Ich muss leider vier neue Füllungen machen lassen, da meine alten Amalgamfüllungen brüchig sind. Nun frage ich mich, ob es jetzt besser ist, Amalgam oder Kunststoffüllungen zu nehmen. Meine Ärztin erklärte, dass sie bislang von keinem Fall gehört hat, bei dem Amalgam Schäden hinterlassen hat. Außerdem halten sie länger als Kunststofffüllungen. Jedoch würde beim Einlegen des Amalgams bis zu 90 Prozent der Dämpfe in die Lungen kommen. Bei vier Füllungen finde ich das schon viel.
Was denkt ihr? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?
Klar, Amalgam übernimmt die Kasse, Kunststoff nicht. Lohnt sich das Geld?
Klar, Amalgam übernimmt die Kasse, Kunststoff nicht. Lohnt
sich das Geld?
Wenn ichs eh selber zahlen müsste, würde ich persönlich GOLD wählen. Ich bin seit Jahrzehnten mit meinen Gold-Inlays und Kronen zufrieden. Für mich wäre sowohl Amalgam als auch Kunststoff keine Lösung. Kunststoff deshalb nicht, weil es nicht lange genug hält. Und wer will schon kurzfristig wieder zum Zahnarzt!
Über Amalgam ist ja schon genug Sachliches und Unsachliches gersagt worden, denke ich, aber freiwillig würde ich es mit als Mitteleuropäer ohne Harz 4 nicht reinmachen lassen.
Gruß,
Branden
also, ich habe Beides und kann mich nicht beschweren.
Die Kunststofffüllungen liegen jetz z.T. schon 10 Jahre und das
finde ich nicht kurzfristig.
Soviel ich weiß werden Kunststofffüllungen im Sichtbereich von der Kasse bezahlt - bei mir war das noch so; ist ja auch schon etwas her. Kommt sicherlich auch auf die Kasse an.
Gruß Iso.Osi
Über Amalgam ist ja schon genug Sachliches und Unsachliches
gersagt worden, denke ich, aber freiwillig würde ich es mit
als Mitteleuropäer ohne Harz 4 nicht reinmachen lassen.
Ich bin Privatpatient und suche immer händeringend nach Ärzten, die sich noch herablassen, mir auf Wunsch Amalgamfüllungen einzubauen. Die Suche ähnelt der nach der Nadel im Heuhaufen. Ich bevorzuge im Backenzahnbereich auf jeden Fall Amalgam. Das hat weniger mit der Haltbarkeit zu tun, als mit einem anatomischen Proble. Ich kann den Mund sehr wenig öffnen und bekommen nach wneigen Minuten Mundöffnung extreme Schmerzen. Da Kunststoff sehr sorgfältig verarbeitet werden muß und einige Zeit erfordert (an beidem haben es zwei meiner bisherigen Zahnärzte mangeln lassen), ist das für mich natürlich ein Problem. Amalgam ist dagegen sehr schnell und weitaus unkomplizierter zu verarbeiten.
Von der Haltbarkeit gibt es nicht die Unterschiede. Allerdings kann man Kunststoff nicht überall verarbeiten.
ich habe vor über 10 Jahren meine Amalgamfüllungen durch Kunststoff ersetzen lassen. Sie mussten auch aus medizinischen Gründen ersetzt werden.
Die neuen Füllungen halten bis heute und zeigen keine Anzeichen von Schwäche. Und ich kann nur sagen: Das Geld lohnt sich wirklich! Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man sich auch einmal genauer im Spiegel betrachten kann, und die Zähne alle weiß sind! Außerdem, wenn du das Geld nun wirklich auf 10 Jahre hochrechnest, dann ist es gar nicht mehr so viel. Von der Steuer absetzen kann man alle Ausgaben für Ärzte und Medikamente außerdem (Mantelbogen, unter Sonderausgaben). Also weg mit dem hässlichen Amalgam.
Von
der Steuer absetzen kann man alle Ausgaben für Ärzte und
Medikamente außerdem (Mantelbogen, unter Sonderausgaben).
das geht nur, wenn die Summe der Aufwendungen die Zumutbarkeitsgrenze überschreitet. Und die liegt meines Wissens bei 6 Prozent des Brutto-Einkommens. Aber auch dann ist nur der Teil absetzbar, der über diese Zumutbarkeitsgrenze hinausgeht. Also sollte man solche Ausgaben geballt in ein Jahr legen.
auch ich habe mir vor etwa 10 Jahren sämtliche Amalganfüllungen durch Kunststoff ersetzen lassen. Ich finde es irgendwie besser Plastik im Mund zu haben, als eine Legierung, die (mal mehr, mal weniger) Silber, Quecksilber und Kupfer enthält. Ist natürlich eher Gefühlssache, da ja eine gesundheitsschädigende Wirkung noch nie richtig nachgewiesen wurde.
