Hirntumor

Hallom

welche Untersuchungen wird man bei einem 84-jährigen einleiten, bei dem gerade durch eine Röntgenuntersuchung ein 3-4 cm großer Hirntumor entdeckt wurde?

Durch den Tumor ist er oft geistig etwas verwirrt und die Gedächtnisleistung hat in den letzten Monaten recht deutlich abgenommen.

Wird man in dem Alter noch behandeln?

Gruß
Tato

Hallo!

Ein Hirntumor ist natürlich eine sehr belastende Diagnose für die ganze Familie. Aufgrund deiner Beschreibung wisst ihr wahrscheinlich nicht ob der Tumor als gut- od. bösartig einzustufen ist. Insgesamt muß man sagen, dass beide Arten die selben Symptome erzeugen können und die Gabe von Cortison zumindest kurzfristig diese Symptome bessern könnten. Liegt der Verdacht Nahe, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt, so wird operativ vermutlich nichts mehr gemacht werden. Bei gutartigen Tumoren könnte vielleicht eine OP angeboten werden, aber eine Hirnoperation ist sehr belastend, besonders für einen Pat. über 80 Jahre mit schlechtem Allgemeinzustand.

Ich (operier sowas selber) würde, wäre es mein Opa od. Vater diesen nicht einer so drastischen OP unterziehen. Das ist jedoch nur meine persönliche Meinung aufgrund meiner Erfahrungen. Für den Einzellfall muß die Entscheidung in Zusammenschau mit Pat.+Rö.bildern+ Gespräch mit der Familie getroffen werden.

Sofern es mir aus der Ferne zusteht zu sagen, glaube ich dass eine OP nicht durchgeführt wird (und wohl auch nicht sinnvoll ist), jedoch gegen seine Symptome und Probleme Medikamente verabreicht werden.

Ich wünsche Euch alles Gute

Lionking
(Mail mir, würd mich interessieren was beim Gespräch mit den Ärzten herausgekommen ist)

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hallo Tato,
zunächst ist sicher entscheidend die Aussage/ Stellungnahme der behandelnden Ärzte.
Für die Entscheidung spielt eine Rolle das biologische Alter Deines Vaters, mehr als das kalendarische: wie frisch und geistig fit ist er grundsätzlich, von den aktuellen Verwirrtheitszuständen abgesehen, die tumorbedingt sein können? und - wie fit wird er wieder unter der ja sicherlich eingeleiteten Cortison-Therapie?
Zum anderen hängt die Entscheidung über das weitere Vorgehen auch davon ab, an welcher Stelle des Gehirns der Tumor sich befindet (wenn nahe vital notwendiger Zentren, kann man dort nicht operieren …)und ob er infiltrierend (sich verbreitend) oder solide wächst.
Wenn dann entschieden wird, man könnte in OP eine Hoffnung sehen, wäre evtl. an das Zentrum in München zu denken - Gamma-knife-Zentrum Wowra/Stockmann, danach würde ich die behandelnden Ärzte fragen. Gruß, I.

Hallo Lionking,

Danke für deine Antwort.

Aufgrund deiner Beschreibung wisst ihr wahrscheinlich nicht ob der :Tumor als gut- od. bösartig einzustufen ist.

Wir wissen leider gar nichts. Man hat mir nur erzählt, es wurde beim Röntgen festgestellt, was ja so auch nicht ganz richtig sein kann - oder? Trotzdem hätte der Arzt ja nicht ohne eine entsprechende Untersuchung solch eine Diagnose gestellt.
Bisher war er noch nicht im Krankenhaus, denn er hat keine Schmerzen. Der Arztbesuch wurde aufgrund der zunehmenden Demenz gemacht, mit Verdacht auf Alzheimer (aber recht schnell auftretend).
Morgen wird noch mal mit dem zuständigen Arzt gesprochen, vielleicht gibt es dann mehr Informationen.

Liegt der Verdacht Nahe, dass es sich um einen bösartigen Tumor
handelt, so wird operativ vermutlich nichts mehr gemacht werden.

Mit OP hat jetzt auch keiner mehr gerechnet. Er ist zwar noch recht fit (versorgt sich selbst, geht raus…), aber eine Hirn-OP mit 84… gut, darüber kann man sich wohl prinzipiell streiten.
Der Gedanke einer Chemo kommt nicht in Betracht, weil es zu belastend ist - oder?
Ich rechne ehrlich gesagt damit, dass die Ärzte außer palliative Maßnahmen nichts mehr machen.

