Hallo Lina,
wie fühlst Du Dich denn? Hast Du das Gefühl, dass bei Deiner Schwangerschaft alles o. k. ist oder glaubst Du, dass irgend etwas nicht in Ordnung ist?
Bei meiner 2. Tochter haben die Ärzte mich nach einem fieberhaften Infekt in die Kategorie Risikoschwangerschaft eingestuft, mit dem „Erfolg“, dass die Laborwerte in einer atemberaubenden Häufigkeit erhoben wurden. Und je mehr und je öfter kontrolliert wurde, desdo prekärer wurden die Prognosen. Nach der 3. Attacke, sofort ins Krankenhaus zu kommen, es wäre etwas nicht in Ordnung und der dann vollkommen verduzten Hebamme, die meinte, so schöne Werte hätte sie lange nicht mehr gesehen, entschied ich mich, nur noch auf meinen Körper und mein Gefühl zu hören: Geht es mir gut? Wenn ja, dann geht es auch dem Kind gut.
Den ärztlich diagnostizierten Entbindungstermin (Mitte Dezember) habe ich kurzerhand für Blödsinn erklärt, da das in keinem Falle hinhauen konnte. Anfang November hat das dann auch der behandelnde Arzt erkannt. Und das allertollste kam 2 Wochen vor der Entbindung: Bei einer Ultraschall-Untersuchung wurde eine erfahrene Hebamme stutzig, als die Lehrschwester ihr erklären wollte, das Kind wäre geschrumpt:
Der kleine Wonneproppen lag einfach nicht so, wie das für die Untersuchung erforderlich war. Auf meine Frage hin, ob denn die falsche Lage vielleicht Ursache für den Retardierungsverdacht und die anschließende Risikoschwangerenbetreuung in Frage käme, lachte die Hebamme: Möglich wäre das schon, wenn der Arzt/die Lehrschwester die fehlerhafte Position des Fötus nicht erkannt haben.
In diesem Augenblick wusste ich wirklich nicht, ob ich lachen oder weinen soll: Lachen, weil mein Bauchgefühl richtig war, oder weinen, weil meine Familie und ich und nicht zuletzt unser zweites Kind über Monate in Angst und Schrecken versetzt wurden.
Die mir damals übrigens zur Beruhigung verordneten Schlaftabletten (insgesamt 2 pro Tag) habe ich nach der 1. Dosierung (1/2 Tablette und fast vollkommen paralysiert) weggelassen. Ich bin heute noch der Meinung, dass das in keinem Falle für unser Kind gut gewesen wäre.
Wenn Du Deinem Bauchgefühl nicht vertraust, dann wechsele den Arzt und hole eine zweite Meinung ein.
Von ganzem Herzen wünsche ich Euch alles Gute und eine problemlose weitere Schwangerschaft und Entbindung. M.P.