Bis jetzt musste erst eine Plombe erneuert werden! Die heutigen Kunststoffe sind mit Sicherheit noch haltbarer.
Pro Füllung bezahle ich zwischen 20 und 50 €, je nach Größe. Das Geld ist absolut gut investiert. Es sieht besser aus und natürlich fällt auch das unangenehme Ziehen weg, wenn man mal auf ein Stück Alufolie beißt (was eher ein schwaches Argument ist, denn wann beißt man schon mal auf Alufolie …
Ich habe mich letztlich für Kunststofffüllungen entschieden. Für 4 Füllungen zahle ich 135 Euro. Naja, ist schon viel, aber irgendwie habe ich immer ein komisches Gefühl, Amalgam im Mund zu haben. Ist natürlich sehr subjektiv, aber die Dämpfe, die man definitiv einatmet, müssen ja echt nicht sein. Gold kann ich mir leider nicht leisten, lieber Branden, ist aber bestimmt noch eine bessere Alternative, genauso wie Keramik.
Naja, mal sehen, wie ich die zwei Tage überlebe (die 4 Füllungen sollen nicht an einem Tag gemacht werden). Bislang verzichte ich in der Regel auf Spritzen. Meine Ärztin hat mir auch davon abgeraten, wegen Taubheitsgefühl und so. Frage mich gerade, ob sie mir nicht aus Kostengründen davon abrät. Sind Spritzen für die Praxis sehr teuer?
LG*Diana
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Jedoch würde beim Einlegen
des Amalgams bis zu 90 Prozent der Dämpfe in die Lungen
kommen. Bei vier Füllungen finde ich das schon viel.
Jau, aber bedenke: du kriegst die Amalgamfüllungen vielleicht sagen wir mal 3-4 Mal in deinem Leben gewechselt/entfernt. Die Zahnärzte sind diesen Dämpfen jedoch praktisch jeden Tag ausgesetzt - und sie leben alle noch ))
Ich halte diese Amalgam-Diskussion daher für reine Panikmache, nichts weiter. Jedoch gibts es sicherlich Fälle, wo Leuten mit Kunststoff oder Gold besser gedient ist. Dies sollte man jedoch entscheiden, ohne Angst vorm „bösen“ Amalgam zu haben
Was denkt ihr? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?
Ich hab andere Erfahrungen gemacht als meine Vorposter: Amalgamfüllungen halten seit 15 Jahren, ein Austausch war bisher auch nicht nötig. Eine Kunststofffüllung dagegen hab ich mir mal machen lassen und die hat gerade mal ein halbes Jahr gehalten :-/
Ich bin dann wieder auf Amalgam umgestiegen.
natürlich fällt auch das unangenehme Ziehen weg, wenn man mal
auf ein Stück Alufolie beißt (was eher ein schwaches Argument
ist, denn wann beißt man schon mal auf Alufolie …
Liebe Grüße von Suse
Servus Suse,
vielleicht, wenn man es mit der Schokotafel mals ausnahmnsweise wirklich richtig eilig hat ?
Bislang
verzichte ich in der Regel auf Spritzen. Meine Ärztin hat mir
auch davon abgeraten, wegen Taubheitsgefühl und so. Frage mich
gerade, ob sie mir nicht aus Kostengründen davon abrät. Sind
Spritzen für die Praxis sehr teuer?
LG*Diana
Servus Diana,
nein, sind sie nicht, weil die Kasse angemessen dafür zahlt. Ich würde NIEMALS bei meiner Zahnärztin den Mund für etwas anderes aufmachen, als für eine Spritze. Danach kann man mit mir über alles verhandeln. Aber, wer bin ich, um gegen mögliche Maso-Lüste anzuschreiben ?
Ansonsten - die Quecksilberdämpfe hättest Du weggesteckt, ohne irgend etwas zu merken. Ich habe das ca. 40 Jahre lang täglich nicht nur einmal gemacht und hunderttausende ZahnärztInnen weltweit ebenso. Die berufsständischen Versorgungswerke wären froh, wenn es anders wäre )
Klar, mit den Dämpfen hast du recht. Meine letzten zwei Zahnärzte sind alle mitsamt Sack und Pack ins Ausland abgehauen. Ob’s an den Dämpfen gelegen hat??