(Mail mir, würd mich interessieren was beim Gespräch mit den
Ärzten herausgekommen ist)

Mach ich. Zudem ist es immer gut, wenn man jemanden hat, der ggf. Befunde erläutern kann…

Viele Grüße
Tato

Hallo Tato,

Wir wissen leider gar nichts. Man hat mir nur erzählt, es
wurde beim Röntgen festgestellt, was ja so auch nicht ganz
richtig sein kann - oder? Trotzdem hätte der Arzt ja nicht
ohne eine entsprechende Untersuchung solch eine Diagnose
gestellt.
Der Arztbesuch wurde aufgrund der zunehmenden
Demenz gemacht, mit Verdacht auf Alzheimer (aber recht schnell
auftretend).

Wegen der relativen Schnelligkeit und weil es bis dato nur einen Röntgenbefund gibt, guck dir doch mal das:
http://www.tk-online.de/rochelexikon/ro12500/r14683…
an.

Zitat:
„Die klin. Diagnose des chron. Subduralhämatoms ist wegen der uncharakteristischen neurologischen u. psychischen Ausfallerscheinungen schwierig. Am häufigsten findet sich ein psychoorganisches Syndrom mit erschwerter Auffassung u. allg. Verlangsamung bis zur Bewusstseinstrübung. Oft als intrakranieller raumfordernder Prozess (Hirntumor) verkannt, oft auch Halbseitensymptomatik“

Ich hoffe, das Gespräch mit dem Arzt ist positiv ausgefallen.
Gruß
Kerstin

Hallo Lionking,

Danke für deine Antwort.

Aufgrund deiner Beschreibung wisst ihr wahrscheinlich nicht ob der :Tumor als gut- od. bösartig einzustufen ist.

Wir wissen leider gar nichts. Man hat mir nur erzählt, es
wurde beim Röntgen festgestellt, was ja so auch nicht ganz
richtig sein kann - oder?

Stimmt. Es kann nur eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) einen Hirntumor feststellen, wird aber wohl eines der beiden gewesen sein.

Trotzdem hätte der Arzt ja nicht

ohne eine entsprechende Untersuchung solch eine Diagnose
gestellt.
Bisher war er noch nicht im Krankenhaus, denn er hat keine
Schmerzen. Der Arztbesuch wurde aufgrund der zunehmenden
Demenz gemacht, mit Verdacht auf Alzheimer (aber recht schnell
auftretend).
Morgen wird noch mal mit dem zuständigen Arzt gesprochen,
vielleicht gibt es dann mehr Informationen.

Liegt der Verdacht Nahe, dass es sich um einen bösartigen Tumor
handelt, so wird operativ vermutlich nichts mehr gemacht werden.

Mit OP hat jetzt auch keiner mehr gerechnet. Er ist zwar noch
recht fit (versorgt sich selbst, geht raus…), aber eine
Hirn-OP mit 84… gut, darüber kann man sich wohl prinzipiell
streiten.
Der Gedanke einer Chemo kommt nicht in Betracht, weil es zu
belastend ist - oder?

Bei Hirntumoren ist eine Chemo alleine sicher nicht ausreichend.
Eine Kombination aus Ganzhirnbestrahlung und Chemotherapie ist wahrscheinlich zu belastend, außerdem ist eine sehr häufige Nebenwirkung der Ganzhirnbestrahlung die Demenz…
Es gibt auch noch die Möglichkeit einer Gamma-Knife-Behandlung. Ist eine einmalig(1x) Bestrahlung ist aber leider nicht bei allen TUmorarten möglich (z.B. bei Tumorgröße über 3.5cm od. bösartigsten Tumoren), jedoch besonders bei Pat. höheren alters beliebt (keine Narkose, ambulante Behandlung).Dabei ist Wowra in München sicherlich einer der Besten in Deutschland.

Ich rechne ehrlich gesagt damit, dass die Ärzte außer
palliative Maßnahmen nichts mehr machen.

(Mail mir, würd mich interessieren was beim Gespräch mit den
Ärzten herausgekommen ist)

Mach ich. Zudem ist es immer gut, wenn man jemanden hat, der
ggf. Befunde erläutern kann…

Viele Grüße
Tato

Servus
Lionking

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