Homöopatie in der Schwangerschaft

Von: , Frage gestellt am So, 26. Feb 2006

Hallo,
hätte mal folgende Frage:
Meine Frau ist im 6 Monat schwanger und leidet unter einer Allergie (mit starkem Juckreiz) und unter Angstzuständen.
Kann man homöopatische Mittel in der Schwangerschaft bedenkenlos einnehmen (z.B. Sulphur C 12) oder ist es besser was mit Schüssler Salzen zu machen (Nr. 5 und Nr. 6).
Wer hat Erfahrungen damit, was soll oder kann man tun? Welche Einnahme ist in der Schwangerschaft zu empfehlen?

Im voraus Danke für Euere Bemühungen!

Sirak

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 8 Stunden 2 hilfreich
    Re: Homöopatie in der Schwangerschaft

    Hallo, hätte mal folgende Frage:
    Meine Frau ist im 6 Monat schwanger und leidet unter einer
    Allergie (mit starkem Juckreiz) und unter Angstzuständen.
    Kann man homöopatische Mittel in der Schwangerschaft
    bedenkenlos einnehmen (z.B. Sulphur C 12)
    das Gute an der Homöopathie ist ja die absolute Nebenwirkungs-
    freiheit auf Grund der unendlichen Verdünnung.
    Was will man auch an Nebenwirkungen erwarten, wenn mit ziehmlicher
    Sicherheit erwarten kann, daß sich in dem Mittel kein einziges
    der ursprünglichen Wirkstoffatome mehr befindet.
    Falls da trotzdem noch ein paar Atome drin sind, dann kommt das
    nur von den unvermeidbaren Verunreinigungen in der Trägersubstanz.
    Nebenwirkungen kommen also höchstens von der Trägersubstanz
    (z.B. Alkohol). oder ist es besser
    was mit Schüssler Salzen zu machen (Nr. 5 und Nr. 6).
    Wer hat Erfahrungen damit, was soll oder kann man tun? Welche
    Einnahme ist in der Schwangerschaft zu empfehlen?
    Im voraus Danke für Euere Bemühungen!
    Im Prinzip egal, da die Wirkung eh auf Autosuggestion und Plazebo
    zurückgeführt werden kann. Wichtig ist, daß der Patient dran glaubt.
    Dafür scheinen Menschen mit psychosomatischen Problemen aber
    besonders empfänglich zu sein.
    Gruß Uwi

    • Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Homöopatie in der Schwangerschaft

      Hallo, hätte mal folgende Frage:
      Meine Frau ist im 6 Monat schwanger und leidet unter einer
      Allergie (mit starkem Juckreiz) und unter Angstzuständen.
      Kann man homöopatische Mittel in der Schwangerschaft
      bedenkenlos einnehmen (z.B. Sulphur C 12)
      Nein, man kann / soll nicht alle homöopathischen Mittel in der Schwangerschaft einnehmen.
      Mit dem Sulfur das kann sich in die gegenteilige Richtung entwickeln.
      Damit würde ich auf keinem Fall selbst herumexperimentieren

      Äußerlich kann man Magnesium phos. (Schüsslersalz - DHU) als Salbe auftragen.
      Zur Einnahme eignet sich Proaller spag. ein Komplexmittel aus homöopathisch uns spagyrisch aufbereiteten Pflanzen (rezeptfrei in der Apotheke).
      Wie äußern sich die Angstzustände? Wichtig ist auch ausreichend zu Trinken.

      • Antwort von nach 12 Stunden 2 hilfreich
        Re^3: Homöopatie in der Schwangerschaft

        Hallo Sirak,
        zu den homöopath. Hilfen ist ja schon viel Wertvolles gesagt worden.
        Das "Zauberwort"bei Psychiatern, Psychotherapeutenund Psychologen heisst "Krisenintervention"
        Das bedeutet: maximal 5 Sitzungen, für die hat fast jeder psych. Tätige (Kurz-)Termine frei.
        In Bayern gibt es eine 01805-Nummer, bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung nachfragen oder noch besser beim guten alten Hausarzt, dort bekommt man gesagt, welche(r) psych. Tätige kurzfristig Termine frei hat.
        gute Besserung wünscht
        synapse

  2. Antwort von nach 8 Stunden 4 hilfreich
    umgehend professionelle Hilfe einholen

    Hallo Sirak,

    handelt es sich nachgewiesenermaßen um eine Allergie? Um welche Allergie, Nahrungsmittelallergie, Kontaktallergie, respiratorische Allergie, usw.?
    Ist es nicht möglich das Allergen zu meiden?

