Ein- und Durchschlafstörungen

Guten Morgen,

vor ca. 3 Wochen fing es an, dass nach 7 Nächten Nachtdienst ich plötzlich, aber nicht überraschend unter Ein- und Durchschlafstörungen inklusive einer Tag/Nachtumkehr naja, „leide“ (fiel mir jetzt kein besseres Wort für ein).

Nach diesen 7 Nachtdiensten konnte ich mich dann die Woche (ich hatte dann Nachtdienstfrei) nicht mehr wach halten. Ich habe dann bis zu 12-14 Stunden am Tag geschlafen und auch die Nacht, das ging über 3-4 Tage so. Ich hatte das Gefühl wieder im Rhytmus zu sein und jetzt bin ich wieder raus (kein Nachtdienst gehabt).

Es gibt Phasen, wo ich bis über 30 Stunden wach bin und einfach nicht müde werde. Ich liege dann hellwach im Bett und könnte Bäume ausreißen und werde dann gegen 8:00 und 10:00 müde.
Am Tag bin ich dann völlig im Eimer, arbeiten geht dann so, wie es geht, wenn man so lange wach ist bis ich mich dann nach Hause schleppe und wie ein Stein in Bett falle und dann ca. 3-4 Stunden schlafe und dann wieder wach bin und nachts wieder nicht schlafen kann. Dann geht alles wieder von vorne los.

Ich habe auch versucht mich zu zwingen wenigsten bis 21:00/22:00 wach zu halten, damit ich dann schlafen kann (klappt aber nicht, weil ich dann dort wo ich gehe und stehe einfach einschlafe), aber sobald die Sonne untergeht, bin ich wach.

Ich nehme keinerlei Medikamente, habe keine (Vor)Erkrankungen, trinke nur Wasser, manchmal Tee. Wurde auch von keiner Tse-Tse-Fliege gebissen.
Arbeite im Drei-Schicht-System und hatte vorher nie Probleme. Keine aufregenden Ereignisse, niemand gestorben und auch nicht im Lotto gewonnen.

Ja, nun meine eigentliche Frage: Soll ich damit irgendwie zum Arzt gehen? Ich habe eigentlich keine Lust mir irgendein Baldriankraut verschreiben zu lassen und krank fühle ich mich auch nicht und habe auch kein Burn-Out.
Bin da ehrlich gesagt etwas ratlos…

gruss, levi

Hi,

habe auch Probleme in letzter Zeit damit, und scheinbar hilft nur Disziplin (und manchmal n Kaffee, oder ne Koffeintablette).

Versuche mit Schlaftabletten habe ich auch mal gemacht, aber das ist nicht das Wahre (bist am nächsten Tag voll matschig). Baldrian auch nicht, der funktioniert am Anfang gut, aber man baut ziemlich schnell eine Toleranz auf.

Theoretisch ists ja ganz einfach; hast du zuviel geschlafen musst halt schauen, dass dich auspowerst, um früh genug ins Bett zu kommen; hast zuwenig Schlaf bekommen, musst halt schauen wie denn Tag rumbekommst (für einen kurzen Mittagsschlaf fehlt mir die Disziplin).

Ich habe mal eine zeitlang sogar Buch über mein Schlafverhalten geführt (ich weiß; das klingt komisch), und nur zwei Sachen festgestellt:
-> Im Schnitt brauche ich täglich (über mehrere Wochen gemessen) im Mittel ca. 8.5 Stunden. Eine Toleranz habe ich dabei von ungefähr
± 30-45 Minuten bei der sich der Schlafrhytmus nicht verschiebt.

Ansonsten => Koffein :wink:

Ist mir auch schon passiert, dass ich in einer Woche pro Tag maximal 3-4 Stunden geschlafen habe, aber das fordert halt seinen Tribut, und der Körper „holt sichs zurück“.

Ich wünsch mal gute Besserung oder so ähnlich,
mfg
Matze

Hallo, falls dein Dienst keine schwere körperliche Anstrengung abverlangt, könnte das die Ursache sein. Du musst deine nervliche und körperliche Belastung in Gleichklang bringen. Schwere körperliche Tätigkeiten aber langsam angehen wenn der Kreislauf ok ist. Du musst nach Luft schnappen und der Puls muß hochgehen. So wie dein Puls sich immer schneller nach jeder Belastung reduziert, regelt sich dann auch dein Schlafbedürfniss wieder ein. Abgesehen davon, ist jeder Schichtbetrieb ( Nachtarbeit) gesundheitsschädlich. Gruß Stephan

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