Hallo,
ich wende mich heute an dieses Forum, weil ich langsam nicht mehr weiß, was ich noch machen soll und vielleicht kann mir hier jemand helfen.
Alles fing damit an, dass ich mich im Herbst letzten Jahres verhoben habe. Ich hatte dann hexenschussartige Schmerzen im Lendenwirbelsäulen-Bereich (LWS). Die hörten nach ein paar Tagen wieder auf, kamen aber kurzfristig nach ein paar Wochen wieder. Dann schlich sich so langsam ein mehr oder weniger stetiger Rückenschmerz in der LWS ein. Nach einer Weile wanderte er von der LWS öfter in die Beine, so dass entweder der Oberschenkel oder/und das Knie höllisch weh taten.
Im Februar habe ich dann eine Überweisung zum Orthopäden bekommen, weil die Schmerzen bis heute andauern. Der hat mich geröntgt, untersucht und mich mit Verdacht auf „degenerativen Bandscheibenschaden“ und „Reizung des linken Iliosakralgelenkes“ zur MRT geschickt. Diese steht morgen an.
Jetzt ist aber seit etwa dreieinhalb Wochen etwas anderes hinzu gekommen: Bauchschmerzen, vor allem im linken Unterbauch. Ich habe sie zunächst als Blasenentzündung gedeutet, weil sie auch nicht ständig da waren und nur ein bißchen gezogen haben.
Da ich zu der Zeit einen Frauenarzt-Termin zur Kontrolle hatte, habe ich den Arzt den Urin checken lassen. Er hat aber nichts gefunden. Auch die Ultraschalluntersuchung hat nichts ergeben.
Als die Schmerzen trotzdem nicht nachließen, bin ich letzte Woche zur praktischen Ärztin. Diese hat den Urin und das Blut nochmals untersucht, kann aber eine Blasenentzündung ausschließen. Da ein Entzündungswert leicht erhöht war, hat sie mir ein Antibiotikum verschrieben. Von dem gingen aber während der Einnahme nur die Rückenschmerzen weg, nicht aber der Bauchschmerz. Ich habe es auch nicht gut vertragen, mir war ständig übel.
Jetzt war ich gestern wieder bei der Ärztin und sie hat mich wieder abgetastet. Dabei hatte ich fast überall im Unterbauch Schmerzen. Im Blut waren jedoch keine Entzündungswerte mehr zu finden. Sie hatte dann den Verdacht, das es vielleicht eine Dickdarm-Entzündung (Divertikulitis) sein könnte und hat mich zum Chirugen überwiesen. Bei dem war ich heute morgen. Er hat Ultraschall gemacht, dabei aber nichts auffälliges feststellen können. Demnach stehe ich nun immer noch ohne Diagnose da. Er meinte, es könnte eine chronische Blinddarmentzündung oder eine Darmentzündung (ich habe seit Jahren etwas Probleme mit der Verdauung) sein, aber es sei auch möglich, dass es von der Bandscheibe, sprich den Rückenschmerzen kommt. Man solle die orthopädische Diagnose abwarten und falls es daran nicht läge, ggf. eine Darmspiegelung machen lassen.
Nun ist es so, dass ich nächste Woche Donnerstag für 4 Tage in Urlaub fliege. Ich habe jetzt natürlich Angst zu fliegen, will aber auch nicht den Urlaub stornieren, weil mich das viel Geld kosten würde. Als ich meiner Ärztin den Befund mitteilte, meinte diese auch, dass ich jetzt erst das MRT abwarten sollte und danach wieder kommen sollte. Und am Dienstag muss ich ja dann auch zum Orthopäden deswegen.
Ich bin sehr verzweifelt, weil ich wirklich Angst habe, dass es was schlimmes sein könnte und so nur unnötig Zeit verplempert wird. Außerdem will ich natürlich „sorgenfrei“ meinen Urlaub antreten. Was soll ich tun?! Kann so ein Schmerz (fühlt sich an wie eine Blähung und zieht manchmal) wirklich auch vom Rücken kommen?
Grüße
Schnuddelbuddel
hallo schnuddelbuddel,
seltsam, daß du zum chirurgen, statt zum gastroenterologen überwiesen wurdest.
ich bin zwar nicht vom fach, aber früher selbst betroffen von solchen schmerzen.
es kann eine darmentzündung sein, aber auch ein reizkolon oder weiß der kuckuck.
das diagnostiziert der facharzt. normalerweise wird auch eine stuhlprobe untersucht und dann eine darmspiegelung gemacht. letztere mit prima betäubung, absolut schmerzfrei.
werden die schmerzen in der heißen badewanne geringer?
strubbel
3:open_mouth:)
Ich habe mich auch schon gefragt, warum sie mich nicht wenigstens an einen Internisten überwiesen hat. Ich werde sie am Freitag mal darauf ansprechen.
