Zu hoher Blutdruck!

Hallo zusammen,

möchte euch hier mal was fragen:

bei mir wurde vor gut 3 wochen zu hoher blutdruck festgestellt…und das eher durch zufall…ich fang mal ganz vorne an…
ich hatte vor gut 4 monaten nen epstein-barr-virus, der mich dazu gezwungen hatte von heut auf morgen mit sport und anderen aktivitäten aufzuhören und mich zu schonen…
nachdem dieser aber überwunden war, fiel mir auf, dass ich immer öfter schwindel hatte…zwar nicht so total krasser, aber definitiv schwindel und auch über schmerzen (besser gesagt solche stiche) in der linken brustgegend hatte ich zu klagen…(muss allerdings sagen, dass ich probleme mit meinem magen habe und das die schmerzen auch daher kommen könnten)…
jedenfalls bin ich zu meinem Hausarzt…
dieser veranlasste eine 24std-ekg und 24std-blutdruck-messung…
mein ekg war soweit ganz okay…nur das blutdruck-ergebnis ergab, dass mein blutdruck absolut mies war…sowohl tagsüber, wie auch nachts…
mein arzt schickte mich zum cardiologen…dieser untersuchte mich am vergangenen montag und konnte rein nichts feststellen…lediglich ein wenig übergewicht…zu den schlechten 24std-blutdruck-werten sagte er nichts und meinte, dass mein herz völig okay sei, nachem er einen herz-ultraschall gemacht hatte…
meine mutter hat daheim so ein handgelenk-blutdruckmessgerät…wenn ich mit diesem messe, ist der blutdruck mal normal und dann wiederrum absolut schlecht…vor allem der zweite wert ist meisst zu hoch…der erste nicht…z.B. hatte ich heute abend nach dieser messung einen blutdruck von 128-97…wobei der obere gut ist und der untere viel zu hoch (80 soll normal sein)…

also…woher kann das kommen?? der cardiologe sagte ja, dass alles okay am herzen sei…

liegt es daran, dass ich keinen sport mehr treibe oder woran sonst??
helfen da nur noch tabletten?

danke im voraus…

Hallo pico
Vorneweg: vielleicht ist alles pico-bello :wink:

meine mutter hat daheim so ein
handgelenk-blutdruckmessgerät…wenn ich mit diesem messe, ist
der blutdruck mal normal und dann wiederrum absolut
schlecht

Diese Geräte sind zum Teil sehr unzuverlässig. JKlar gibt es inzwischen auch gute dieser Art, aber ich ziehe schon das gute alte Manschettengerät vor :wink:

einen blutdruck von 128-97

Solche Scheingenauigkeitswerte wie diese da sind meistens Murks - nicht ernst zu nehmen - das siehst du schon daran, dass der Apparat bei dir so unterschiedliche, aer SCHEINBAR genaue Werte liefert

helfen da nur noch tabletten?

Nö, da hilft nur n gutes altes solides Blutdruckmessgerät
Gruß,
Branden

Diese Geräte sind zum Teil sehr unzuverlässig. JKlar gibt es
inzwischen auch gute dieser Art, aber ich ziehe schon das gute
alte Manschettengerät vor :wink:

Das mag bei bestimmten Formen von Herzrhythmusstörungen angebracht sein. Bei einem normalen Herzschlag sind elektronische Oberarmgeräte - insbesondere für den Laien - heute sehr genau. Stiftung Warentest hat das neulich erst untersucht.

Insbesondere eignen sich diese Geräte hervorragend zur Selbstmessung und werden natürlich dafür auch von Ärzten empfohlen. Schon mancher hat dadurch seine Hypertonie entdeckt und andere wissen endlich, daß sie keinen hohen Blutdruck, sondern einen Weißkitteleffekt haben (meiner einer beispielsweise: beim Arzt 140 zu 90, daheim 102 zu 68)

Solche Scheingenauigkeitswerte wie diese da sind meistens
Murks - nicht ernst zu nehmen -

Ein sehr schlechter und dazu gefährlicher Rat.

das siehst du schon daran,
dass der Apparat bei dir so unterschiedliche, aer SCHEINBAR
genaue Werte liefert

Natürlich kann man einen Meßfehler nicht ausschließen. Genauso wenig kann man aber stark schwankende und hohe Blutdruckwerte ausschließen. Gerade das macht Deinen Rat, es zu ignorieren so gefährlich.

helfen da nur noch tabletten?

