Homöopathie

Hallo an alle wer-weiss-was User!

Wir interessieren uns für Homöopathie und suchen einen Arzt der in dieser Richtung praktiziert.
Vielleicht kennt sich auch jemand mit Heilmitteln und ihrer Wirkung aus, konkret bezogen auf Palladium. Diesen Tip bekam ich bezogen auf das Bettnässen meines Sohnes.
Für Hinweise und Tips wären wir dankbar.

Gruß
M. Franke

Hallo!

Bettnässen beruht, soviel ich weiß meist auf psychologischen Problemen. Es erscheint mir wahrlich ungewöhnlich, wenn ein Kind bereits an Inkontinenz leidet.

Deshalb frage ich, ob Ihr schonmal psychologische Betreuung versucht habt. Die führt normalerweise schon nach wenigen Sitzungen zu Erfolg, ganz ohne Medikamente.

Homöopathie mit hohen Potenzierungen (keine Wirksubstanz mehr vorhanden) betrachte ich auch als eine Art Psychotherapie. Allerdings gefällt mir die nicht so, weil sie als medikamentöse Therapie verkauft wird und die eigentlich psychischen Probleme deshalb zu stark im Hintergrund bleiben.

Homöopathie mit Wirksubstanz hingegen (Palladium, wie Du sagts) stellt dann eine medikamentöse Therapie dar, wobei ich skeptisch bin, ob man Bettnässen mit Medikamenten behandeln sollte. Allerdings bin ich kein Arzt, könnte ja sein, daß es solche Krankheiten gibt.

Ich will Dir hier auch nicht die Homöopathie ausreden (trotz meiner Skepsis), nur wenigstens die Möglichkeit psychologischer Behandlung erwähnen.

Tschuess, Sven.

Leider hast Du nicht geschrieben, wo Du wohnst. Deshalb mal aus der Hüfte die Adresse eines Kinderarztes, von dem ich weiß, daß er Homöopathie einsetzt.

Rolf Hartmann
Leer in Ostfriesland
Tel: 0491 13557

Wenn es zu weit weg ist, kann er Euch vielleicht einen Kinderarzt in Eurer Nähe nennen.

Gruß

Gandalf

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Hallo Manuela,

es gibt ca.100 verschiedene homöop. Mittel zur Behandlung der sog.unwillkürlichen Harnentleerung.Um herauszufinden welches Mittel passt,müssen ein paar Fragen gestellt werden,z.B.wann,wie genau,gibt es Begleitumstände etc.Palladium halte ich für nicht geeignet.Das Mittel ist nicht geprüft!Es kommt unter den hundert nicht vor,und wird eingesetzt bei Frauenkrank-
heiten(nach sog. klinischer verordnung).
Es gäbe noch viel dazu zu sagen,aber wenig Platz hier.
Gruss c.recht

Moinmoin, Sven
Klassische Homöopathie wirkt, auch wenn in
den Globuli oder Tropfen keine materielle
Wirksubstanz mehr ist. Und das ist kein
Placebo-Effekt.
(Wichtig: Klassische Homöopathie und
Behandlung mit homöopathischen Präparaten
sind nicht das Gleiche, werden aber oft so
gesehen. Beide gehören auch nicht zu den
Naturheilverfahren, obwohl sie da oft
zugeordnet werden)

… und die eigentlich
psychischen Probleme deshalb zu stark im
Hintergrund bleiben.

bleiben sie gar nicht, da die Klassische
Homöopathie nicht Symptome behandelt und auf
Symptome einwirkt, sondern der Mensch
ganzheitlich gesehen wird, psychisches
Befinden spielt dabei genauso eine Rolle wie
andere persönliche Eigenarten und Vorlieben
(z.B. kalte/warme Hände und Füße, Vorliebe
für Süßes oder salziges etc.)

