Therapie Hörsturz

Von: , Frage gestellt am Mi, 7. Jun 2006

Hallo Experten!

Ich hatte vor etwa 3 Wochen einen Hörsturz. Hörminderung auf beiden Ohren zwischen 3 und 8 kHz um bis zu 40 dB, kein Ohrgeräusch. Wurde zunächst mit Dusodril behandelt, nach einer Woche dann HAES. Da nach fünf Behandlungen kein Erfolg erkennbar war, wurde die Behandlung auf meinen Wunsch abgebrochen.
Ich bin nicht ganz ahnungslos in medizinischen Fragen. Daher habe ich eine Vorstellung davon, wie die Behandlung mit Plasmaexpandern wirken soll. Es scheint mir offensichtlich, dass eine Wirkung innerhalb von Minuten bis Stunden eintreten müsste. Denn der Plasmaanteil im Blut erhöht sich ja recht schnell und damit wird die Zirkulation unmittelbar besser. So komme ich zu dem Schluss, dass, wenn sich nach 5 Tagen noch nichts tut, dieser Therapieansatz in dem Einzelfall offenbar nicht wirksam ist.
Meine erste Frage: Kennt jemand ein nachvollziehbares Argument gegen diese Folgerung?
Leider hatte mein HNO keine Alternative zur Hand. HBO ist ja noch weit umstrittener und ein unglaublicher Aufwand.
Damit sind wir bei der zweiten Frage: Wer kennt noch Methoden, die einigermaßen ernst zu nehmen sind?
In Richtung HWS habe ich schon gedacht. Versuche gerade einen Termin beim Orthopäden zu bekommen. Aber auch hierzu sind konkrete Tipps willkommen.

Vielen Dank schonmal!

Gruß,
Arndt

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 24 Minuten 0 hilfreich
    Re: Therapie Hörsturz

    Hallo Arndt,
    ICH KANN MICH GUT IN DEINE MOMENTANE LAGE VERSETZEN; MAN WEISS NICHT WAS MIT EINEM PASSIERT: Ich selbst erlitt 1997 eien Hörsturz, bei dem gleichzeitig mein Gleichgewichtssinn ins wanken kam. Am Anfang dachte ich die Töne machen mich wahnsinnig. Habe mir die Ohren zugehalten, viel geschlafen nur damit ich nichts höre- hat Alles nichts gebracht. Erst eine REHA in der Bosenberg Klinik im Saarland machte mir klar, dass ich die Jenige bin, die etwas ändern muß. Für Ärzte ist man schnell ein lästiges Anhängsel und nicht gern gesehen. In der oben genannten Klinik führen Fachleute ein sogenanntes TRT (Tinnitus Retrain Training) durch. Dieses basiert auf Sport, Entspannung, ärztlicher Behandlung. Ziel ist es den Tinnitus nicht allmächig werden zu lassen, sondern sich ganz gezielt auf andere Dinge zu konzentrieren. Die Kur war das beste was mir jeh passiert ist, da kann kein HNO Arzt mithalten. Zeeeeeeeeehre heute noch davon. Mein Rat an dich wäre: beantrage so schnell es geht eine REHA. Gut war für mich am Anfang auch eine Selbsthilfegruppe der Tinnitus Liga, hier trifft man auf Gleichgesinnte und bekommt gute Tipps.
    Mach`s gut, du schaffst das schon und wer weis, vielleicht hört man sich mal wieder. Liebe Grüße kommen von Claudia B.

    • Antwort von nach 7 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Therapie Hörsturz (ot)

      Hallo Arndt,
      ICH KANN MICH GUT IN DEINE MOMENTANE LAGE VERSETZEN; MAN WEISS
      NICHT WAS MIT EINEM PASSIERT:
      WIEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE BITTTEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE???

      sorry,

      CHris

  2. Antwort von nach 3 Stunden 1 hilfreich
    Re: Therapie Hörsturz

    Hi Arndt!

    Wie Du selbst bemerkst, ist die Therapie des Hörsturzes nicht gerade dankbar.
    Ob die ganzen durchblutungsfördernden Maßnahmen sinnvoll sind, weiß kein Mensch. Der Effekt setzt natürlich nicht schlagartig ein, wie bei der Revaskularisierung eines Herzinfarktes oder so. Man könnte natürlich argumentieren, daß die Infusionen durch die Durchblutungsförderung die Regeneration von Zellen im Innenohr unterstützt.

    An anderen Methoden gibt es die hochdosierte Cortisonstoßtherapie, zum Beispiel im Infusionsschema noch Prof. Stennert, diese ist die Therapieform, deren Wirksamkeit belegt ist.
    .
    Bei erwiesener Erhöhung der Blutfette ist wohl auch die HELP-Therapie sinnvoll, die von der Firma Braun propagiert wird. Vereinfacht gesagt werden hierbei dem Blut diese Fette entzogen.