Ok, was die Dämpfe angeht, bin ich überzeugt. Was die Haltbarkeit angeht, ist das halt sehr subjektiv. Meine Amalgamfüllungen sind jetzt zehn Jahre drin und nun müssen innerhalb eines halben Jahres fünf! erneuert werden. Und ich esse keine Steine Mit meiner einen Kunsstofffüllung komme ich gut zurecht- wird wohl dieselbe Haltbarkeit haben (hoffe ich).
Liebe Grüsse*Diana
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Hallo Diana,
aus rein ästethischen Gründen finde ich die Kunststofffüllungen einfach besser, weil sie weiß sind und gar nicht auffallen (muss ja nicht jeder meine „Jugendsünden“ sehen :o) ).
Habe zwar im Moment auch noch Amalganfüllungen, aber sobald diese aus irgendwelchen Gründen gewechselt werden müssen, wechsel ich zu Kunststoff.
Außerdem finde ich den Geschmack, der zeitweise von den amalganfülungen ausgeht sehr unangenehm.
Meine Ärztin hat mir
auch davon abgeraten, wegen Taubheitsgefühl und so.
meine Ärztin hat gesagt, sie behandelt nur ungern ohne Spritze, weil der Patient sonst bei jedem Schmerz kurz zusammenzuckt und das wäre sehr störend bei der Arbeit (auch was die Präzision anbetrifft).
Jau, aber bedenke: du kriegst die Amalgamfüllungen vielleicht
sagen wir mal 3-4 Mal in deinem Leben gewechselt/entfernt. Die
Zahnärzte sind diesen Dämpfen jedoch praktisch jeden Tag
ausgesetzt - und sie leben alle noch ))
Zahnärzte sollen aber eine sehr niedrige Lebenserwartung haben.
Es gibt angeblich keine alten Zahnärzte.
Gruß
Rolf
Zahnärzte sollen aber eine sehr niedrige Lebenserwartung
haben.
In mehreren Studien konnte diese Urban Legend wiederlegt werden. Im Gegenteil: die meisten Studien zeigten sogar, daß die Zahnärzte teilweise sogar höhere Lebenserwartungen haben als die Durschnittsbürger.
Die aktuellste Studie, die ich gefunden hab, ist von 2002 (ev. gibts auch neuere) - und ich habe dir die deutschsprachige Publikation herausgesucht: http://www.sso.ch/doc/doc_request.cfm?2A6E4A39F8FB4B…
Wenn dir das nicht reicht, kannst du mal bei pubmed gucken.
Es gibt angeblich keine alten Zahnärzte.
Worauf stützt du deine Behauptungen? Studie? Quelle?
Zahnärzte sollen aber eine sehr niedrige Lebenserwartung
haben.
Es gibt angeblich keine alten Zahnärzte.
Gruß
Rolf
Wer erzählt denn sowas? Und Nuklearmediziner und Radiologen sind alle
unfruchtbar und kriegen spätestens mit 40 flächendeckend Krebs, hmmm?!?
Die Zahnärzte die ich bisher hatte, raten nicht nur zu Amalgam, sondern haben
sogar selbst außerhalb des Sichtbereiches nur Amalgamfüllungen.
Ich selbst hab in den Backenzähnen nur Amalgam (bis auf eine Keramikkrone),
weil ich ziemlich mit Karies zu kämpfen habe. Kunststoff neigt halt eher zur
Spaltbildung zwischen Füllung und Zahnsubstanz, während sich Amalgam beim
Aushärten ausdehnt und dadurch die Höhlung im Zahn besser abdichtet. Da sich
bei mir Karies relativ schnell und aggressiv entwickelt, ist so eine
Spaltbildung dann ziemlich fatal, deswegen Amalgam (oder wenn mal mehr Geld da
ist, Keramik-Inlays)
Falls das Geld klamm sitzt und eine Uniklinik in der Nähe ist würde ich auch
dazu raten dass in nem Studentenkurs machen zu lassen. Da kann man ne
Kunststofffüllung evtl. umsonst kriegen. Meine Krone hab ich auch da machen
lassen. Es dauert zwar etwas länger aber ich bin voll zufrieden damit. Ist
super angepasst worden und ich bin auch sehr ausführlich beraten und betreut
worden.
ja, das Geld lohnt sich. Amalgam macht durch seine permanente
24/7 Hg-Exposition schleichend krank. Sowohl körperlich
wie auch psychisch. Nur Amalgam-Opfer die das Gegengift
DMPS schon mal genommen haben, wissen, wie Gift und Gegengift
wirken. Amalgamträger die nie DMPS bekamen, ahnen nicht, wieviel
Lebensqualität ihnen abhanden kommt.