    Handelt es sich womöglich gar nicht um eine Allergie, sondern um eine juckende Hauterscheinung, der andere Ursachen zugrunde liegen können?

    Manche Menschen haben besonders in der kühleren Jahreszeit Hautjucken, weil sie durch regelmäßiges Waschen (Hautentfettung) spröde, juckende, gerötete Hautstellen bekommen, die verschwinden, wenn regelmäßig mit einem Hautpflegeprodukt nachgecremt wird.
    Es gibt auch bestimmte juckende Hauterkrankungen, die im Winter stärker in Erscheinung treten und mit Hauttrockenheit einhergehen, z. B. Neurodermitis. Hier gibt es mittlerweile kortisonfreie, verschreibungspflichtige Cremes.

    Wenn deine Frau das Jucken nicht selbst unter Kontrolle bekommt, ist es besser, sie vertraut sich umgehend einem Hautarzt an, der ihr auch die passende Salbe verschreibt. Sie sollte wirklich sehen, dass sie das Problem angeht, denn in den letzten Schwangerschaftswochen wird sie froh sein, wenn sie dieses Problem schon mal abhaken kann, denn Jucken nervt sehr und raubt ihr ggf. den jetzt notwendigen Nachtschlaf.

    Weiterhin hat sie gerade jetzt Zeit, sich um ihre Angstzustände zu kümmern. Der Hausarzt kann sie an eine gute Psychologin (gute Adresse über Freunde, Kollegen, Arzt in Erfahrung bringen) überweisen, die so viel mit ihr bespricht, wie sie zulässt - und ihr die Ängste relativiert, bzw. sie lehrt, damit umzugehen, Ursachen aufdeckt, Panik vermeiden hilft.
    Wenn das Kind einmal da ist, hat sie für sich und ihre Probleme zunächst nur sehr wenig Zeit. Die psychische Belastbarkeit nimmt bei den meisten in der Zeit nach der Entbindung jedoch drastisch ab. "Altlasten" sollte sie daher, wenn möglich, jetzt professionell entsorgen, und nicht selbst daran herumdoktern.

    Alles Gute wünscht euch

    Renate [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
      Re: umgehend professionelle Hilfe einholen

      Hallo Renate,

      Danke für Deine Antwort.
      Nur kurz als Zusatzinfo: Meine Frau war bereits beim Hautarzt - Salbe mit Kortison verschrieben. Auch war sie schon bei einem Nervenarzt, er meinte man soll es solange ohne Medikamente aushalten wie nur irgendwie möglich. Termine bei einem Psychologen - 2 Jahre Wartezeit.
      Bei der Allergie sieht es so aus, dass man fast nicht sagen kann woher es kommt. Sie hatte als Kind schon so ne Art Neurodermitis. Nach der ersten Schwangerschaft war es fast weg. Seit sie schwanger ist quillt die Allergie nur so raus.
      Meine Frau hatte auch schon Rücksprache mit der Hebamme, sie riet Schüssler Salze. Eine Homöopatin riet Sulphur C 12.
      Wir wollten einfach mal Eure Meinungen hören bevor meine Frau irgendwas einnimmt.
      Viele Dank nochmals
      Gruß Sirak. Hallo Sirak,

      handelt es sich nachgewiesenermaßen um eine Allergie? Um
      welche Allergie, Nahrungsmittelallergie, Kontaktallergie,
      respiratorische Allergie, usw.?
      Ist es nicht möglich das Allergen zu meiden?

      Handelt es sich womöglich gar nicht um eine Allergie, sondern
      um eine juckende Hauterscheinung, der andere Ursachen zugrunde
      liegen können?

      Manche Menschen haben besonders in der kühleren Jahreszeit
      Hautjucken, weil sie durch regelmäßiges Waschen
      (Hautentfettung) spröde, juckende, gerötete Hautstellen
      bekommen, die verschwinden, wenn regelmäßig mit einem
      Hautpflegeprodukt nachgecremt wird.
      Es gibt auch bestimmte juckende Hauterkrankungen, die im
      Winter stärker in Erscheinung treten und mit Hauttrockenheit
      einhergehen, z. B. Neurodermitis. Hier gibt es mittlerweile
      kortisonfreie, verschreibungspflichtige Cremes.

      Wenn deine Frau das Jucken nicht selbst unter Kontrolle
      bekommt, ist es besser, sie vertraut sich umgehend einem
      Hautarzt an, der ihr auch die passende Salbe verschreibt. Sie
      sollte wirklich sehen, dass sie das Problem angeht, denn in
      den letzten Schwangerschaftswochen wird sie froh sein, wenn
      sie dieses Problem schon mal abhaken kann, denn Jucken nervt
      sehr und raubt ihr ggf. den jetzt notwendigen Nachtschlaf.

