Hallo
Wenn man mal ein wenig zurück schaut, und die Kriegsereignisse der früheren Jahrhunderte betrachtet, fragt man sich, wie diese klaffenden Fleischwunden die durch Schwert und Lanze verursacht wurden, eigentlich geheilt werden konnten, angesichts der Tatsache, daß man das Nähen von Wunden noch nicht kannte.
Oder vielleicht doch?
Was meint Ihr?
gruß
rolf
Hallo,
die WUnden heilten, wenn überhaupt, wohl von selbst oder mit ein bisschen Nachhilfe (Verband, evtl. schon Naht) zu.
Allerdings war das größte Problem bis zur Erfindung von Antibiotika der „Wundbrand“, d.h. eine Infektion der Wunde mit anschließender tödlicher Sepsis. Das Problem stellte sich also noch wesentlich länger als die Epoche von Lanze und Schwert dauerte und v.a. auch in ganz anderen Kontexten (zB Kinbettfieber, Operationen, Bagatellverletzungen usw.)
Ich hoffe das geht bei Medizinern noch durch, bin Laie.
Grüße
Hallo
Wenn man mal ein wenig zurück schaut, und die Kriegsereignisse
der früheren Jahrhunderte betrachtet, fragt man sich, wie
diese klaffenden Fleischwunden die durch Schwert und Lanze
verursacht wurden, eigentlich geheilt werden konnten,
angesichts der Tatsache, daß man das Nähen von Wunden noch
nicht kannte.
Oder vielleicht doch?
Was meint Ihr?
gruß
rolf
Hi,
häufig wurde mit kochendem Öl „behandelt“ (wobei das den Zusatnd verschlimmerte); es gab aber durchaus das Wissen von der heilernden Wirkung von Brotschimmel (wenn man auch nicht wusste, dass der Wirkstoff Penicillin war); Alkohol zum Desinfizieren kam Ende des Mittelalters auf, als die Pestärzte mit Heilmethoden experimentierten. Ansonsten - bis zur Aufklärung und der Lehre der anatomie wird’s schon in Europa länger gedauert haben mit dem Nähen.
Gruß,
Susanne