Nö, da hilft nur n gutes altes solides Blutdruckmessgerät

Da hilft ein jedes modernes und genaues Blutdruckmeßgerät und die dann sich ggf. anschließende Hypertoniebehandlung.

Benni

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Diese Geräte sind zum Teil sehr unzuverlässig.

Bei einem normalen Herzschlag sind
elektronische Oberarmgeräte - insbesondere für den Laien -
heute sehr genau.

Ich sagte ja: ZUM TEIL sind sie unzuverlässig.

Insbesondere eignen sich diese Geräte hervorragend zur
Selbstmessung und werden natürlich dafür auch von Ärzten
empfohlen.

ICH empfehle sie eben gerade nicht. Du siehst also, dass sie nicht von allen Ärzten empfohlen werden.

Schon mancher hat dadurch seine Hypertonie entdeckt
und andere wissen endlich, daß sie keinen hohen Blutdruck,
sondern einen Weißkitteleffekt haben (meiner einer
beispielsweise: beim Arzt 140 zu 90, daheim 102 zu 68)

Hier geht es aber primär um etwas Anderes, nämlich die vermutlich durch das Gerät falsch erfassten Werte.

Solche Scheingenauigkeitswerte wie diese da sind meistens
Murks - nicht ernst zu nehmen -

Ein sehr schlechter und dazu gefährlicher Rat.

Im Gegenteil. Ich spreche aus meiner jahrzehntelangen Praxis-Erfahrung sowohl mit klassischen Blutdruckmessgerärten als auch diesem modernen Kram da.
Gruß,
Branden

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Hallo,

also ich würde da spontan mal sagen, gegen zu hohen Blutdruck hilft überhaupt kein Blutdruckmessgerät :wink: Es hilft nur, ihn zu erkennen. Und diese modernen elektronischen, auch wenn ich noch zur jungen Generation gehöre, halte ich aus Erfahrung wenig von denen. Für den Hausgebrauch mögen sie nicht ganz verkehrt sein, aber um eine Diagnose zu stellen oder ähnliches sind sie absolut ungeeignet. Da hilft dann wirklich nur die regelmäßige Kontrolle per Hand oder mit einem praxistauglichen 24h - Messgerät. Wobei, wie schon angesprochen, diese „Wiesskittelallergie“ einem was vormachen kann (ich habe dann auch systolische Werte von 180mmHG und im 24h 120 bis 130 mmHG).

Ob da nur noch Tabletten im Endeffekt helfen, kann wahrscheinlich nur der Hausarzt / Kardiologe beurteilen, wobei das ja prinzipiell auch erstmal nichts schlimmes wäre. Daß sich das ganze jetzt aber durch vier Monate keinen Sport so entwickelt hat, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, ich denke eher, daß es dann vorher nur unbehandelt war, will mich da aber gerne eines besseren belehren lassen.

Daß der Kardiologe sagt, daß am Herzen alles in Ordnung ist, kann ja soweit auch stimmen, es muß ja nicht vom Herzen kommen. Die meisten Bluthochdrücke in Deutschland kommen ja sowieso Gott weiß woher, man nennt es dann so schlau essentielle Hypertonie.

Wie es weitergeht damit, wird die Zukunft zeigen - also sprich die Werte weiter im Auge behalten (lassen durch den Arzt) - was sagt der eigentlich weiter dazu? Vielleicht den Lebenswandel schonmal ein wenig anpassen, sprich langsam wieder Sport treiben, etwas abnehmen, kA evtl. rauchen abstellen??? Das soll jetzt keine Beratung sein oder so, da müßtest Du Dich nochmal genauer informieren, aber eine Bekannte von mir hatte auch einen leicht erhöhten Blutdruck und hat das super mit Algen-Tabletten im Griff - die „entwässern“ ja schließlich auch, aber wie gesagt, versteh’ es bitte nur als Anregung zum Weiterinformieren. Diese Tabletten würde natürlich auch keine Kasse übernehmen (meines Wissens).

