Verstauchung

Hallo!!

Nach einer Fuß Verletzung in den USA im Januar hatte ich eine Woche später einen Arzt dort aufgesucht. Er hat meinen Fuß röntgen lassen und meinte, soweit ich ihn verstanden habe, dass er schlimm verstaucht wäre. Ich habe vom Arzt ein air cast bekommen. Er riet mir zwar den Fuß nicht zu belasten aber irgendwie musste ich ja in der Schule von einem Raum zum nächsten kommen. Insgesamt konnte ich drei Wochen sozusagen gar nicht auftreten. Selbst jetzt hab ich immer noch Probleme mit dem Gelenk. Es ist immer noch leicht geschwollen und in der Beweglichkeit eingeschränkt, außerdem sehr empfindlich auf Überbelastung. Ist das normal nach „nur“ einem halben Jahr? Geht das jetzt in den nächsten paar Monaten noch von alleine weg oder bleibt das Gelenk jetzt so? Oder sollte ich jetzt noch einen Arzt in Deutschland aufsuchen?

Danke schon mal und liebe Grüße

Hallo Conny,

erst einmal gute Besserung.
Vorausschicken möchte ich, dass ich kein Arzt bin und auch sonst über keinerlei medizinische Ausbildung verfüge. Meine jüngere Tochter hatte mit 16 während ihrer Sprachreise in England einen Unfall, der sich als Bänderzerrung entpuppte. Zwei Tage nach dem Unfall erfolgte die Rückkehr nach Deutschland, wo ich sie dann umgehend dem Arzt vorstellte. Es wurde geröngt und die o. g. Diagnose gestellt.

Auf meine Frage, wie lange sie denn jetzt Gips tragen müsste, erwiderte der Mediziner: Das würde jetzt ganz anders behandelt. Wurde es auch, mit elastischen Binden. Mit dem Erfolg, dass sie über Jahre hinweg Schmerzen im Fußgelenk hatte und hat. Auch die Odyssee durch die verschiedensten orthopädischen und chirurgischen Praxen konnte die Ursache für die dauerhaften Schmerzen, die zeitweise für sie wirklich schlimm waren, nicht klären. Jeder Arzt hatte eine andere Idee und fand die Diagnose/Therapieansätze seinen „Kollegen“ komplett falsch.

Im Nachgang habe ich mich über mich selbst geärgert, dass ich damals nicht auf die „herkömmliche Behandlung“ mittels Gips zur Ruhigstellung und kompletten Rückbildung der überdehnten Bänder bestand.

Ich selbst habe vor 3 Jahren einen Unfall mit Bänderzerrung erlitten, dessen Behandlung aus einer Tube Kühlsalbe bestand. Zur Reduzierung der erst nachträglich sich einstellenden starken Schmerzen habe ich auf Eisumschläge zurückgegriffen und nach Abklingen der Schwellung auf heiße Fußbäder. Nach Ende des Urlaubs konnte ich wieder laufen. Nur bei starker Beanspruchung, höheren Schuhen oder ganztägigem Laufen habe ich noch Beschwerden.

Die Eisumschläge sorgen für ein Abschwellen des Gelenks, die heißen Bäder haben dann vermutlich zu einer größeren Durchblutung des Gelenks und damit zur Selbstheilung beigetragen (so meine laienhafte ERklärung für mich persönlich - die Fachwelt lacht sicherlich darüber herzhaft).

Mit beiden Behandlungsmethoden kannst Du eigentlich nicht falsch machen. Versuche es, schaden kann es eigentlich nicht.

MfG M.P.

Hey!!
Danke für den Tipp, werd ich direkt ausprobieren!!