Darmspiegelung darf man meines Wissens bei Vertikulitis gar nicht machen, erst wenn sie abgeklungen ist.
Was die Badewanne betrifft, so gehöre ich nicht zu den Glücklichen, die eine besitzen. Ich kann nur sagen, dass ich anfangs immer eine Wärmflasche darauf gelegt habe, das half ein wenig, aber nicht übermäßig.
Gruß
ColumnGirl
Hallo
ich wende mich heute an dieses Forum, weil ich langsam nicht
mehr weiß, was ich noch machen soll.
Offenbar wusste bei dir die rechte Hand (der Ärzte) nicht, was die linke schon gemacht oder noch vor hat.
Ganz einfach: Warte das MRI ab, dann weisst du mehr.
Linke Unterbauchschmerzen können viele Ursachen haben, deshalb hast du ja auch so eine lange Liste von möglichen Diagnosen (es könnte aber auch noch das und das…).
Deine Geschichte klingt nach Reizung eines oder mehrerer Nerven, die vom Rücken her kommend die Beine (und überhaupt fast den ganzen Körper) versorgen. Ein Nerv der aus dem Rückenmark kommt, „quetscht“ sich durch ein kleines Loch zwischen zwei Wirbelkörpern und zwängt sich noch so durch diverse Orte hindurch, bis er schliesslich im Arm/Bauch/Bein oder wo auch immer ankommt.
Sagen wir mal vorsichtig, dass deine Beschwerden nicht gegen einen „gereizten“ Nerv sprechen. Das Hirn weiss aber dummerweise nicht, auf welcher Höhe der Nerv gereizt wird, d.h. ob du eine Schürfwunde am Knie oder einen Engpass zwischen zwei Muskeln oder einen Bandscheibenvorfall hast. Es kriegt nur die Mitteilung: „Nerv XY schmerzt“. Aus „Erfahrung“ oder „Logik“ nimmt dann das Hirn quasi an, dass das Nervenende (z.B. am Knie, am Darm, am Magen) gereizt wurde. Deshalb kannst du deine Odysse via Orthopäde-Gynäkologe-Gastroenterologe-Neurologe weiterverfolgen bis du wahnsinnig wirst, wobei man dir am Ende die Stirne in Falten legend den Psychiater empfehlen wird, was bei Frauen mit Unterbauchschmerzen gar nicht so selten geschieht…
Falls es ein „eingeklemmter“ Nerv sein sollte, kann der somit überall auf seinem Weg irgendwo eingeengt werden, das häufigste ist aber ein Engniss im Rückenbereich. Das - und was sonst noch im Bauch los ist - sollte man aber eigentlich im MRI sehen. Somit: Etwas Geduld, falls noch möglich!
Kurze Antwort somit:
- Es kann vom Rücken kommen, ja.
- Vogel-Strauss-Antwort: Wenn es etwas schlimmes währe, könntest du akutell eh nichts dagegen machen (man hätte aber vermutlich schon beim Untersuchen oder im Ultraschall was gefunden)
Deshalb: Geniess die Ferien, wenns geht, wenn nötig mit Schmerzmitteln.
Gruss!
hi nochmal,
hm, die dármspiegelung wird ja erst nach ausführlicher diagnose angeordnet.
mit aller vorsicht: probier mal bis zum arzttermin, ob buscopan plus linderung bringt.
und, ganz wichtig: jegliche vollkornprodukte, hülsenfrüchte, kohl, rohes gemüse usw. sicherheitshalber vonm speiseplan nehmen.
also alles was bläht.
strubbel
8:open_mouth:)
Hallo Schnuddelbuddel!
Du könntest meine Beschwerden geschildert haben, ich kenne das, und zwar nur zu gut!
Nimm erstmal den Urlaub wahr, lass anschließend die Untersuchungen machen und sieh dann weiter.
Falls keine konkreten Ergebnisse herauskommen, könntest Du Dich an einen Osteopathen wenden.
Ich habe es schon mehrmals erlebt, dass der Darm nach seiner Aussage „festgehangen hat“.
Das führte zu Bauchschmerzen UND Rückenschmerzen, nach der Behandlung ging es mir dann aber schnell wieder deutlich besser.
Angelika
Das führte zu Bauchschmerzen UND Rückenschmerzen, nach der
Behandlung ging es mir dann aber schnell wieder deutlich
besser.
Hmm… die Rückenschmerzen waren aber schon Monate vorher da… Wie sah denn die Behandlung bei Dir aus?