Mehr fällt mir eigentlich gerade nicht dazu ein
gruß
Kai

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als auch diesem modernen Kram da.

Also spätestens eine solche Formulierung zeigt deutlich, was von Deiner Einstellung und Meinung in diesem Fall zu halten ist - egal, ob Du Arzt bist oder nicht.

Benni

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Ich hab mich ja noch sehr zurückgehalten ob deiner jugendlich-nassforschen, von Wissen recht unbeleckten Art, zu schreiben.

Hi!

Das mag bei bestimmten Formen von Herzrhythmusstörungen
angebracht sein. Bei einem normalen Herzschlag sind
elektronische Oberarmgeräte - insbesondere für den Laien -
heute sehr genau. Stiftung Warentest hat das neulich erst
untersucht.

Es ging aber ursprünglich um Handgelenks-Geräte. Und die sind noch unzuverlässiger. Deine Oberarmgeräte sind aber auch nicht „sehr genau“, sogar Stiftung Warentest sagt das (und widerspricht dir hiermit :wink: ):
Häufige Messfehler
Keines der getesteten Geräte misst den Blutdruck stets exakt. Die Besten kamen gerade mal auf eine Quote von 80 Prozent präziser Messungen. Messfehler von 10 mm HG sind stets möglich.

Quelle: http://www.stiftung-warentest.de/online/gesundheit_k…
(Stiftung Warentest, 2006)

Und meine persönliche Erfahrung ist genauso. Die elektronischen Dinger sind ok, wenn man hin und wieder den Blutdruck messen will, sozusagen just-for-fun *g*, aber für Diagnostik und/oder Überwachung einer Therapie sind sie nicht so gut geeignet.

Okay, manchmal sind sie vorzuziehen, weil deren Handhabung eben viel einfacher ist. Aber ich kenn das dann so, daß der Hausarzt den Pat. paar Mal in die Praxis bestellt zum Blutdruckmessen, dabei wird jeweils mit dem Patientengerät wie auch mit dem Gerät aus der Praxis gemessen - um zu schauen, wie weit die Abweichungen reichen! Erst dann sind die Messungen überhaupt verwertbar - aber auch nur als Anhalt.

Gruß,
Sharon

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Hi!

möchte euch hier mal was fragen:

Ja, ich auch *g*

Zunächst einmal: wie alt bist du eigentlich? Ich meine herauszulesen, daß du noch recht jung bist, aber ich kann mich ja auch irren :wink:

Dann: wie mies ist denn „total mies“? Ich mein, der eine bezeichnet einen Blutdruck von 140/90 als mies, der andere erst einen von über 180/110 :wink:

liegt es daran, dass ich keinen sport mehr treibe oder woran
sonst??

Was haben denn die Ärzte gesagt? Oder sind die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen?
NAch so kurzer Zeit entwickelt sich kein "gewöhnlicher "Bluthochdruck. Wenn er es doch tut, dann ist es kein gewöhnlicher, sondern ein sogenannter sekundärer Bluthochdruck, der durchaus schon mal sehr plötzlich kommen kann. Der hat auch eine klare Ursache, die man zu finden und zu beseitigen hat. Der sekundäre kommt auch häufiger bei jungen Leuten vor, daher auch die Frage nach deinem Alter.

Also: entweder ist der gewöhnliche (=essentielle oder primäre) Bluthochdruck vorher nur nciht aufgefallen oder ein sekundärer Bluthochdruck ist aufgetreten.

helfen da nur noch tabletten?

Kann man hier ohne weitere Infos nicht beantworten, wenn überhaupt :wink:
Aber dein behandelnder Arzt kann das sicher :wink:

Gruß,
Sharon

Es ging aber ursprünglich um Handgelenks-Geräte. Und die sind
noch unzuverlässiger.

