Payche, kann man helfen, oder

hier noch etwas kaputt machen?
Ein Mensch der in der Psychatrie ist, erst frei, jetzt ‚eingesperrt‘ da er nicht mehr will…
Wie gegegnet man einem solchen Mesnchen, wenn man ihn besucht?
ich selbst sehe nur zwei Möglichkeiten:

  1. alles gut und schön reden und sagen es wird schon wieder…
  2. ihn in die Verantwortung ziehen, in etwa, du hast noch die Aufgaben xyz zu erledigen und Vorbild zu sein und… als den Vorwurf und das wach rütteln
    oder vielleicht 3 sich fern zu halten.

Wir sind uns total unsicher!!!

Kann uns jemand sagen, was hier wann das richtige Mittel ist?

Danke!
Caro

Sorry, Psyche ist gemeint. owt.

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Hi!

hier noch etwas kaputt machen?
Ein Mensch der in der Psychatrie ist, erst frei, jetzt
‚eingesperrt‘ da er nicht mehr will…

Was will er nicht? Leben? Oder was? Du schreibst in Hieroglyphen!

Wie gegegnet man einem solchen Mesnchen, wenn man ihn besucht?
ich selbst sehe nur zwei Möglichkeiten:

  1. alles gut und schön reden und sagen es wird schon wieder…
  2. ihn in die Verantwortung ziehen, in etwa, du hast noch die
    Aufgaben xyz zu erledigen und Vorbild zu sein und… als den
    Vorwurf und das wach rütteln
    oder vielleicht 3 sich fern zu halten.

Wir sind uns total unsicher!!!

Kann uns jemand sagen, was hier wann das richtige Mittel ist?

Sorry, aber wirklich raten kann man bei diesen wenigen Infos kaum.
Schreib doch bitte etwas ausführlicher!

Renate

Hallo Caro

ich selbst sehe nur zwei Möglichkeiten:

  1. alles gut und schön reden und sagen es wird schon wieder…
  2. ihn in die Verantwortung ziehen, in etwa, du hast noch die
    Aufgaben xyz zu erledigen und Vorbild zu sein und… als den
    Vorwurf und das wach rütteln
    oder vielleicht 3 sich fern zu halten.

Mit Verlaub - beides wäre absolut falsch.
Das erste, alles gut und schön reden, hieße, ihn garnicht richtig anzusehen, ihn garnicht ernst zu nehmen. Jemand, der in die Psychiatrie gekommen ist, hat doch ein großes inneres Problem, da sollte man nicht wie ein Grundschullehrer mit ihm reden.
Gruß,
Branden

Richtig, Leben will er nicht mehr…
Gruß
Caro

Danke, aber was denn dann bitte?

Gruß
Caro

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Danke, aber was denn dann bitte?

Na, z.B. einfach öfter mal da sein, bei dem jenigen sitzen, ihm zuhören - vielleicht kann man heraushören, was er gerne hätte, was erbraucht, was ihm fehlt.

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Wir sind nur enfernte Verwandtschaft

Danke, aber was denn dann bitte?

Na, z.B. einfach öfter mal da sein, bei dem jenigen sitzen,
ihm zuhören - vielleicht kann man heraushören, was er gerne
hätte, was erbraucht, was ihm fehlt.

und werden nur einmal irgendwann ein zweites mal da sein.
Welches Verhalten ist hier angesagt?
Was spricht gegen die anderen beiden Punkte?
Gruß
Caro

Hi!
Wenn du schon nicht bereit bist, etwas mehr zu erzählen, kann ich dir auch nur allgemein antworten! Und das kann jetzt der größte Mist sein, aber bitte!
Du kannst einem Menschen, der in Not geraten ist, nur so weit helfen, wie er es zulässt. Hilfe anbieten, nicht aufdrängen, gesprächsbereit sein, nicht ausquetschen, ein offenes Ohr anbieten, nicht bohren, ein Gespür dafür entwickeln, wann er reden will, wann nicht… usw.
Renate

1 „Gefällt mir“

Mit demerzählen ist so eine Sache, da kommt man schnell vom hundertsten…

Aber kannst du mir sagen, warum meine Punkte nichts taugen?
Ich will nicht dagegenhalten, sondern nur verstehen!
Danke!
Caro

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Hallo,

hier noch etwas kaputt machen?
Ein Mensch der in der Psychatrie ist, erst frei, jetzt
‚eingesperrt‘ da er nicht mehr will…
Wie gegegnet man einem solchen Mesnchen, wenn man ihn besucht?