Homöopathie mit Wirksubstanz
hingegen (Palladium, wie Du sagts) stellt
dann eine medikamentöse Therapie dar,

von der Potenzierung war doch gar nicht die
Rede *wunder*

… wobei ich skeptisch bin, ob man
Bettnässen mit Medikamenten behandeln
sollte.

nicht Bettnässen wird mit einem Medikament
behandelt, sondern der Mensch, der in seiner
Situation dieses Problem/Symptom hat.
Deshalb ist die ausführliche Anamese auch so
wichtig, ein Mittel, das mir hilft, nützt
Dir bei der gleichen Krankheit noch lange
nichts.

Ich will Dir hier auch nicht die
Homöopathie ausreden (trotz meiner
Skepsis),

das ist nett von Dir.

nur wenigstens die Möglichkeit
psychologischer Behandlung erwähnen.

das auch.

schöne Zeit wünscht

-)

Yossar

Hallo!

Ich hab mich belesen. Auf der Internet-Seite der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften GWUP e.V.
http://www.gwup.org/homoeopathie.html

Die hat mir sehr gut gefallen in ihrer Gegenüberstellung von Vorzügen und Nachteilen der Homöopathie. Und in ihrer ausführlichen Darstellung der Beweis-Aspekte, besonders der Placebo-Wirkung.

Klassische Homöopathie wirkt, auch wenn
in den Globuli oder Tropfen keine
materielle Wirksubstanz mehr ist. Und das
ist kein Placebo-Effekt.

Die Behauptung hängt wahrscheinlich damit zusammen, daß man den Placebo-Effekt oft als etwas Schlechtes hinstellt. Im Unterschied dazu, nennt die Seite das aber nicht in vorwurfsvollem Ton, sondern hebt es im Gegenteil als etwas Nachahmenswertes hervor.

In meinen Augen ist das eben jene psychologische Seite, die ich hier im konkreten Fall auch ansprach.

(Wichtig: Klassische Homöopathie und
Behandlung mit homöopathischen Präparaten
sind nicht das Gleiche, werden aber oft
so gesehen.

Noch einen Schritt weiter: man kann die Präparate im Prinzip auch weglassen, sie sind es jedenfalls nicht,die wirken. Wohl aber die vertrauensvolle Betreuung. Die sollte deshalb beibehalten werden.

Beide gehören auch nicht zu den
Naturheilverfahren, obwohl sie da oft
zugeordnet werden

Das hab ich auch schon oft mißverstanden.

… da die Klassische Homöopathie nicht
Symptome behandelt und auf Symptome
einwirkt, sondern der Mensch
ganzheitlich gesehen wird…

Das habe ich anders verstanden: Hinter „Klassischer Homöopathie“ vermute ich Hahnemanns Vorstellungen. Er hat doch den Symptomen eine sehr wichtige Rolle gegeben, weil doch von ihnen ausdrücklich abhängt, welches Medikament genommen werden muß (Simile-Prinzip). Das beißt, sich auch mit der andern Aussage von Dir:

ein Mittel, das mir hilft, nützt Dir bei
der gleichen Krankheit noch lange nichts.

Das widerspricht doch dem Hahnemannschen Prinzip der Ähnlichkeit in Krankheitssymptom und Medikamenten-Wirkung.

Logisch wird es jedoch in dem Moment, wo die Anamnese gar nicht wirklich zum Ziel hat das ‚richtige‘ Medikament zu finden, sondern eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, weil die eben besonders hilfreich ist.

Nun ja, nach dieser Lektüre bin ich jedenfalls noch skeptischer geworden. Ausreden will ich die Bettnässerbehandlung auf diese Weise dennoch nicht:

„Ein Beispiel macht klar, daß nicht alles, was hilft, auch wirkt. Ein Kind ist hingefallen und weint. Die Mutter holt eine Dose mit, wie sie sagt, „schmerzlindernden Leckerli“ und zieht das Kind zu sich auf den Schoß. Ein Stückchen Schokolade auf die schmerzende Stelle gelegt, mit der Zusage, das Kind könne es haben, sobald der Schmerz vorüber seien, wirkt Wunder.“
[von der GWUP-Seite]

Und das ist doch immerhin was.

Tschuess, Sven.