Stammzellenlagerung von Nabelschnurblut

Ich habe mir Unterlagen von einem Institut zukommen lassen, die Stammzellen von Nabelschnurblut direkt nach der Geburt einfrieren. Das Institut wirbt damit, daß die Stammzellen im Blut der Nachgeburt für die Blutbildung zuständig sind, und im menschlichen Körper diese Zellen sonst nur noch im Knochenmark vorkommen. Daher sind sie sehr wertvoll da man sie zur Therapie bei schweren Erkrankungen einsetzen kann. Unter anderem kann auch eine Suchaktion nach einem geeigneten Knochenmarkspender unnötig sein, da diese Zellen verwendet werden können.
Nachdem ich die Unterlagen durchgeschaut habe, tut sich mir nun die Frage auf, ob dies seriöse, ernstzunehmende Angebote sind, die ich in 10 Wochen bei meiner Entbindung anwenden sollte um meinem Kind ein Stück Sicherheit geben zu können.
Ich würde mich über Tips und Erfahrungen aus der Sicht von Fachleuten sehr freuen.

Homepage der Firma unter: http://www.vita34.de

Vielen Dank im Voraus !

Hallo Marion,

wenn ich mich mit dieser Thematik beschäftige, lese ich, dass dies eine gute, ergänzende Methode ist, um Knochenmarkspender zu entlasten. Doch kommt das NS-Blut weniger dem dazugehörigen Baby zugute, sondern anderen bedürftigen Empfängern, einmal, weil Leukämiekinder besser nicht ihr eigenes NS-Blut (evt. bereits kranke Stammzellen) zurückerhalten und weil dieses Blut besser nicht länger als 10-20 Jahre eingefroren werden sollte und dann deshalb wieder für andere Patienten in Frage kommt.

Wenn ein Kind jemals eine Übertragung von Stammzellen benötigen sollte, dann stehen aber in der Regel Leukämien und Lymphome als Grund an erster Stelle.

lies dazu auch mal: http://focus.de/F/FT/FTB/FTB96/ftb96b.htm und scrollen bis:
„Vorsicht vor Eigen-Nabelschnurblut“
und
„Experten warnen“

und:
http://www.knochenmarkspende.de/htm/nsp.htm

Vielleicht hilft es dir damit leichter die richtige Entscheidung zu treffen.

Alles Gute, Gruß

Renate

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Hallöchen an Alle,

vielen, vielen Dank liebe Renate für Deine schnelle Antwort auf mein Anliegen. Ich habe mir die Seiten angeschaut und muß sagen, daß ich mir nun ein besseres Bild darüber gemacht habe.

Für mich wurde aus diesen Seiten ersichtlich, daß eben gerade die mir vorliegenden Unterlagen von der im Artikel genannten Leipziger Firma stammt. Die Methodik der Entnahme kann in der Klinik, in der ich mich anmelden werde nicht vollzogen werden, da dort noch keine Schulungen in diesem Bereich vorgenommen wurden, d.h. speziell dafür ausgebildetes Fachpersonal nicht vorhanden ist.
Desweiteren kann das Nabelschnurblut des „Spenderbabys“ bei Bedarf nicht an ihm selbst angewendet werden.

Dadurch, daß bisher nur in sehr wenigen Kliniken dafür geschultes Personal existiert, wird es aber auch nicht möglich sein das Nabelschnurblut für andere Kinder zu spenden, die vielleicht diese Stammzellen dringend benötigen würden.

Schade, daß eine so wichtige und lebensrettende Maßnahme nicht selbstverständlich an jeder Klinik durchgeführt wird.

Ich würde mich sehr freuen, wenn noch mehr Reaktionen auf dieses Thema folgen würden.

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