Das stimmt.

Deine Oberarmgeräte sind aber auch nicht
„sehr genau“, sogar Stiftung Warentest sagt das (und
widerspricht dir hiermit :wink: ):

Es gibt genügend Geräte die einem manuellen Meßgerät in nichts nachstehen.

Keines der getesteten Geräte misst den Blutdruck stets exakt.

So wie auch jeder Arzt.

Die Besten kamen gerade mal auf eine Quote von 80 Prozent
präziser Messungen. Messfehler von 10 mm HG sind stets
möglich.

Richtig, das ist bei einem Arzt auch nicht anders. Wenn man dann den Weißkitteleffekt hinzurechnet, der vollkommen falsche Werte zustande bringt, dann ist selbst das schlechteste Handgelenksgerät noch besser als viele Messungen in der Praxis.

Und meine persönliche Erfahrung ist genauso. Die
elektronischen Dinger sind ok, wenn man hin und wieder den
Blutdruck messen will, sozusagen just-for-fun *g*, aber für
Diagnostik und/oder Überwachung einer Therapie sind sie nicht
so gut geeignet.

Was heißt bitte „nicht so gut“? Wenn ein Hypertoniepatient seinen Blutdruck im Auge behalten soll und dreimal täglich mißt und eintsprechendes Tagebuch führt, ist das besser als jede nur erdenkliche Maßnahme, die der Arzt in seiner Praxis durchführen kann. Nur so kann sichergestellt werden, daß der Blutdruck optimal eingestellt ist. Das wissen auch die Ärzte. Wer das leugnet, sollte noch einmal zum Wohle seiner Patienten darüber nachdenken - auch wenn es Privatpatienten sind.

Aber ich kenn das dann so, daß der
Hausarzt den Pat. paar Mal in die Praxis bestellt zum
Blutdruckmessen, dabei wird jeweils mit dem Patientengerät wie
auch mit dem Gerät aus der Praxis gemessen - um zu schauen,
wie weit die Abweichungen reichen!

Sehr gute und oft praktizierte Methode. Empfehlenswert.

Erst dann sind die
Messungen überhaupt verwertbar - aber auch nur als Anhalt.

Nicht als Anhalt, sondern als Fakt. Ein gutes Gerät, was bei Praxisvergleich besteht und mit dem Patient umgehen kann, mißt so gut wie ein Arzt (Herzschlagsprobleme mal ausgenommen). Eigentlich mißt es sogar viel besser, weil die Anwesenheit eines Arztes bei sehr vielen Menschen, wenn nicht gar bei allen, den Blutdruck verfälscht. Ich selbst fühle mich überhaupt nicht aufgeregt bei meiner Ärztin und habe dennoch zu hohen Blutdruck. Zuhause gemessen habe ich leicht zu niedrigen, was auch durch entsprechende Begleitsymptome zweifelsfrei feststeht. Die meisten Leute merken nichts vom Weißkitteleffekt. Das ist das Problem.

Benni

Hi!

Es gibt genügend Geräte die einem manuellen Meßgerät in nichts
nachstehen.

Wie gesagt, im Testbericht steht es anders, ebenso bei der Deutschen Hochdruckliga http://www.paritaet.org/hochdruckliga/
Du kannst es glauben oder nicht, zur Zeit sprechen die Fakten ihre eigene Sprache… :wink:

Keines der getesteten Geräte misst den Blutdruck stets exakt.

So wie auch jeder Arzt.

Also ich bitte dich! Nun unterstellst du, daß Ärzte nicht blutdruckmessen können? Klar kann es vorkommen, daß man mal etwas zu schnell Luft abläßt oder mal nciht so genau hinhört - aber das sit eher die Ausnahme und außerdem macht man deswegen ja auch zur Diagnostik mehrfache Messungen.
Da möcht ich ja nciht wissen, wie häufig Patienten falsch messen :wink:
Die meisten lernen das ja nicht richtig, das lesen der Bedienungsanleitung reicht nicht…

Und ein Arzt (hier Hausarzt oder Internist) hat doch „etwas“ mehr Übung darin als ein Patient, selbst wenn dieser bei sich selbst mehrmals am Tag mißt :wink:

Richtig, das ist bei einem Arzt auch nicht anders. Wenn man
dann den Weißkitteleffekt hinzurechnet, der vollkommen falsche
Werte zustande bringt, dann ist selbst das schlechteste
Handgelenksgerät noch besser als viele Messungen in der
Praxis.

