Knorpelzelltransplantationen

Hallo liebe Medizinkundigen,

eine Bekannte hat vor Kurzem eine Knorpelzelltransplantationen vornehmen lassen, da ihr Knie resp. ihre Knorpelschicht aufgrund eines Unfalls geschädigt war.

Aus diesem Anlass denke ich auch (wieder) über diese Behandlungsmethode nach. Allerdings wurde bei mir eine „chronische Knorpelabtragung“ diagnostiziert, die u.a. auf zu kleine und zu bewegliche Kniescheiben zurückgeführt wurde. Zwei OPs, in denen u.a. die Knorpelschicht geglättet wurde, habe ich hinter mir. Ein Orthopäde meinte, ich müsse damit leben (auf Sport, bis auf Radfahren und Schwimmen verzichten). Ein anderer meinte, ich sei ein Kandidat, bei dem regelmäßig die Knorpelschicht geglättet werden müsse.

Heftige Schmerzen habe ich nicht durchgängig (nur in Situationen, in denen ich über Stunden mein Bein nicht ausstrecken kann: Kino, Flugzeug etc.) und „nur“ ein ständig angeschwollenes Knie (das linke ist stärker betroffen als das rechte). Auf einem Bein stehen geht gar nicht.

So, jetzt endlich meine Frage: „Lohnt“ sich bei mir eine Knorpelzelltransplantation? Oder werden die angezüchteten Knorpel nach all den Strapazen in kürzester Zeit auch aufgerieben?

Danke für Eure Einschätzung und viele Grüße

Kathleen

Hi!

So, wie du das schilderst, glaube ich nicht, daß es bei dir sinnvoll wäre (mehr dazu gleich) - aaaaber: ich kenne ja dein Knie nicht :wink:
Sprich, ich würde den behandelnden Arzt fragen, ob es in deinem Fall möglich ist und ggfs eine weitere Meinung einholen.

Das Problem sehe ich so:

Bekannte […] da ihr Knie […] aufgrund eines Unfalls

bei mir eine „chronische Knorpelabtragung“

Bei dir ist es so, daß der Knorpel aufgrund chronischer Prozesse verschwindet. Oftmals resultiert der Knorpelschwund aus Über- bzw. Fehlbelastung, was bei dir wohl aufgrund der ANatomie auch der Fall sein dürfte.
Macht man nun eine Knorpeltransplantation, bleibt aber die Fehl-/Überbelastung, sodaß sich auch der transplantierte Knorpel abtragen wird.

Ein anderer meinte, ich sei ein Kandidat, bei dem regelmäßig
die Knorpelschicht geglättet werden müsse.

Genau aus dem obenbeschriebenen Grund.
Genauso, wie die Knorpelglättung wiederholt durchgeführt werden muß, müßte auch die Knorpeltransplantation mehrfach wiederholt werden.

Aber wie gesagt, letztendlich kann dir das nur der behandelnde Arzt sagen, ob es sinnvoll ist oder nicht, da er dich und dein Knie kennt!

Gruß,
Sharon

Liebe Sharon,

ja, das dachte ich mir schon! Ich muss gestehen, dass ich nach 10 Orthopäden und einem Umzug keinen behandelnden Arzt habe, da ich ja anscheinend ohnehin ein hoffnungsloser Fall bin! :smile:

Danke für Deine Einschätzung!

Viele Grüße

Kathleen

Hi!

Eigentlich wollte ich noch eine Anmerkung schreiben, aber da Orthopädie nicht mein Fachgebiet ist, hab ich es gelassen. Doch nun sehe ich, daß du ja noch so jung bist :wink:

Ok, du warst schon bei vielen Orthopäden, aber in meinen Augen klingen kleine und überbewegliche Kniescheiben als kein sooo großes Problem - sofern sie wirklich die Ursache sind. Hat denn keiner der Orthopäden mal gesagt, ob man nicht die Ursache angehen könnte?
Wie gesagt, ich bin kein Orthopäde, aber ich denke, doch, daß man da was machen kann. Konservativ z.b. die Beinmuskeln aufbauen, damit sie die Gelenkführung stützen. Operativ gibt es sicher aber auch Möglichkeiten.

da ich ja anscheinend ohnehin ein hoffnungsloser Fall bin! :smile:

Hmmm, aber gerade _weil_ du so jung bist, würd ich da nicht so schnell aufgeben. Wenn du jetzt schon Probleme hast, wie wird das erst in 20, 30 Jahren sein?
*hüstel* und gerade bei Orthopäden muß man oft laaaange suchen, bis man einen guten erwischt *gg*

Gruß,
Sharon

Hallo Kathleen!

Diese OP ist natürlich ein großer Eingriff und es ist auch nicht
gewährt, dass sie bei jedem gute Erfolge erzielt.
Eine andere Möglichkeit den vorhandenen Knorpel wieder aufzubauen ist
die PST-Behandlung http://www.sigmed.de/fs_home.php?page=home
Der Nachteil ist halt, dass man sie privat bezahlen muss.
Der absolute Vorteil: die Behandlung hat keinerlei Nebenwirkungen,
Strahlung o. ä. Ist also absolut ungefährlich.
Ich habe schon viele Patienten in der Praxis, in der ich gearbeitet
habe, gesehen, die damit behandelt wurden und die meisten hatten gute
Erfolge damit erzielt.
Es ist auf jedenfall eine gute Alternative zur OP und wie gesagt,
absolut ungefährlich.

LG
Petra