Darmpilz und herzrhythmusstörungen?

Hallo Experten,

ist es möglich, dass ein Darmpilz Herzrhythmusstörungen auslösen kann? Wenn ja, wo ist der Zusammenhang und welche Medikamente werden gegen Darmpilze verschrieben?

Es dankt im voraus für Eure Antworten
der Schwabe

Hallo Schwabe

ist es möglich, dass ein Darmpilz Herzrhythmusstörungen
auslösen kann?

Nein.

Wenn ja, wo ist der Zusammenhang und welche
Medikamente werden gegen Darmpilze verschrieben?

Entfällt (weil erste Antwort nein)
Außerdem: Einige Heilpraktiker wollen jedem Patienten einreden, er habe einen Darmpilz. Das scheint die Leute im Innersten zu treffen und dann geht die Luzie ab. Da kann man schön lange roburieren und rabotern und Knete machen.
Gruß,
Branden

Hallo Branden!

So in etwa hatte ich mir das vorgestellt. Betroffene „Patientin“ hat nun aber dennoch ein Medikament gegen den Darmpilz bekommen. Was kann das sein? Auch nur Geldmacherei oder tatsächlich notwendig?

erneuter Gruß vom Schwaben

Moin,

Außerdem: Einige Heilpraktiker wollen jedem Patienten
einreden, er habe einen Darmpilz.

Auch dafür gibt es einen immer gern aufgerufenen Link:

http://gin.uibk.ac.at/thema/sportundernaehrung/darmp…

CU

Axel

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Hallo Schwabe

So in etwa hatte ich mir das vorgestellt. Betroffene
„Patientin“ hat nun aber dennoch ein Medikament gegen den
Darmpilz bekommen. Was kann das sein? Auch nur Geldmacherei
oder tatsächlich notwendig?

Letztlich kann ich das natürlich nicht ferndiagnostisch beurteilen. Es gibt pathogene Pilzarten, die der Behandlung bedürfen.
Da aber alle Leute normale Darmpilze in sich tragen, ist die Wahrscheinlichkeit der Geldmacherei recht groß.
Gruß,
Branden

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Hallo Branden!

ist es möglich, dass ein Darmpilz Herzrhythmusstörungen
auslösen kann?

Nein.

Warum nicht? Kann ein solcher Pilz nicht Überhand nehmen und dann recht starke Durchfälle verursachen? Durchfälle könnten Herzrhythmusstörungen erklären.

Gruß, Stefan

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Von hinten durch die Brust geschossen :wink:
…pflegte meine Großmutter selig dazu zu sagen.

Warum nicht? Kann ein solcher Pilz nicht Überhand nehmen und
dann recht starke Durchfälle verursachen? Durchfälle könnten
Herzrhythmusstörungen erklären.

WENN er denn überhaupt so pathoen ist und DANN DERMASSEN staerke Durchfälle verursacht, DANN evtl…
Ebenso könntest Du anführen, dass ein Darmpilz zu Schlaganfällen oder gar epileptischen Anfällen führen kann, weil durch übermäßiges Abführen auf der Toilette ein Gefäß im Kopf platzt und dann…

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Da aber alle Leute normale Darmpilze in sich tragen, ist die
Wahrscheinlichkeit der Geldmacherei recht groß.
Gruß,
Branden

Hallo Branden,
Bezügl. der intestinalen Candidabesiedlung wirst du auch bei deinen ärztlichen Kollegen unterschiedliche Meinungen finden.
In meiner aktiven Zeit als praktizierender Heilpraktiker habe ich jedenfalls fast immer bei Patienten mit Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten durch eine Reduzierung der Candida
deutliche Verbesserungen der Symptomatik beobachten können.
Den Vorwurf der Geldmacherei kann ich so auch nicht stehen lassen.
Wenn du dir die Gebührenordnung für HPs ansiehst, dann bringt die Verschreibung von z.B. Nystatin nur einen kleinen Betrag für das Beratungsgespräch.
Davon abgesehen ist es sowieso lächerlich, wenn ein Mediziner den Heilpraktikern Geldmacherei vorwerfen will.
Der üble Geruch der hemmungslosen Geldgier haftet doch eher den Ärzten an (ist aber auch nicht richtig, da es hier Ausnahmen geben soll).
Gruß
KH

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Hallo K.H.

Bezügl. der intestinalen Candidabesiedlung wirst du auch bei
deinen ärztlichen Kollegen unterschiedliche Meinungen finden.

Allerdings. Was aber nichts heißt. :wink:

In meiner aktiven Zeit als praktizierender Heilpraktiker habe
ich jedenfalls fast immer bei Patienten mit Allergien und
Nahrungsmittelunverträglichkeiten durch eine Reduzierung der
Candida
deutliche Verbesserungen der Symptomatik beobachten können.

Na klar doch. Es wird was unternommen und die Droge Arzt-Heilpraktiker-Therapeut wirkt doch immer. :wink:

Davon abgesehen ist es sowieso lächerlich, wenn ein Mediziner
den Heilpraktikern Geldmacherei vorwerfen will.

