Sozialphobie und Schulter'entzündung'

Hallo,

ich habe eine Bekannte, die Sozialphobikerin ist. Diese hat seit
sechs Jahren immer mal wieder Beschwerden in den Schultern - sie
beschreibt es als einen meist ziehenden Schmerz, der teilweise in
andere Regionen abstrahlt.
Im Moment ist es nun ganz extrem: Sie kann den Arm nicht mehr höher
als 10cm heben, die Schmerzen gehen vom Hals bis in den Rücken,
Diclofenac schlägt nicht (mehr) an. Sie sagt auch, dass es bei
bestimmten Bewegungen „knackt“ und dann ein noch extremerer Schmerz
kommt, der kaum zu ertragen sei.

Nun muss ich sagen, dass diese Frau bestimmt nicht empfindlich ist -
sie hat sich selber Zähne gezogen und gebrochene Daumen geschient…
wenn sie das so schildert dann muss es wirklich extrem schmerzhaft
sein.

Sie war bei einem Arzt, was sie extrem viel Überwindung gekostet hat.
Der hat ihr eben Diclo verschrieben, was aber auch nicht mehr hilft.
Nun möchte er logischerweise untersuchen & röntgen - das ist für sie
aber definitiv ausgeschlossen.

Bitte keine Hinweise, dass sie „sich nicht so anstellen“ solle oder
„dass es dann ja nicht so schlimm sein kann“. Wäre ich selber
betroffen, könnte ich das verstehen. Aber ich habe das selber schon
versucht und wenn sie könnte würde sie sicher hingehen…

Vielleicht hat trotz Allem jemand eine Idee, 1. was das sein kann und
2. ob man nicht doch irgendetwas selber tun kann…

In diesem Fall würde ich mich ganz besonders freuen … Vielen Dank
im Voraus!

Viele Grüße,
Martin Cordsmeier

Hallo Martin,

sei mir nicht böse, aber ich denke deine Bekannten wäre am besten Geholfen, wenn ihre Sozialphobie therapiert werden würde. Gibt es da keine Möglichkeit, dass sie das mal in Angriff nimmt?

Gruß

Phoebe

sei mir nicht böse, aber ich denke deine Bekannten wäre am
besten Geholfen, wenn ihre Sozialphobie therapiert werden
würde. Gibt es da keine Möglichkeit, dass sie das mal in
Angriff nimmt?

Wie gesagt: Sie stört das normalerweise nicht … sie muss ja nichts
mit Menschen zu tun haben und nur das fällt ihr schwer. Die Wohnung
verlässt sie ja schon …
Aber ich kann nun mal leider keinen Einfluss darauf nehmen, ich kenne
sie von Anfang an so… im Moment würde es mich nur freuen, wenn ich
ihr bei den Schmerzen helfen könnte…

Danke trotzdem!

Hi,

Wie gesagt: Sie stört das normalerweise nicht …

doch, tut es. Vereinfacht ausgedrückt, auf den Moment bezogen so sicher richtig, ist ihre Phobie die Ursache für ihre Schmerzen. Ohne Phobieüberwindung keine Schmerzlinderung. Meine Laienmeinung…

sie von Anfang an so… im Moment würde es mich nur freuen,
wenn ich ihr bei den Schmerzen helfen könnte…

Dann hilf ihr ihre Phobie in Angriff zu nehmen. Du kannst ihr nicht helfen, sie hat die Verantwortung für sich selbst. Selbst noch so starke Schmerzmittel lösen doch das Problem nicht.

Alles Gute und viele Grüße,
J~

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Warum nicht Röntgen oder Kernspinn ?
Es gibt unzählige Diagnosen.
z.B. Arthrose, Kalkschulter, Impigment usw. die nicht unbedingt einen psychosomatischen Ursprung haben müssen.
Wenn sie diese Untersuchungen ablehnt, muß sie eben leiden.
In vielen Universitätskliniken gibt es für diese Fälle inzwischen sogen.
Schultersprechstunden.

Osteopathie
Hallo Martin,

ich hatte die gleichen Probleme (mit der Schulter) - und nach eine langen Ärzteodyssee weiß ich nun, dass ich eine Kalkschulter und infolgedessen eine immerwiederkehrende Schleimbeutelentzündung hatte.

Der zuständige Chefarzt der Sport-Uniklinik riet mir unbedingt zu einer OP. Die wollte ich allerdings vermeiden und habe alternative Möglichkeiten gesucht.
Nach sechs(!) Sitzungen bei einem Osteopathen bin ich nun schon seit über zwei Jahren schmerzfrei:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Noch ein Tipp dazu: Viele Osteopathische Praxen rechnen übrigens Massagerezepte auf die Behandlungskosten an!