Kann sein - aber manuelle Geräte sind halt noch besser, warum dann nicht das beste nehmen? :wink:

Was heißt bitte „nicht so gut“? Wenn ein Hypertoniepatient
seinen Blutdruck im Auge behalten soll und dreimal täglich
mißt und eintsprechendes Tagebuch führt, ist das besser als
jede nur erdenkliche Maßnahme, die der Arzt in seiner Praxis
durchführen kann.

Schon, aber was nutzen die MEssungen, wenn sie oftmals falsch sind?
Die manuelle Messung liefert einfach bessere Ergebnisse.

Gruß,
Sharon

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Also ich bitte dich! Nun unterstellst du, daß Ärzte nicht
blutdruckmessen können?

Habe ich selbst jahrelang erlebt.

Klar kann es vorkommen, daß man mal
etwas zu schnell Luft abläßt oder mal nciht so genau hinhört -
aber das sit eher die Ausnahme und außerdem macht man deswegen
ja auch zur Diagnostik mehrfache Messungen.

Richtig, und mißt bei der Mehrheit der Menschen gleich den Weißkitteleffekt mit. Im schlimmnsten Fall wird dann ein Mensch gegen Hypertonie behandelt, obwohl er gesund ist. Mag, wenn keine Nebenwirkungen auftreten, ja noch harmlos sein, aber dennoch unnütz.

Da möcht ich ja nciht wissen, wie häufig Patienten falsch
messen :wink:
Die meisten lernen das ja nicht richtig, das lesen der
Bedienungsanleitung reicht nicht…

Richtig, deshalb kann man das aber nicht den Geräten anlasten. Und gerade wenn der Patient mit dem Arzt zusammen ein paar Mal übt, stellt sich der beste Lernerfolg ein.

Und ein Arzt (hier Hausarzt oder Internist) hat doch „etwas“
mehr Übung darin als ein Patient, selbst wenn dieser bei sich
selbst mehrmals am Tag mißt :wink:

Der Arzt hat natürlich genügend Übung - er muß nur eben auch richtig geübt haben. Bei modernen elektronischen Geräten beschränkt sich die Übung des Patienten auf das richtige Anlegen der Manschette - sehr wichtig, aber denkbar einfach zu erlernen.

Kann sein - aber manuelle Geräte sind halt noch besser, warum
dann nicht das beste nehmen? :wink:

Weil das beste Gerät nichts nützt, wenn es einen zu hohen Blutdruck mißt, der zwar im Moment stimmt, aber nichts über die tatsächliche Verfassung des Patienten aussagt.

Schon, aber was nutzen die MEssungen, wenn sie oftmals falsch
sind?

Wie beim Arzt (wo es ja vielleicht formal noch richtig ist)?

Die manuelle Messung liefert einfach bessere Ergebnisse.

Ja, wenn sie richtig durchgeführt wird. Wenn der Arzt dem Patienten dann noch gut und ausführlich erklärt, wie er bei sich selbst - manuell - den Blutdruck messen kann, dann wäre das der größte Nutzen für den Patienten.

Benni

Hi!

Ich glaube, du hast mich immernoch nicht verstanden :wink:

Natürlich sind die Messungen zu Hause sehr wichtig und meistens besser als beim Arzt. Elektronische Geräte sind da sicher okay für, aber manuelle eben besser, weil genauer. Um nichts anderes geht es hier.

So, jetzt ein letztes Mal noch zu deinen Aussagen:

Richtig, und mißt bei der Mehrheit der Menschen gleich den
Weißkitteleffekt mit. Im schlimmnsten Fall wird dann ein
Mensch gegen Hypertonie behandelt, obwohl er gesund ist. Mag,
wenn keine Nebenwirkungen auftreten, ja noch harmlos sein,
aber dennoch unnütz.