Das sehe ich nun ganz anders. Viele Heilpraktiker können ihr Handwerk ja nur verrichten, weil sie ein Medizinstudium nicht geschafft hätten, es ihnen zu langwierig o.ä. war usw. und sie trotzdem praktozieen dürfen.

Der üble Geruch der hemmungslosen Geldgier haftet doch eher
den Ärzten an (ist aber auch nicht richtig, da es hier
Ausnahmen geben soll).

Bei der BILD-Zeitung-lesenden Horde vielleicht.
Gruß,
Branden

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Schade,
Ich hatte gerade von dir eine sachlichere und weniger polemische Antwort erwartet.
So kann man sich irren.
Trotzdem einen schönen Sonntag
Gruß
KH

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Hallo Branden!

Der üble Geruch der hemmungslosen Geldgier haftet doch eher
den Ärzten an (ist aber auch nicht richtig, da es hier
Ausnahmen geben soll).

Bei der BILD-Zeitung-lesenden Horde vielleicht.

Über Geldgier habe ich mir bisher kaum Gedanken gemacht. Aber was man einem Teil der Medizinstudenten wohl zurecht vorwerfen muss:

Manche glauben, sie bräuchten nichts auch nur halbwegs wissenschaftliches zu können. Es ist etwas merkwürdig, aber ein nicht kleiner Teil jammert echt in jedem Fach, dass fast alles, was da gelehrt wird, irrelevant sei. Aber das tun viele bereits, wenn es um einfachste Zusammenhänge geht, die auch klinisch hoch relevant sind, beispielsweise, wenn es um Signaltransduktionen und Medikamentenwirkungen geht. Wenn in Zukunft noch spezifischere Medikamente entwickelt werden, müssen Ärzte sicher mehr als heute die Möglichkeiten von Wechselwirkungen abschätzen können. Ein paar meinen, weil in der Allgemeinmedizinerpraxis i.d.R. dieses Wissen nicht gebraucht wird, bräuchten sie davon nie etwas zu lernen.
Aber… naja… Der Arzt soll ja gelehrt bekommen, einen „Riecher“ dafür zu entwickeln, dass etwas bestimmtes im Busch sein könnte um nicht jeden Patienten nur nach der 08/15-Methode zu behandeln und Kunstfehler zu machen. Deshalb ja das Hochschulstudium. Für die Forschungskarriere werden die eh nicht mehr ausgebildet. Wer als Medizinstudent etwas in die Richtung machen will, der ist dabei ja eindeutig auf sich selbst gestellt.
(Ich meine bestimmt nicht, Ärzte müssten alles wissen. Doch ein paar von den Studenten haben sich wohl keine Gedanken gemacht, dass in sechs Jahren Studium eben auch etwas wissenschaftliche Theorie gelernt werden muss, wie sie auch ein Wissenschaftler später zum Teil nicht mehr braucht. Oft muss man in den Kreuzchenklausuren ja eh nur ankreuzen, was bioregulatorisch Sinn macht. Wer nach einem Semester Vorlesung auf nem Zettel nicht ankreuzen kann, dass Glucagon in irgendeiner Weise die Glykogenphosphorylase aktiviert, der soll meinen (hypothetischen) Diabetes mellitus besser nicht behandeln. Wenn Kommilitonen oder ich sowas sagen, dann werden manche Medizinstudenten natürlich ärgerlich :wink: Trotzdem ist das eine Meinung.)

Gruß, Stefan

Das WAR ja nunmal eine sachliche, ruhige Antwort.
Die polemische hätte ich dir auch liefern können, habe mich aber eines Besseren befleißigt.
Wenn du damit wenig anfangen kannst, liegt das bei dir.
Gruß,
Branden

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Hallo Stefan

Der Arzt soll ja gelehrt bekommen, einen
„Riecher“ dafür zu entwickeln, dass etwas bestimmtes im Busch
sein könnte um nicht jeden Patienten nur nach der
08/15-Methode zu behandeln und Kunstfehler zu machen. Deshalb
ja das Hochschulstudium.

Dem ist nichts hinzu zu fügen. Bzw. wäre das ein Fortschritt in meinen ASugen gegenüber dem früher zu wenig praxis-orientierten Studium.

Für die Forschungskarriere werden die
eh nicht mehr ausgebildet. Wer als Medizinstudent etwas in die
Richtung machen will, der ist dabei ja eindeutig auf sich
selbst gestellt.

Früher (ich hab in den 70er Jahren studiert) hatte man eher den Eindruck, dass völlig am Patiuenten vorbei studiert wurde. Das geht schon los bei den 1000 Versuchen im Chemie-Praktikum, bei welchen keine oder kaum Verbindung zum Menschen oder zur Klinik hergestellt wurde.
Man wurde allenfalls zu einem theoretischen Mediziner ausebilde, aber nicht zu einer Arzt-Persönlichkeit. All das, was man als Arzt wissen muss, habe ich mir zu 90 % erst NACH dem Medizin-Studium angeeignet.
Gruß,
Branden