Liebe Grüße
von
Stefanie

Hallo Martin, Röntgen und CT/MRT sollte eigentlich kein Problem sein, wenn sie sich eh gern von Menschen fernhält, denn dabei ist sie eigentlich eher alleine im Raum. Beim CT/MRT sollte sie nur keine Angst vor Engen Räumen haben, dann wirds schwierig. fürs normale Röntgen könnt ihr vielleicht einen Arzt finden der sich drauf einlässt, dass du mit reinkommst, so dass die MTA an dir die Positionen, die sie möchte, vormacht und deine Freundin sie so gut es eben geht versucht, nachzumachen und so zu halten. Oder dass du sie statt der MTA berühren darfst.
Dasselbe eben mit der Untersuchung (also dass der Arzt sieht, wie weit es nocht geht), da ist es aber echt suboptimal, denn es kommt auch viel aufs fühlen drauf an, und das geht dann ja nicht.
Vieleicht findet ihr ja auch enen Doc, der dafür (Arm heben, drehen etc., also den reinen Funktionstest)einen HAusbesuch macht, so dass sie nur zum Röntgen in die Praxis muss (wo es evtl auch der Doc selbst macht, so dass sie nicht noch eine neue Person hat), dann fühlt sie sich evtl etwas sicherer. Man kann dem Doc ja vorschlagen den Hausbesuch auf private Rechnung zu schreiben (IGEL dir einen, 2,3 facher Satz für besondere Mühen wegen des Complianceproblems…)
Wenn man den richtigen Arzt findet sollte das nicht das Problem sein, aber den muss man eben erst mal finden.
Evtl hilft die ärztekammer des Bundeslands auch bei der Suche nach einen Orthopäden mit ZUSatzausbildung in Psychotherapie oä. …

Viel Glück Susanne

Auch Hallo,

dieses Schulterproblem kenne ich von mir selbst, bei mir ist es eine Fibromyalgie.
Diese wird immer schlimmer und lässt sich nur von einem Orthopäden mittels „Triggern“, also Injektion eines lokalen Anästhetikums beseitigen. Dazu als Entspanner und Schmerzmittel Orthoton.
Selbst wenn das psychosomatisch sein sollte, kann der Muskel irgendwann nicht mehr aus seiner Verspannung aus eigener Kraft raus. Das Triggern löst das dann.
Abgesehen davon dass auch ich der Meinung bin, das die Phobie therapiert werden sollte, schlage ich vor, dass sie den Arzt schriftlich von der Schweigepflicht dir gegenüber befreit. Dann könnt Ihr schauen, ob er ihr ein psychoaktives Medikament verschreibt, das es ihr ermöglicht, in eine orthopädische Praxis zu gelangen und sich dort behandeln zu lassen.
Alles Andere ist keine kurzfristige Akutlösung.

Liebe Grüße und viel Erfolg.

Offtopic
Auch Hallo,

dieses Schulterproblem kenne ich von mir selbst, bei mir ist
es eine Fibromyalgie.
Diese wird immer schlimmer und lässt sich nur von einem
Orthopäden mittels „Triggern“, also Injektion eines lokalen
Anästhetikums beseitigen.

Beseitigen? Nein, leider lässt sich Fibromyalgie nicht beseitigen, da forscht die Medizin noch *ausleidvollererfahrungsprech* Ich habe auch die Schmerzen in der Schulter, kann an manchem Morgen den Arm fast nicht bewegen, seit Tagen kann ich kaum schmerzfrei jemandem die Hand geben oder ein Glas hochheben :frowning: Da hilft mir kein Schmerzmittel, noch nicht mal ein lokales Anästhetikum oder Morphium.

Dazu als Entspanner und
Schmerzmittel Orthoton.

s.o.
Gruß
Renate

Bei mir hilft das glücklicherweise noch.
Ich hoffe, das bleibt noch recht lange so.
Hast Du Akupunkturen versucht?

Grüße,

Marcus

Bei mir hilft das glücklicherweise noch.
Ich hoffe, das bleibt noch recht lange so.
Hast Du Akupunkturen versucht?

Ich habe alles versucht! :frowning: Und es wird immer schlimmer! Kann derzeit
mit dem rechten Arm kein Glas mehr heben, kein Buch halten und bin
auto-technisch auf Automatik umgestiegen! Letztes Jahr konnte ich noch
einigermaßen regelmäßig ins Fitness-Studio, das kann ich auch nicht
(mehr), obwohl Bewegung ja immer sehr propagiert wird.
Naja! So ists halt.

Grüße,
Renate