So leichtfertig läuft das in der Praxis nicht ab - oder sollte es nciht. Jemanden zu behandeln, obwohl kein Hypertonus festgestellt wurde, gehört in die Kategorie Kunstfehler. Sollte dir das passiert sein, kannst du deswegen den Arzt verklagen.
Normalerweise sollte die Diagnose gesichert werden: durch mehrfache Messungen bzw. noch besser die 24h-Messung - was beim Fragesteller auch durchgeführt wurde!

Da möcht ich ja nciht wissen, wie häufig Patienten falsch
messen :wink:

Richtig, deshalb kann man das aber nicht den Geräten anlasten.

So wurde aber auch nicht getestet, lies doch bitte den Gerätetest nochmal nach und auf der Hochdruckliga-Seite steht es auch. Es geht rein um die Meßfehler, nicht um Bedienungsfehler.

Bei modernen elektronischen Geräten
beschränkt sich die Übung des Patienten auf das richtige
Anlegen der Manschette - sehr wichtig, aber denkbar einfach zu
erlernen.

Ja, deswegen werden sie auch eingesetzt obwohl sie oft falsch messen. Nicht jeder kann schließlich mit einem manuellen Gerät umgehen. Es geht hier nur darum: daß sie zur Diagnose und zur Therapieüberwachung weniger gut geeignet sind!
Es geht ja nciht darum, daß die absolut nciht geeignet sind!

Kann sein - aber manuelle Geräte sind halt noch besser, warum
dann nicht das beste nehmen? :wink:

Weil das beste Gerät nichts nützt, wenn es einen zu hohen
Blutdruck mißt, der zwar im Moment stimmt, aber nichts über
die tatsächliche Verfassung des Patienten aussagt.

Ich meinte ja auch für zuhause!
Warum für zuhause nicht das beste nehmen? :wink:

Ich könnte aber auch deine Worte für meine Argumentation verwenden, siehe mal: „Warum dann nicht das beste nehmen?“ - „Weil das beste (elektronische) Gerät nichts nützt, wenn es einen falschen Blutdruck mißt“
Und nun? :wink:)

Die manuelle Messung liefert einfach bessere Ergebnisse.

Ja, wenn sie richtig durchgeführt wird.

Genau das mein ich ja:
Wenn du beide Methoden richtig durchführst, also jetzt du als Patient (also ohne Kitteleffekt), die manuelle und die elektronische, dann werden (siehe Gerätetest) 20 Prozent deiner elektronisch gemessenen Werte falsch sein!

Und ich sags noch zum vierten Mal *g*:
Manchmal sind abweichende Messungen besser als gar keine, z.b. bei alten Leuten und anderen, die nicht in der Lage sind, richtig messen zu lernen. Aber grundsätzlich gesehen, sind die manuellen Geräte zweifelsfrei besser. Das ist leider Fakt und du kannst es so sehr drehen, wie du magst, es ändert daran jedoch nichts.

Aber wie gesagt, das ist der derzeitige Stand - eventuell sieht es ja in paar Jahren anders aus :wink:
Die Geräte werden ja auch weiterentwickelt und mit Sicherheit werden die irgendwann auch zuverlässiger werden. Vielleicht halten die dann auch endlich Einzug in Krankenhäuser (das würde einem die Arbeit echt erleichtern) :wink:

Gruß,
Sharon

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So leichtfertig läuft das in der Praxis nicht ab - oder sollte
es nciht. Jemanden zu behandeln, obwohl kein Hypertonus
festgestellt wurde, gehört in die Kategorie Kunstfehler.
Sollte dir das passiert sein, kannst du deswegen den Arzt
verklagen.
Normalerweise sollte die Diagnose gesichert werden: durch
mehrfache Messungen bzw. noch besser die 24h-Messung - was
beim Fragesteller auch durchgeführt wurde!