Ganz normal, würde ich sagen. Das:

ich selbst sehe nur zwei Möglichkeiten:

  1. alles gut und schön reden und sagen es wird schon wieder…
  2. ihn in die Verantwortung ziehen, in etwa, du hast noch die
    Aufgaben xyz zu erledigen und Vorbild zu sein und… als den
    Vorwurf und das wach rütteln

hört sich an, als wolltest du dir ein Drehbuch zurechtlegen, damit Du nichts falsches sagst. Glaubst Du etwa der Mensch merkt das nicht? Wenn Du da völlig verkrampft sitzt und ihm nach dem Mund redest oder ihm Vorhaltungen machst.
Sei doch einfach ehrlich. Frage wie es ihm geht. Zeige interesse an ihm. Ob Du ihm irgendwie helfen kannst. Und vor allem. Zerbrich Dir doch nicht den Kopf darüber, was du sagen könntest. Sei einfach da für ihn.

oder vielleicht 3 sich fern zu halten.

Wenn Dir dieser Mensch etwas bedeutet, dann geh hin. Wenn nicht, dann lass es. Wenn Du da nur aus Pflichtgefühl deine Zeit absitzt, hilft das dem Menschen auch nicht weiter. Jemand in solch einer Situation braucht Freunde.
Also, das ist meine Meinung dazu.
Gruß,
Rala

und werden nur einmal irgendwann ein zweites mal da sein.

Dann überlass doch einfach die wesentlichen Aktivitäten den Profis da. :wink:

Welches Verhalten ist hier angesagt?

Wenn ich Zen-Meister wäre, würde ich sagen:
Ein Nicht-Verhalten. :wink:

Was spricht gegen die anderen beiden Punkte?

Alles. :wink:
Wiegesagt: Oberflächliches Aufmuntern zeigt das nicht-wirklich-dicht-an-ihm-dran-sein, das nicht-verstehen seines Problems.
Das Andere da schmeckte nach Vorwürfen bzw. ihm-etwas-aufladen, was er in seinem Zustand sowieso nicht tragen kann.
Gruß,
Branden

Mit demerzählen ist so eine Sache, da kommt man schnell vom
hundertsten…

Ich wollte auch nicht neugierig erscheinen, aber ein wenig mehr hätte eine Antwort erleichtert.

Aber kannst du mir sagen, warum meine Punkte nichts taugen?

Ich versuchs mal, wobei dir Branden ja schon einiges dazu gesagt hat!
Zitat: 1. alles gut und schön reden und sagen es wird schon wieder… Zitatende
Nein, damit würdest du ihm signalisieren, dass du ihn und seine Probleme, die ihn letztlich ja in die Psychiatrie gebracht haben, nicht ernst nimmst. Und das wäre ja gelogen, sonst würdest du hier nicht fragen.:smile: Nichts ist in einer Krisensituation, in der man keinen wirklichen Ausweg sieht, schlimmer als ein Gesprächspartner, der einem vermittelt, man sei nicht ernst zu nehmen, bzw die Probleme seien doch nur halb so schlimm und nicht so ernst zu nehmen.
Zitat: 2. ihn in die Verantwortung ziehen, in etwa, du hast noch die Aufgaben xyz zu erledigen und Vorbild zu sein und… als den Vorwurf und das wach rütteln Zitatende
Wer ist man als Besucher, dass man sich das Recht herausnimmt, über den Anderen zu urteilen? Und das Urteil würde ja lauten: du hast dich dumm benommen, du hast gefälligst deine Aufgaben zu erledigen anstatt Dinge zu tun, die dich von deiner Aufgabenerfüllung befreien (sollen). Nein, ich denke, keiner hat das Recht, den Psychiatrie-Patienten so zu behandeln. Folge könnte ( nicht müsste) sein, dass dieser, sobald er entlassen ist, es wieder versucht, weil er ja „so gefehlt hat“, verstehst du? Runtermachen würde ich sowas im Umgangssprachlichen nennen, eine goldene Brücke, um sich wieder das Leben nehmen zu wollen!
Zitat: oder vielleicht 3 sich fern zu halten. Zitatende
Fernhalten in solchen Fällen bedeutet u. U. eine Missachtung, eine Verurteilung, ohne ihn gehört zu haben. Das allerdings hängt von dem Verhältnis zwischen dir/Euch und ihm ab. Ist es ein enger Verwandter, ein Freund oder gar „nur“ ein Kumpel? Deshalb fragte ich nach Details, ich schwimme hier etwas mit meinen Ratschlägen - boah, das hört sich jetzt ungewollt arrogant an! Ich hoffe, du verstehst, was ich hier sagen will.

