Hi!
wie lange „überlebt“ ein Insulinpflichtiger Diabetiker, wenn
er das Insulin „einfach“ weglassen würde?
Hach, was für eine wunderschöne theoretische Frage *g*
Ok, fangen wir an zu überlegen…
Beim Typ I Diabetiker herrscht ein absoluter Insulinmangel (Typ II ist ja bekannt für relativen Insulinmangel bzw. Insulinresistenz). Auf den Blutzuckerspiegel wirken ja auch noch andere Faktoren ein, andere Hormone z.b., die ihn auch erhöhen, und auch Faktoren aus dem Leben, wie Bewegung, Stress, Infekte, Essen… usw.
Der Typ I Diabetiker könnte theoretisch also ganz plötzlich versterben, wenn eines der Faktoren überwiegt. Er könnte plötzlich in eine Unter- oder Überzuckerung rutschen, daraus resultiert Koma und unbehandelt könnte er dann schon versterben.
Andererseits, wenn man annimmt, daß derjenige ein völlig gemäßigtes Leben führt, kein Stress, keine Erkrankung, ißt einigermaßen diabetesgerecht… - ok, das ist ziemlich hypothetisch, denn wer kann so ein gemäßigtes Leben auf Dauer garantieren? 
Jedenfalls wäre bei diesem Leben davon auszugehen, daß der Blutzuckerspiegel meistens mehr oder weniger erhöht ist. Und dies würde recht bald Folgen nach sich ziehen, weil der hohe Blutzucker viele Organschäden verursacht: Arteriosklerose, Retinopathie mit Blindheit, Herzinfarkt, Nierenschwäche bis zum -versagen, Neuropathie (Nervenschäden) mit den daraus resultierenden Schäden…usw…usw…
Mit den ganzen Folgekomplikationen wird man leider auch nicht sehr alt…
Was passiert, wenn man einem Nichtdiabetiker Insulin spritzt,
fällt er in den Unterzucker oder kann sein gesunder Organismus
die zusätzliche Insulinzufuhr durch das „Umschalten“ auf den
Fettstoffwechsel (Leber) ausgleichen?
Je nachdem, wieviel man spritzt, und wie der Blutzucker vor der Gabe war, wird der jenige „nur“ etwas unterzuckern oder aber ins Koma fallen. Aber das würde ich niemals ausprobieren - das kann schnell ins Auge gehen!
Gruß,
Sharon