Re: umgehend professionelle Hilfe einholen
Hallo Renate,
Danke für Deine Antwort.
Nur kurz als Zusatzinfo: Meine Frau war bereits beim Hautarzt - Salbe mit Kortison verschrieben. Auch war sie schon bei einem Nervenarzt, er meinte man soll es solange ohne Medikamente aushalten wie nur irgendwie möglich. Termine bei einem Psychologen - 2 Jahre Wartezeit.
Bei der Allergie sieht es so aus, dass man fast nicht sagen kann woher es kommt. Sie hatte als Kind schon so ne Art Neurodermitis. Nach der ersten Schwangerschaft war es fast weg. Seit sie schwanger ist quillt die Allergie nur so raus.
Meine Frau hatte auch schon Rücksprache mit der Hebamme, sie riet Schüssler Salze. Eine Homöopatin riet Sulphur C 12.
Wir wollten einfach mal Eure Meinungen hören bevor meine Frau irgendwas einnimmt.
Viele Dank nochmals
Gruß Sirak.
Hallo Sirak,
handelt es sich nachgewiesenermaßen um eine Allergie? Um
welche Allergie, Nahrungsmittelallergie, Kontaktallergie,
respiratorische Allergie, usw.?
Ist es nicht möglich das Allergen zu meiden?
Handelt es sich womöglich gar nicht um eine Allergie, sondern
um eine juckende Hauterscheinung, der andere Ursachen zugrunde
liegen können?
Manche Menschen haben besonders in der kühleren Jahreszeit
Hautjucken, weil sie durch regelmäßiges Waschen
(Hautentfettung) spröde, juckende, gerötete Hautstellen
bekommen, die verschwinden, wenn regelmäßig mit einem
Hautpflegeprodukt nachgecremt wird.
Es gibt auch bestimmte juckende Hauterkrankungen, die im
Winter stärker in Erscheinung treten und mit Hauttrockenheit
einhergehen, z. B. Neurodermitis. Hier gibt es mittlerweile
kortisonfreie, verschreibungspflichtige Cremes.
Wenn deine Frau das Jucken nicht selbst unter Kontrolle
bekommt, ist es besser, sie vertraut sich umgehend einem
Hautarzt an, der ihr auch die passende Salbe verschreibt. Sie
sollte wirklich sehen, dass sie das Problem angeht, denn in
den letzten Schwangerschaftswochen wird sie froh sein, wenn
sie dieses Problem schon mal abhaken kann, denn Jucken nervt
sehr und raubt ihr ggf. den jetzt notwendigen Nachtschlaf.
Weiterhin hat sie gerade jetzt Zeit, sich um ihre
Angstzustände zu kümmern. Der Hausarzt kann sie an eine gute
Psychologin (gute Adresse über Freunde, Kollegen, Arzt in
Erfahrung bringen) überweisen, die so viel mit ihr bespricht,
wie sie zulässt - und ihr die Ängste relativiert, bzw. sie
lehrt, damit umzugehen, Ursachen aufdeckt, Panik vermeiden
hilft.
Wenn das Kind einmal da ist, hat sie für sich und ihre
Probleme zunächst nur sehr wenig Zeit. Die psychische
Belastbarkeit nimmt bei den meisten in der Zeit nach der
Entbindung jedoch drastisch ab. "Altlasten" sollte sie daher,
wenn möglich, jetzt professionell entsorgen, und nicht selbst
daran herumdoktern.
Alles Gute wünscht euch
Renate