest Du noch oder gehörst Du schon zu Pisa?
            • Antwort von (abgemeldet) nach 3 Tagen 2 hilfreich
              Lies mal, was Du selbst schreibst
              Beule im Schädelgewebe?
              Seitdem habe ich nämlich eine 4cm große rote Beule auf der Stirn, die juckt.

              (Die Fragestellerin Anja)

              http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv... Ferndiagnose?
              Es gibt also kein grund zur Sorge, die juckende Beule, so sie denn von einer Spinne kommt, sollte also bald wieder verschwunden sein.

              (Oliver)

              http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv... Hauptkosten?
              Tatsächlich rühren die Kosten unseres Gesundheitswesens wohl zu einem beträchtlichen Teil daher, dass jede noch so kleine Lapalie ärztlich begutachtet wird.

              (Oliver)

              http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv... Liest Du noch oder gehörst Du schon zu Pisa?
              Wirst Du immer beleidigend, wenn Du nicht mehr weiter weisst? Auf dem Niveau werde ich mich nicht weiter mit Dir unterhalten können.
  1. Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
    Re: Spinnenbiß
    Hast Du Kältegefühle, Kreislaufschwäche, innere Unruhe und Taubheitsgefühle?
    Möglich wäre auch eine Borreliose, die nicht nur über Zecken, sondern auch über andere
    Tierchen übertragen werden kann. Allerdings ensteht dieses Erythem meist erst nach 2 bis 3
    Tagen. Bei einer Sofortreaktion ist eher eine allergische Reaktion denkbar.

    Ist die Beule rot und heiß, fühlt sich die Berührung unerträglich an, auch mit brennenden oder stechenden Schmerzen, dann hilft Apis mellifica D12 (homöopathisches Mittel).

    Es gibt auch homöopathische Spinnenmittel. Mehr dazu unter
    http://www.verlag-medizinischesforum.de/archiv/05spi...


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