    Bin leider etwas in Eile, wenn noch Fragen sind, melde Dich.

    Gruß
    Peter

  3. Antwort von nach 6 Stunden 1 hilfreich
    Re: Therapie Hörsturz

    Hallo Experten!
    Hallo auch!
    Ich hatte vor etwa 3 Wochen einen Hörsturz.
    Ich vor genau 4 Wochen! Hörminderung auf
    beiden Ohren zwischen 3 und 8 kHz um bis zu 40 dB, kein
    Ohrgeräusch. Wurde zunächst mit Dusodril behandelt, nach einer
    Woche dann HAES. Da nach fünf Behandlungen kein Erfolg
    erkennbar war, wurde die Behandlung auf meinen Wunsch
    abgebrochen.
    Ähh, bist du möglicherweise ungeduldig? Ich bin nicht ganz ahnungslos in medizinischen Fragen. Daher
    habe ich eine Vorstellung davon, wie die Behandlung mit
    Plasmaexpandern wirken soll. Es scheint mir offensichtlich,
    dass eine Wirkung innerhalb von Minuten bis Stunden eintreten
    müsste. Denn der Plasmaanteil im Blut erhöht sich ja recht
    schnell und damit wird die Zirkulation unmittelbar besser. So
    komme ich zu dem Schluss, dass, wenn sich nach 5 Tagen noch
    nichts tut, dieser Therapieansatz in dem Einzelfall offenbar
    nicht wirksam ist.
    Keine Ahnung, aber ich bin kein Arzt, nur Betroffene! Meine erste Frage: Kennt jemand ein nachvollziehbares Argument
    gegen diese Folgerung?
    Leider hatte mein HNO keine Alternative zur Hand. HBO ist ja
    noch weit umstrittener und ein unglaublicher Aufwand.
    Damit sind wir bei der zweiten Frage: Wer kennt noch Methoden,
    die einigermaßen ernst zu nehmen sind?
    In Richtung HWS habe ich schon gedacht. Versuche gerade einen
    Termin beim Orthopäden zu bekommen. Aber auch hierzu sind
    konkrete Tipps willkommen.
    Hmm, was soll der Orthopäde beim Hörsturz machen?
    Also, ich will mal kurz von mir erzählen: ich hatte also heute vor 4 Wochen einen Hörsturz. Zunächst tippte ich auf Erkältung, die auf die Ohren geschlagen ist, doch noch in der Nacht zum nächsten Tag wurde mir sehr schwindlig. Ein paar Tage später war ich beim HNO, der mir Infusionen in ambulanter Weise verschrieb. Der Schwindel wurde jedoch so heftig, dass ich mich noch nicht einmal mehr auf allen Vieren davon bewegen konnte, der nächtens herbeigerufene Notarzt nahm mich gleich ins Krankenhaus mit, wo ich dann noch 12 Infusionen, Fang und Massage sowie Krankengymnastik erhielt. Des weiteren wurden meine Ohren ständig überprüft.
    Der Schwindel wurde medikamentös behandelt. Nach 12 Tagen stationärer Versorgung wurde ich mit den Worten entlassen, der Hörsturz ist auf dem Weg der Besserung, mit Schwindelanfällen ist noch einige Zeit zu rechnen. So war es denn auch. Ich wurde vor einer Woche entlassen, meinen Ohren geht es zusehends besser, der Schwindel lässt ebenfalls deutlich nach.
    Zwischenzeitlich wurde von den Stationsärzten, nicht vom behandelnden HNO-Arzt, mal in Erwägung gezogen, mich beim Orthopäden vorzustellen, dies jedoch wegen des Schwindels, nicht wegen des Hörsturzes.
    Wie gesagt, ich bin kein Mediziner, ich weiß auch nicht wirklich, inwiefern der Schwindel dann doch eine Folge des Hörsturzes ist/war, ich weiß jedoch, dass ich unter den Ohrgeräuschen nicht so leide, wenn ich beschäftigt, also abgelenkt bin.
    Keine Ahnung, ob dir das jetzt so weiter hilft!
    Gruß
    Renate

  4. Antwort von nach 7 Stunden 0 hilfreich
    Re: Therapie Hörsturz

    Hallo Arndt,

    auch mein Hörsturz wurde damals mit blutverdünnenden Infusionen behandelt (weiß leider den Namen des Medikaments nicht mehr; ist 10 Jahre her).

    Das hat jedoch kaum geholfen. Auf meine ausdrückliche Nachfrage, ob es da nicht noch etwas anderes gäbe, bekam ich Cortisontabletten. Und die haben geholfen.

    Als möglichen Grund kann ich mir vorstellen, dass mein Hörsturz seine Ursache im zentralen Nervensystem hatte. So im Nachhinein kann man das nun natürlich nicht mehr feststellen. Aber wenn das andere alles nichts hilft, kannst du ja einen Arzt einmal auf Cortison ansprechen.

    Schöne Grüße

    Petra

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