Hallo Christina,
hat mich mal wieder ein bisschen erschüttert was Du da geschrieben hast.
Also wenn ein Fehlbiss vorliegt der von der Krankenkasse übernommen wird (http://www.kfo-online.de/21/gkv_g.html) dann wird die Behandlung komplett bezahlt.
Zusatzleistungen sind in Ordnung sofern sie gewünscht werden aber ich habe den Eindruck gewonnen dass Du unter Druck gesetzt wurdest dass zu nehmen.
Hallo,
mein 11jähriger Sohn soll demnächst eine feste Zahnspange
bekommen. Die Grundversorgung ( über ca. 3900,- ) übernimmt
die Krankenkasse. Allerdings müsste er dann laut
Grundversorgung über 3900.- Euro!?
Sicher!? Normal wären ca 2000-2500 Euro wenn nur mit einer festen Spange behandelt werden soll.
Kiefernorthopädin 4 Zähne gezogen bekommen, einen Bügel im
Nacken tragen und die Zähne würden nur für´s nötigste
gerichtet.
Ok wenn einfach nicht genügend Platz im Kiefer ist dann muss Platz geschaffen werden. Manchmal gelingt es im Oberkiefer mit diesem Headgear (http://images.google.de/images?q=Headgear&hl=de&lr=&…) die Zähne soweit nach hinten zu drücken dass genügend Platz da ist aber will schon mit so einem Teil rumlaufen. Also werden 4 Zähne gezogen aber dann ist eigentlich auch kein Headgear mehr nötig (ich vermute hier wurden ganz schreckliche Sachen erzählt die Du Deinem Kind nicht zumuten möchtest…)
Wenn aus kieferorthopädischen Gründen 4 Zähne gezogen werden müssen, dann bleiben zu 80-90% die Weisheitszähne drin da diese dann später natürlich deutlich mehr Platz haben.
Die Kiefernorthopädin rät mir also dringend zu folgenden
Zusatzleistungen:
Dringend jaja
-programmierte Brackets an Ober- und Unterkiefer
Jedes Billigbracket was von der Krankenkasse bezahlt wird ist „programmiert“
Sogenannte Straightwire-Technik
Brackets die nicht bezahlt werden sind selbstligierende Brackets
(damit geht eine Behandlung deutlich schneller und schonender)
wie zum Beispiel diese hier: http://www.speedsystem.com/
Kostenpunkt ca 300 bis 400 Euro
oder weisse Brackets wie diese Brackets die aus Kristallen gefertigt werden http://www.ormco.com/products/InspireIce/index.cfm
Kostenpunkt pro Bracket ca 20-30 Euro. Die meisten nehmen nur in der Oberkieferfront diese Brackets weil der Rest der Zähne ja sowieso nicht so gut zu sehen ist. Die Brackets haben keine medizinischen Vorteile
-superelastische Drähte aus Titan zur besseren Justierung und
Haltbarkeit
OK. Die Krankenkasse zahlen nur billige Bögen aus geflochtenem Stahl, dies Bögen sind definitiv besser. Sie haben weniger Kraft, sie verformen sich kaum und die Behandlung geht schneller damit und es tut nicht so weh.
Kostenpunkt ca 10 bis 25 Euro pro Bogen
-Lingualbogen am Oberkiefer
Zahl die Kasse zu 100%
-zur Kontrolle der Kieferngelenke eine manuelle
Funktionsanalyse (MFA)
Hokuspokus
Wird zwar von der Krankenkasse nicht bezahlt aber beeinflusst nicht im geringsten die Therapie.
Meine Meinung 
-und nach der festen Klammer zur Stabilisierung Retrainer (
also Drähte die an der Innenseite der gerichteten Zähne
für einen Erhalt des Zustands sorgen.
Retainer ist sinnvoll da die Zähne lebenslang die Tendenz haben sich verschieben zu wollen und wer nach 20 Jahren noch perfekte grade Zähne haben will sollte so etwas machen lassen.
Die Krankenkasse zahlt diesen Retainer nur wenn der Patient als E3 oder E4 eingestuft wurde. Kostenpunkt ca 100 bis 150 Euro pro Kiefer.
das ganze muß natürlich privat dazu bezahlt werden und wird
alles in allem laut Kiefernorthopädin rund 2000,- kosten.
Nun meine Frage: sind diese Zusatzleistungen alle wirklich
nötig und so viel besser? und wenn ja, ist der Preis
angemessen?
Ich empfehle lediglich die Verwendung von superelastischen Bögen und die Verwendung eines Retainer im Ober und Unterkiefer. Kostenpunkt ca 400.- Euro
Daß die 4 Zähne bei der Zusatzvariante nicht gezogen werden
müssen, liegt laut KO an dem schnelleren Behandlungserfolg.
Entweder müssen 4 Zähne gezogen werden oder nicht!?
(Ausser man wählt Verankerung im Mund mittels Kieferorthopädischer Miniimplantate)
Das riecht doch nach Erpressung.
Entweder zahlen oder dem armen Kind müssen 4 Zähne gezogen werden und es muss diesen schrecklichen Bügel tragen.
Grundsätzlich erscheint mir das alles sinnvoll und logisch
insbesondere der Verzicht auf den schrecklichen Nackenbügel
Jaja der „schreckliche“ Nackenbügel
und die Kontrolle des Kiefergelenks, ich wüsst nur gern ob das
sozusagen üblich ist, insbesondere weil ich dem Vater die
Hälfte in Rechnung stellen muß und ihm das natürlich plausibel
rechtfertigen möchte…
Ich freue mich auf Antwort!
Gruß Christina
Leg doch mal dieses Schreiben Deiner Krankenkasse vor, die sollen sich das mal anschauen und interpretieren
Gruss Christian
PS wir heissen Kieferorthopäden nicht Kiefernorthopäden