allo Maike,
oh ja, das kann ich dir nachfühlen, bei meiner ersten bin ich
regelrecht ausgetickt vor Angst ;-)
Mittlerweile hab ich eine chronische Darmentzündung, so dass jedes
Jahr, spät. alle 2 Jahre gespiegelt werden muss. Ist mittlerweile
Routine für mich.
Was ich mir an deiner Stelle nicht antun würde, schon gar nicht, wenn
du so Angst davor hast, denn Angst lässt die Darmmuskulatur gewaltig
verkrampfen, was umso schmerzhafter ist, dass du dich nicht sedieren
lässt. Würde es nie "ohne" Sedierung machen ...
Dafür gibts 2 Möglichkeiten:
eine Spritze mit DORMICUM, das ist wie eine Art Schlafmittel, das
eine Art Teilamnesie hinterlässt, wie mir mal ein Narkosearzt erklärt
hat, so dass du nichts mitbekommst und dich kaum an was hinterher
erinnern kannst.
Hierfür ist wichtig, dass du dein richtiges Gewicht angibst, etwaige
Medikamente, die du einnimmst, etc., damit sie die richtige Dosis
verwenden.
Und ganz wichtig: unbedingt bei einem Gastro-Enterologen machen
lassen. Denn meine Erfahrung: viele Wald-und-Wiesen-Internisten haben
wenig Ahnung vom Umfang mit DORMICUM, ja wissen nicht mal, dass es
eine paradoxe Wirkung haben kann, wenn man ZUVIEl davon gibt, sprich,
die Wirkung bleibt schlichtweg aus.
Oder, wie in meinem Fall "gewöhnt" sich der Körper durch die häufige
Verwendung dran, und reagiert gar nicht mehr drauf. Dann gibt es
Methode Nr. 2:
PROPOFOL:
das ist eine Kurznarkose, die aber auch ambulant in der Praxis
gemacht wird. Mir war das allerdings nicht ganz wohl dabei, so dass
ich für 2 Tage ins Krankenhaus gegangen bin (schon deshalb, weil ich
keine Begleitperson für den Heimweg hatte), wo ich mich schön
ausschlafen konnte ;-)
Bei Propofol bist du dann wirklich richtig weg, aber eben nur kurz,
eine Narkose, die nur kurz wirkt und auch nicht die Nebenwirkungen
wie eine "richtige" hat.
Jedoch:
in BEIDEN Fällen würde ich auf eine Überwachung bestehen, es ist
DEINE Gesundheit.
Unter Dormicum bekam ich einen Zwicker an den Finger, der den
Sauerstoffgehalt im Blut misst, und eine Blutdruckmanschette ran. Bei
Propofol wurde ich direkt an einen Monitor angeschlossen (im
Krankenhaus), der mich überwacht hat.
Aber mach dir keinen Kopf, das klingt jetzt schlimmer, als es ist.
Nur bei vollem Bewusstsein würde ich es nicht machen lassen.
Denn wenn du schon Angst hast, verkrampft sich dein Darm automatisch
sehr stark. Das läuft auf einer unbewussten Schiene ab, betrifft das
vegetative Nervensystem, das dem Willen entzogen ist - da kannst du
dir vornehmen, was du willst, wenn du in deinem Inneren Angst hast,
wird der Darm auch verspannt sein.
DAS macht dann die Schmerzen, denn es muss ja Luft reingepumpt
werden, damit der Arzt was sieht, und dann kommt noch das Instrument
...
Und nicht zu vergessen:
bei beiden Sedierungsvarianten bekommst du immer zusätzlich ein
Schmerzmittel gespritzt!!
Weißt du, was das Schlimme an den Darmspiegelungen bei mir ist?
Die Vorbereitung mit Abführen und dem ekligen Salzwasser!
Hast du auch so einen tollen Internisten erwischt, der dir
weisgemacht hat, du musst literweise dein Salzwasser trinken?
Dann war er schlichtweg zu bequem, zu ignorant, sich mit was anderem
auseinanderzusetzen:
es gibt nämlich FLEET. Da musst du nur 2x 5 ml in Tee einrühren und
danach viel trinken von was du willst - aber eben nur 2x 5 ml von
einer Salzlösung, aufgelöst in Tee oder Wasser oder Saft.
Wichtig dabei ist nur, hinterher einige Liter von was auch immer
nachzutrinken.
Ich hab mich nämlich früher immer auf nur einen einzigen Schluck von
dem Salzgesöff, dass sie einem standardmäßig "anbieten", übergeben,
und seither geben sie mir immer FLEET.
Und entgegen aller falschen Ansichten vieler Ärzte: es säubert den
Darm GENAUSO GUT.
Du unterstützt natürlich die Darmsäuberung enorm, wenn du bereits 1
Woche vor dem Abführen damit anfängst, keine Körner mehr zu essen
(Körnerbrot u.ä.), keine Beerenfrüchte (Erdbeeren!) wegen der kleinen
Kernchen, nichts Schwerverdauliches, kein Vollkornbrot usw., kein
Fleisch, denn das liegt lang im Darm ... dann tust du dir mit dem
Abführen enorm leichter.
Wenn du noch Fragen hast, kannst du mich gerne direkt anschreiben.
Christina