Ich stelle im Hinblick auf die Gamma-GT Referenzwerte Unterschiede fest, die mir vielleicht jemand von Euch erklären kann. Bei meinem Internisten reicht lt. Blutuntersuchungsbefund der Referenzwert ( für einen männl. Erwachsenen ) von 1-55 u/l. Im Internet finde ich jedoch immer wieder die größere Bandbreite von 1-66 u/l. Wie kommt es dazu?
Einige Labore verwenden etwas unterschiedliche Methoden, um Werte zu bestimmen. Daher können einzelne Labore auch unterschiedliche Referenzwerte haben - diese werden aber im allgemeinen mit auf dem Befund angegeben. Im Zweifel gilt also der Referenzbereich, der auf dem Laborbefund draufsteht.
Außerdem weiß man bis heute nicht mit hundertprozentiger Sicherheit, welche Werte denn nu normal sind. Man hat meist den Durchschnittswert von gesunden Personen genommen - genauso wie beim Körpergewicht
Ob das auf alle erhebbaren Laborwerte und hier speziell für Gamma-Gt gilt, weiß ich allerdings leider nicht.
während früher die nationalen Fachgesellschaften eigene Standardisierungen für Enzym-Messungen veröffentlichten, wird heute die Umstellung auf international einheitliche Methoden entsprechend der International Federation of Clinical Chemistry (IFCC) vorgegeben.
Zu Anfang April 2003 konnten alle Enzyme auf die neuen IFCC-Verfahren umgestellt werden. Dazu gehört u. a. auch eine einheitliche Temperierung der Messung des enzymatischen Substratabbaus durch die Gamma-GT bei 37°C, sodass dann aktuell der Referenzwert mit „bis 66 Units/Liter“ angegeben wird.
Die Labors ziehen aber hier unterschiedlich mit, sodass zwingend die Patientenwerte im Bezug auf die vom Vertragslabor angegebenen Referenzwerte betrachtet werden müssen.