Ich will nicht dagegenhalten, sondern nur verstehen!

Vielleicht helfen dir meine Überlegungen?

Danke!

Mein ersteres Posting meine ich ernst: nimm den Menschen ernst, höre zu, ohne dich aufzudrängen, vielleicht ist er dir dankbar dafür und es entwickelt sich ein hilfreiches Gespräch. Glaub mir, nur der erste Moment der Begegnung ist „komisch“, dann geht es fast wie von selbst!

viel Erfolg
Renate

Erstmal Danke für die Mühe!!!
Ich schreibe natürlich nur schmenhaft!
Ich beabsichtige nicht ihn mit diesen 1 oder 2 Sätzen zu konfrontieren und dann mal sehen, ob er dadurch geheilt ist…

Ich denke eher ein Gespräch nett in eine solche Richtung zu lenken!
Damit meine ich auf irgendeine Art und Weise im Gespräch dahin zu kommen und die Dinge zu umschreiben.
Aber wenn ich darüber nachdenke, ´kann man auch alles auf einmal bzw. nacheinander verpacken.
Aber warum sollte ich etwas bewirken können, wenn es Frau und Kinder nicht können? Hoffnungslos!?
Unglaublich, wenn man den Menschen vor 3 Monaten erlebt hat, er war der ‚Chef‘ was er sagte hatte Hand und Fuß und wurde von anderen angenommen.

Vielleicht kannst du mir helfen zu verstehen, was mit einem Menschen geschieht, dass er so neben sich steht zw.garnicht mehr da ist???

Danke nochmal und viel Grüße
Caro

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hallo Carolin,
alles, was Du zur Erläuterung Deiner Frage schreibst, klingt so Lichtjahre entfernt von dem Menschen, um den es geht. Ja - wenn er nur entfernte Verwandtschaft ist … es hört sich so eng gefaßt an, als wolltest Du Dich nicht verausgaben in diese Situation … so fremd zu
diesem Menschen in Not.
Man kann sein Herz nicht zwingen. Und Wahrhaftigkeit ist das, was ein Mensch mit Selbstmordgedanken am meisten braucht. Ist man imstande, jeder (möglichen) Wahrheit des anderen ins Gesicht zu sehen und doch zugleich neben ihm zu bleiben, dann hat man eine Art Recht, ihn zu fragen. Möchte man möglichst mit diesen tiefergehenden Fragen nicht konfrontiert sein, sollte man höflich, freundlich und taktvoll seine Hilfsbereitschaft zeigen und dies entweder schriftlich oder mit einem kurzen Besuch, sich aber enthaltsam zeigen bezüglich persönlicherer Nähe. Vielleicht wäre es dann ganz gut, jederzeitige konkrete Hilfe anzubieten, falls sie gebraucht würde (und man das auch für sich richtig findet natürlich).
Frau und Kindern gegenüber ist es oft für einen des-Lebens-Müden besonders schwer, sich zu äußern. Zuviel von seinem eigenen Leben ist aufs engste verflochten mit dem der Familie. Da ist ein distanzierterer Mitmensch oft besser als Gesprächsgegenüber. Das sind auch die professionellen Helfer in der Psychiatrie.

Ein Gedanke wird allerdings auch von Profis oft zu wenig eingebracht, finde ich. Man hört immer wieder das „du mußt auch an deine Kinder denken, trägst doch Verantwortung“ - aber das hört sich nur nach Betonung der irdischen Verpflichtungen an. Der oft nicht erwähnte Aspekt betrifft das seelische Leben der Kinder. Zu wissen, daß ein Elternteil Selbstmord begangen hat, ist oft eine Wunde in der seelischen Biographie der Kinder, die sie ihr ganzes Leben lang schwächend und verunsichernd begleitet. Und das, das versteht ein Mensch mit Selbstmordgedanken auf einer ganz anderen Ebene als es die irdischer Verpflichtungen ist. Ob, wann, wer ihm das sagen könnte - ich kann es von fern nicht beurteilen. Aber zu irgendeinem Zeitpunkt dieses Prozesses halte ich das für sehr wichtig auszusprechen.
Gruß, I.

vielen dank irmtraud!

es ist auch für mich nicht ganz einfach mich hier zu artikulieren,
aber es war eigentlich genau mein Gedanke, dass Leute von außen
vielleicht eher einen funken entfachen können, als vielleicht die ‚Problemverursacher‘.

es ist wohl einen welt, in die man sich nicht ohne weiteres reinversetzen kann…

Viele Grüße
Caro

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]