      Weiterhin hat sie gerade jetzt Zeit, sich um ihre
      Angstzustände zu kümmern. Der Hausarzt kann sie an eine gute
      Psychologin (gute Adresse über Freunde, Kollegen, Arzt in
      Erfahrung bringen) überweisen, die so viel mit ihr bespricht,
      wie sie zulässt - und ihr die Ängste relativiert, bzw. sie
      lehrt, damit umzugehen, Ursachen aufdeckt, Panik vermeiden
      hilft.
      Wenn das Kind einmal da ist, hat sie für sich und ihre
      Probleme zunächst nur sehr wenig Zeit. Die psychische
      Belastbarkeit nimmt bei den meisten in der Zeit nach der
      Entbindung jedoch drastisch ab. "Altlasten" sollte sie daher,
      wenn möglich, jetzt professionell entsorgen, und nicht selbst
      daran herumdoktern.

      Alles Gute wünscht euch

      Renate

      • Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
        Re^2: umgehend professionelle Hilfe einholen

        Hallo Sirak,

        ich hatte in der Schwangerschaft mit meiner Tochter ähnliche Hautprobleme, das kann von der Schwangerschaft kommen, je mehr diese fortschritt, wurde es schlimmer.
        Deine Frau soll mal ihre Hebamme fragen, ob Apis D12 für sie in Frage kommen könnte, das hat mir damals sehr geholfen.

        LG
        Gerlinde

      • Antwort von nach 11 Stunden 1 hilfreich
        Re^2: umgehend professionelle Hilfe einholen

        Hallo Sirak, Nur kurz als Zusatzinfo: Meine Frau war bereits beim Hautarzt
        - Salbe mit Kortison verschrieben.
        Bei der Allergie sieht es so aus, dass man fast nicht sagen
        kann woher es kommt. Sie hatte als Kind schon so ne Art
        Neurodermitis. Nach der ersten Schwangerschaft war es fast
        weg. Seit sie schwanger ist quillt die Allergie nur so raus.
        Wenn sie bereits Neurodermitis hatte, dann wird sie immer wieder, evt. auch in minimalen Formen damit zu tun haben.

        Ich wundere mich nur, dass der Hautarzt gegen das Jucken Kortison verschreibt. Es gilt als embryotoxisch und sollte auch äußerlich nicht in der Schwangerschaft angewendet werden.
        Seit ca. 5 Jahren gibt es kortisonfreie Cremes, wie z. B. „Elidel“, das nicht embryotoxisch ist. Weiterhin kommen die Ekzeme in Schüben vor, wobei Stresssituationen, bzw. Veränderungen, auch z. B. Schwangerschaft mit vermehrtem Jucken einhergehen können. Auch die dunkle Jahreszeit (UV-Lichtmangel) und trockenere Haut im Winter, wirken sich ungünstig auf das Jucken aus.
        Neben der Akutbehandlung braucht ein Neurodermitiker eine gute Basispflege. Es gibt spezielle Lotionen und Cremes mit Harnstoff/Urea, die Feuchtigkeit in der Haut binden und das Jucken vermeiden helfen, die man nach jedem Wasserkontakt/Duschen anwendet.

        Auch war sie schon bei einem Nervenarzt, er meinte man soll es solange ohne
        Medikamente aushalten wie nur irgendwie möglich. Termine bei
        einem Psychologen - 2 Jahre Wartezeit.
        Die Gesprächstherapie ist zunächst bei Angststörungen wichtiger als ein Antidepressivum. Oft kommt man auch ohne das Medikament aus.
        Lasst euch nicht verunsichern, es gibt teilweise lange Wartezeiten, das ist bekannt. Lasst euch von eurer Krankenkasse eine Liste der Psychologen in eurer Umgebung zuschicken. Dann macht sich jemand an die Arbeit und telefoniert mit den Praxen in der näheren Umgebung (und bevorzugt die guten Empfehlungen aus der Bekanntschaft) und bringt unbedingt zum Ausdruck, dass der Termin dringend ist. Oft hat man Glück, weil ein Patient abgesagt hat und bekommt trotz aller Unkenrufe einen sehr schnellen Termin! Meine Frau hatte auch schon Rücksprache mit der Hebamme, sie
        riet Schüssler Salze. Eine Homöopatin riet Sulphur C 12.
        Das hilft weder bei Neurodermitis noch bei Panikatacken.

        Viele Grüße, Renate

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