Klar, aber Du weißt sehr genau, daß eine 24h-Messung in der Regel ein einziges mal durchgeführt wird - vielleicht nach einigen Jahren noch einmal. Das ist die Praxis. Der Rest der Zeit wird in der Praxis gemessen. Da habe ich beispielsweise praktisch immer einen zu hohen oder zumindest grenzwertigen Blutdruck, obwohl er in Wirklichkeit eher zu niedrig ist. Eine Blutdruckmessung über mehrere Wochen oder gar Monate dagegen bringt echte Sicherheit für die Diagnose. Dies ist aber schon aus Kostengründen nur durch den Patienten selbst in seinem Haus möglich. Dasselbe gilt für die regelmäßige Kontrolle. Dafür sind Meßgeräte für den Patienten unerläßlich. Wenn dann Meßfehler BIS zu 10 % auftreten können, ändert das nichts an der generellen Aussagekraft der Messung. Wenn der Patient selbst mit analogen Meßgeräten gut umgehen kann - bitte, um so besser.

Ich meinte ja auch für zuhause!
Warum für zuhause nicht das beste nehmen? :wink:

Zeige mir den Artzt, der sich die Zeit nimmt, dem Patienten an einem manuellen Gerät anzuleiten und solange zu üben, bis die Meßfehler unter max. 10 % liegen.

Ich könnte aber auch deine Worte für meine Argumentation
verwenden, siehe mal: „Warum dann nicht das beste nehmen?“ -
„Weil das beste (elektronische) Gerät nichts nützt, wenn es
einen falschen Blutdruck mißt“
Und nun? :wink:)

Und nun wirst Du Dir als Arzt die Zeit nehmen, Deine vermeintlichen Hypertoniker intensiv im Gebrauch manueller Geräte zu schulen. Dann kannst Du berechtigterweise Kritik am Einsatz der elektronischen Geräte üben.

Manchmal sind abweichende Messungen besser als gar keine, z.b.
bei alten Leuten und anderen, die nicht in der Lage sind,
richtig messen zu lernen.

Gerade ältere Menschen werden die wenigsten Probleme mit vollautomatischen Geräten haben. Das einzige, was sie lernen müssen, ist das richtige Anlegen der Manschette. Bringe Deinen alten Patienten mal den Umgang mit manuellen Geräten bei. Viel Spaß dabei.

Vielleicht
halten die dann auch endlich Einzug in Krankenhäuser (das
würde einem die Arbeit echt erleichtern) :wink:

Ich kenne mindestens zwei Krankenhäuser, wo elektronisch gemessen wird. Und das werden wohl kaum die einzigen zwei sein.

Benni

Hallo,
du arbeitest hier anscheinend deinen biografischen Frust auf. Mit der Ausgangsfrage bzw. Brandens Hinweis darauf, dass die Messung mit einem automatischen Messgerät unter Umständen eine hohe Messungenauigkeit aufweist, hat das aber kaum noch etwas zu tun.

Natürlich sind die Geräte unterschiedlich gut und es gibt welche die sind deutlich besser als andere und natürlich können auch bei der manuellen Messung Ungenauigkeiten auftreten.
Ich habe wiederholt direkte Vergleichsmessungen mit 6 unterschiedlichen automatischen Geräten (+ drei Manuelle) durchgeführt und kann darum auch sagen, dass die Messchwankungen bei den elektronischen Geräten erheblich sind. Allerdings kann es sein, dass die allerneuesten besser sind (mein jüngstes Gerät war von 2004). Für Menschen die mit der manuellen Technik nicht vertraut sind, sind sie aber auf jeden Fall eine Möglichkeit einen Hinweis auf die Kreislaufsituation zu gewinnen.

Nur wissen wir nicht, ob hier ein modernes Spitzengerät verwendet wurde oder nicht. Das Eingangsposting nährt den Verdacht das nicht. Das Gerät hat auf jeden Fall den Nutzen gehabt ein mögliches Problem aufzuzeigen.
Davon abgesehen ist der Streit hier überflüssig. Die selbstgemessenen Werte müssen vom Fachmann überprüft und bewertet werden. Soviel steht fest.

Gruß
Werner

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